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Feuerwehr: Wechsel nach 24 Jahren

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Christoph Zehentner ist der neue Kommandant der Feuerwehr Pfaffing, Josef Hartl (rechts) gab nach 24 Jahren sein Amt ab.

Pfaffing - Ein nicht enden wollender tosender Applaus: Sichtlich gerührt war Josef Hartl, als er sein Amt übergab. Kreisbrandmeister Stefan Hangl hob seinen Einsatz hervor:

Hartl habe nicht nur die Pfaffinger Feuerwehr, sondern auch die Feuerwehren in der Umgebung maßgeblich mitgeprägt. Unter seiner Leitung sei die Pfaffinger Feuerwehr zu einer der mitgliederstärksten und schlagkräftigsten im Landkreis geworden. Auch Bürgermeister Lorenz Ostermaier dankte dem scheidenden Kommandanten Josef Hartl für 24 Jahre größten Einsatzes und ebenfalls für eine "hervorragende Zusammenarbeit".

Da fiel es Josef Hartl nicht leicht, zur Bericht-Tagesordnung überzugehen. Nach 24 Jahren und Hunderten von Einsatzleitungen sei es in seinen Augen aber an der Zeit, jemand anderem die Verantwortung zu übergeben. Er bedankte sich bei seinen Feuerwehrlern für die stets zuverlässige Arbeit. Es sei "nie ein Helfer zu Schaden gekommen und kein Kratzer an den Fahrzeugen zu beklagen" gewesen.

Dies sei nur durch konsequente Übung und Schulung möglich und brauche auf jeden Fall Unterstützung vom Herrgott. Einen besonderen Dank richtete er an seine Familie, die das Kommandanten-Amt über all die Jahre mitgetragen habe.

Einstimmig wurde Christoph Zehentner zum neuen Kommandanten gewählt. In seiner Antrittsrede ermunterte er alle aktiven Feuerwehrkameraden, sich rege an den Übungen zu beteiligen.

Die Hauptversammlung fand zum ersten Mal im neuen Feuerwehrgerätehaus statt. Die Beteiligung war so hoch, wie seit Jahren nicht mehr. Vorstand Josef Zollner erinnerte an die intensive Arbeit für den Neubau, beispielsweise in wöchentlichen Baubesprechungen. Da war nicht einmal mehr für den alljährlichen Vereinsausflug Zeit. Zollner bedankte sich bei allen Helfern, die rund 3150 Stunden geleistet hatten, um die Gemeindefinanzen zu schonen.

Zum letzten Mal gab Josef Hartl schließlich seinen Bericht als Kommandant der Feuerwehr Pfaffing. 2010 wurden 27 Einsätze verzeichnet, davon lediglich sechs Brände. Der Einsatzschwerpunkt sei inzwischen klar die technische Hilfeleistung in recht vielfältiger Form. Entsprechend groß und ebenfalls vielfältig sei der Übungsplan für die derzeit 106 aktiven Mitglieder das ganze Jahr über gewesen.

Bei einem Fahrzeugbrand in einer Halle konnte die Belegschaft aufgrund guter Brandschutz-Ausbildung das Feuer bis zum Eintreffen der Wehr selbst soweit in Grenzen halten, dass ein Übergreifen auf durchaus brisantes Lagergut verhindert werden konnte. Mit diesem Beispiel appellierte Hartl daran, mehr örtliche Firmen zu ermutigen, mit der Feuerwehr zusammenzuarbeiten, zum Beispiel im Rahmen von Übungen. Bei einigen größeren Firmen funktioniere das bereits sehr gut.

Jugendwart Martin Haas zählte 13 Feuerwehranwärter. Alle hatten den Wissenstest mit Bravour bestanden und bekamen im Rahmen der Jahresversammlung die Urkunden überreicht. Martin Haas gibt das Amt als Jugendwart auf, da er bereits seit einem Jahr stellvertretender Kommandant ist. Beide Ämter seien jedoch zu umfangreich.

Kassier Sebastian Mayer berichtete über durch den Neubau ungewohnt hohe Ausgaben. Er wurde einstimmig für weitere sechs Jahre gewählt.

Nach 27 Jahren wurde die Satzung den neuen Gegebenheiten angepasst und modernisiert. Bereits im Vorjahr waren die geplanten Änderungen vorgestellt worden, so dass die Änderung nun in der Versammlung einstimmig angenommen wurde.

Pfaffings Bürgermeister Ostermaier lobte "die enorm gute Zusammenarbeit" beim Feuerwehrhausbau und auch beim Einweihungsfest. Dies gehe klar über Pflichtbewusstsein hinaus, hier spüre man die Leidenschaft der Mitglieder, egal ob aktiv oder passiv. Jede aufgebrachte Stunde sei hier auch der Gemeinde zugute gekommen. Ohne diese Zusammenarbeit hätte das Gerätehaus nicht zu solch niedrigen Kosten errichtet werden können.

Ostermaier dankte dem scheidenden Jugendwart Martin Haas und wünschte seinem Nachfolger Martin Hartl eine ebenso erfolgreiche Arbeit, denn die Jugend sei die Zukunft der Feuerwehr. Die aktiven Feuerwehrler motivierte er zu regelmäßigen und zahlreichen Übungsbesuchen. Denn der Ernstfall werde immer schwieriger und herausfordernder.

rd/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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