Unfallentwicklung im Dienstbereich der Polizei Wasserburg für das Jahr 2012

Zu viele Gurtmuffel und Raser

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233 Personen erlitten 2012 im Bereich der Wasserburger Polizeiinspektion bei Unfällen teils schwere Verletzungen.

Wasserburg - Im Jahr 2012 haben sich im Bereich der Wasserburger Polizei mehr Unfälle ereignet. Insgesamt starben sechs Menschen.

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34,5 Kilometer Bundes-, 81,5 Kilometer Staats-, 92 Kilometer Kreis- und 523 Kilometer Gemeindestraßen gibt es im Dienstbereich der Polizeiinspektion Wasserburg. Sie verzeichnet für das vergangene Jahr einen leichten Anstieg der Unfälle, sechs Menschen starben 2012 auf den Straßen.

Insgesamt ereigneten sich 1135 Verkehrsunfälle, das sind 7,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor, bei 168 Unfällen erlitten 233 Personen Verletzungen, ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Den entstandenen Sachschaden bei den Unfällen beziffert die Polizei auf rund 2,408 Millionen Euro.

Unfallfluchten gab es 2012 194, 70 Fahrer entfernten sich nach einem von ihnen verursachten Unfall unerlaubt vom Unfallort, 70 Flüchtige ermittelte die Polizei.

Die Statistik der Unfallentwicklung zeigt auch: die meisten Verkehrsunfälle passieren montags, statistisch gesehen zwischen 15 Uhr und 18 Uhr.

Auf Platz 1 bei den Hauptunfallursachen steht "Fehler beim Abbiegen und Wenden". 17 Prozent der Unfälle geschahen deshalb im Vorjahr. Es folgen "Missachtung der Vorfahrt" (sieben Prozent), "Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot" (fünf Prozent), Geschwindigkeitsverstöße (ebenfalls fünf Prozent), bei jeweils zwei Prozent ist die Unfallursache Fehler beim Überholen oder Vorbeifahren sowie Alkoholeinfluss.

Sowohl 2012 wie auch 2011 verunglückte im Straßenverkehr auf dem Schulweg jeweils ein Schulkind. Dass die Unfallzahlen hier nicht höher sind, führt die Polizei nicht zuletzt auf den Verkehrsunterricht und die Radfahrausbildung der Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei zurück.

Da viele Autofahrer offensichtlich immer noch nicht davor zurückschrecken, sich alkoholisiert ans Steuer ihres Fahrzeugs zu setzen, ereigneten sich 2012 mit 19 Unfällen zwei mehr als 2011 mit Unfallursache Alkohol. Bei diesen Unfällen erlitten vier Personen schwere und neun Personen leichte Verletzungen, es entstand ein Gesamtsachschaden von rund 181.000 Euro, 58 Fahrzeugführer erhielten eine Anzeige für ihre Fahrt in alkoholisiertem Zustand. 13 Verkehrsteilnehmer saßen unter Drogen-Einfluss von Drogen hinter dem Steuer.

Da überhöhte Geschwindigkeit immer noch zu den Hauptunfallursachen zählt, gab es im Dienstbereich der Polizei Wasserburg im Jahr 2012 wieder eine Vielzahl von Geschwindigkeitskontrollen. Die Laserpistole bei der Polizeiinspektion Wasserburg war 72 Stunden im Einsatz, 72 Anzeigen und 124 Verwarnungen sprach die Polizei bei den Messungen an Ort und Stelle aus. An der Geschwindigkeitsüberwachung beteiligte sich auch die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mit mit 184 Radarmessungen, wobei 233 Verkehrsteilnehmer eine Anzeige und 1736 eine Verwarnung erhielten. "Auch in Zukunft wird von diesen Geräten reger Gebrauch gemacht, so dass Verkehrsteilnehmer immer und überall mit einer Geschwindigkeitskontrolle rechnen müssen", kündigt die Polizei an. Und sie weist auf das konsequente Anlegen des Sicherheitsgurtes hin. Es hätten sich im vergangenen Jahr die Unfallfolgen minimieren lassen, wenn der Gurt immer angelegt gewesen wäre und viele hätten sich die Geldbuße wegen Nichtangurtens sparen können. "Dabei ist erwiesen , dass ein Airbag nur mit angelegtem Sicherheitsgurt wirksam vor schweren Verletzungen schützen kann".

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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