Wasserburger halfen wieder laufend

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600 Walker und Läufer waren auf der wohl schönsten Laufstrecke der Stadt beim Wasserburger Lauf zugunsten des Mehrgenerationenhauses unterwegs.

Wasserburg - 600 Walker und Läufer waren auf der wohl schönsten Laufstrecke der Stadt beim Wasserburger Lauf zugunsten des Mehrgenerationenhauses unterwegs.

Sie taten damit nicht nur etwas für die Gesundheit, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt, wie Anna Maria Ehrlicher, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, der das Mehrgenerationenhaus (MGH) betreibt, feststellte. Denn das komplette Startgeld kommt dem MGH zu Gute.

Der sehr durchwachsene Wetterbericht verhinderte einen neuen Teilnehmerrekord, dennoch gingen rund 600 Kinder, Frauen und Männer an den Start. Mit einem laut ins Mikrofon gerufenen „Peng“ schickten Anna Maria Ehrlicher und Moderator Jörg Herwegh die Kinder des Zwergerllaufes auf die Strecke, die heuer vom Marienplatz über die Tränk- und die Postgasse die Salzsenderzeile hinunter zur Hofstatt und wieder hinauf zum Rathaus führte.

Fotos vom Wasserburger Lauf

2. Wasserburger Lauf - Teil 1

2. Wasserburger Lauf - Teil 2

Mit dabei waren die Altstadtzwerge des städtischen Kindergartens mit ihren Zipfelmützen, die erneut den Kreativpreis für die originellste Ausstaffierung erhielten. Bei den Erwachsenen meldete die Jury, bestehend aus Maler Andreas Pytlik, Musiker Peter Ludwig und Notarin Dr. Gabriele Bartsch „Fehlanzeige“, weswegen der eigentlich für die Kostümierung gedachte Kreativpreis kurzerhand den unermüdlich anfeuernden Trommlern von „Via Jante“, die zudem noch die vorgesehene Band ersetzten, überreicht wurde. Den Preis für die größte Beteiligung eines Vereins, einer Schule oder Firma verteidigte das Betreuungszentrum Wasserburg, das mit 36 zweibeinigen und einem vierbeinigen Mitarbeiter vertreten war. Als ältester Teilnehmer wurde Ahmad Nafe aus Mettenheim ausgezeichnet. Der 1937 geborenen Nafe walkte die 3,1 Kilometer lange Rundstrecke gleich dreimal.

Bürgermeister Michael Kölbl, Schirmherr des Wasserburger Laufes, forderte die Anwesenden auf, das im Landkreis einzigartige Mehrgenerationenhaus eifrig zu unterstützen, was diese durch freiwillig erhöhtes Startgeld, Los- und Würstelkauf auch taten. Am Start für die Walker hatte Kölbl dann erschwerte Bedingungen: Beide Stöcke in der rechten Hand, feuerte er mit links die Startpistole ab, drückte sie eiligst dem neben ihm stehenden Mitorganisator Christoph Rosenzweig in die Hand und machte sich flotten Schrittes auf den nach 6,2 Kilometern zum Starthauptlaufes beendeten Weg.

Da schickte Toni Meggle, seit vielen Jahren Förderer des Kinderschutzbundes, das Feld ins Rennen. Das war um zwei prominente Teilnehmerinnen dezimiert, sowohl Verena Stürmlinger als auch Svenja Brunckhorst aus der Meistermannschaft mussten kurzfristig passen, schickten ihre Spielführerin Rebecca Thoresen allein auf den Weg. Die holte sich Unterstützung von Ehemann Tomas und den beiden ehemaligen Spielerinnen Katja Munck und Sladjana Komatina, während Trainerin Wanda Guyton, Verena Stürmlinger und Svenja Brunckhorst am Marienplatz für moralische Unterstützung sorgten.

Regina Semmler, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, konnte nach dem Wasserburger Lauf zufrieden Bilanz ziehen: Das Organisationsteam und die vielen ehrenamtlichen Helfer seien dieses Mal schon viel besser eingespielt gewesen als bei der Premiere des Laufes im vergangenen Jahr, „es lief alles reibungsloser“. Und: Etwa 6000 Euro kamen über das Startgeld zusammen, dazu kommt der gestern noch nicht bekannte Erlös des Losverkaufs und des Würstelverkaufs vom Hotel Paulaner. Und am 26.Mai wird noch einmal laufend geholfen, da veranstaltet die Anton-Heilingbrunner-Realschule wieder ihren internen Sponsorenlauf für das MGH.

Die Mittel braucht das MGH dringend. Zwar ist die Einrichtung in der Nördlichen Burgau als einzige im Landkreis Teil eines Programmes des Bundesfamilienministeriums, aber zum einen läuft die Förderung Ende dieses Jahres aus und zum anderen deckt sie die Kosten nicht. Zwölf- bis 15.000 Euro pro Jahr muss das MGH anderweitig finanzieren – unter anderem mit dem Erlös aus dem Wasserburger Lauf.

Für 2012 hat das Familienministerium in Berlin ein ähnliches Programm gestartet, für das sich das MGH bewirbt. Regina Semmler schätzt die Chancen als „ganz gut“ ein. Die geforderten Kriterien erfülle man. Grundvoraussetzung für diese Förderung durch den Bund sei, dass die jeweilige Kommune finanziell mit an Bord ist – „und das ist Wasserburg über die Miete ja von Anfang an.“

Einen Haken hat das neue Förderprogramm: Es ist niedriger angesetzt, selbst mit einer Zusage bliebe eine Finanzierungslücke von 20- bis 25.000 Euro pro Jahr.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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