Kleine Brezenkunde!

Die Wiesnbreze ist nicht mehr wegzudenken

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Die Frühlingsfestbesucher mögen die reschen Brezen vom Festzelt. Doch wie entsteht sie eigentlich?
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Kross und teils sogar noch lauwarm. Ein himmlischer Leckerbissen so eine Wiesnbreze, wie sie es auf dem Frühlingsfest gibt. Die Fakten zum beliebten Laugen-Teilchen.

Darf ich vorstellen, das ist sie: Die Wiesnbreze, die es auf dem Frühlingsfest seit mehreren Jahren von der Bäckerei Daumooser gibt. 

Der Werdegang einer Wiesnbrezen ist eine Zeit der Ruhe.

Bisserl kaasig finden Sie! Ja, jetzt vor dem Backen schon noch. Aber stellen Sie sich vor, wenn die aus dem Ofen kommt.

Doch alles der Reihe nach: Denn entstehen tun die Wiesnbrezen des Frühlingsfestes in Wasserburg ja eigentlich einige Kilometer von der Innstadt entfernt. Im Altlandkreis Wasserburg nämlich. Die traditionsreiche Bäckerei aus Rechtmehring bereitet die Brezen vor, die dann vor Ort im Zelt knusprig gebacken werden.

So entsteht die Wiesnbrezn

Nicht ohne Grund ist sie so beliebt, die Wiesnbreze: Meist noch lauwarm, immer ein echter Leckerbissen, der für viele der Frühlingsfestbesucher einfach dazugehört zu einem Bummel über den Festplatz.

Mehrere Tausend sind es schon, die die Backstube verlassen und dann im Festzelt an den Mann gebracht werden. Dabei ist ganz wichtig: Jede Breze ist ein Unikat, weil per Hand gedreht wird in Rechtmehring. Trotzdem sind sie alle aus der gleichen Menge Teig, denn hier sorgt eine Maschine für die richtige Ausgabe der Teigmenge.

Zu Gast in der Rechtmehringer Bäckerei erklärt Werner Daumooser, selbst schon jahrzehntelang Backstuben-erfahren, dass die Brezen für das Frühlingsfest in Wasserburg aus dreimal so viel Teig bestehen, wie eine normale "Ladenbreze". "Die Größe der Wiesnbreze ist ungefähr 20 Zentimeter auf 20 Zentimeter", erklärt Daumooser, der für uns die Breze abgemessen hat.

Das Laugenprodukt schwingen die Bäcker aus dem Handgelenkt. Mit gekonnter Drehung wird Breze für Breze hergestellt, eine schöner als die andere. Dabei mache es überhaupt keinen Unterschied, ob kleine oder große Breze, heißt es aus der Backstube. Wenn man das Brezendrehen einmal beherrsche, sei es alltägliches Handwerk, das gelinge. 

Die Wiesnbreze auf dem Frühlingsfest gibt es als normale Salzbreze und alternativ als Käsebreze. "Die Käsebreze wird immer beliebter", heißt es vom jüngsten Sohn von Festwirt Hans Obermaier, der den Brezen-Verkaufsstand organisiert und betreibt.

Auch im Angebot: Das Weißbierstangerl.

Doch zurück zur Brezen-Macherei: Nachdem die Brezen in der Backstube in Teamarbeit von fünf bis sechs Bäckern parallel gedreht werden, ruhen sie für eine Weile. "Dadurch entfaltet sich der ganze Geschmack", zeigt sich der Bäckermeister überzeugt.

Zweimal am Tag wird nach Wasserburg ins Festzelt geliefert. Vor Ort werden die Teiglinge dann gebacken. Und auch das Brezen-salzen übernimmt der Junior von Festwirt Obermaier.

Immer mal wieder schaut der Bäckermeister auch selbst am Brezenstand vorbei. Und ist durchaus stolz, dass es seine Brezen sind, die hier seit sechs Jahren regelmäßig zum Verkauf stehen.

Nicht nur der Bäcker selbst steht gern am Stand. Auch viele Festgäste tummeln sich, saugen den Duft der frischen Brezen förmlich auf. "Mir schmecken die frisch gebackenen Sachen sehr", schwärmt eine Besucherin. Entscheiden kann sie sich nicht, ob sie mit ihrem Mann teilt, oder ihm eine eigene Breze mitnehmen soll. "Er mag sie auch lauwarm, also soll er sich nachher selbst eine kaufen". Auch der Standl-Betreiber selbst kann sie beruhigen: "Wir sind ja noch länger da, jeder wird seine knusprige Breze kriegen". Und mal ehrlich: Ganz frisch, womöglich noch lauwarm schmecken sie echt am besten.

Quelle: rosenheim24.de

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Auf dem Festplatz vom 13. bis zum 23.05.2016:

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- Oldtimer-Treffen (21. Mai): 9 - 23 Uhr

- Wiesn Alm: Werktag 14 - 2 Uhr, Feiertag 12 - 2.30 Uhr

- Fit & Fun Wies'n Party: 21 - 2 Uhr, Fr., Sa. und Pfingstsonntag 21 - 3 Uhr

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