Wechsel an Spitze des Pflegedienstes

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Dekan Josef Reindl, Monika Sturm (bisherige Pflegedienstleitung Caritas Sozialstation), Erwin Lehmann, Kreisgeschäftsführer der Caritaszentren, die neue Pflegedienstleiterin Marina Rotter, der Kuratoriumsvorsitzende Diakon Andreas Demmel und Margit Golla, neue stellvertretende Pflegedienstleiterin (von links).

Wasserburg - Monika Sturm, die langjährige Leiterin des Caritas-Pflegedienstes in Wasserburg, geht in den Ruhestand. Ihre Nachfolge tritt Marina Rotter an.

Voll besetzt war der große Saal im Caritas-Zentrum am Heisererplatz zur Mitgliederversammlung. Der Erste Vorsitzende des Kuratoriums des Caritaszentrums, Diakon Andreas Demmel, konnte eine positive Nachricht überbringen: Bürgermeister Matthias Schnetzer aus Edling übernimmt die Nachfolge des im vergangenen Jahr verstorbenen Kuratoriumsmitgliedes Barbara Reithmeier.

Nach dem Rechenschaftsberichts des Kuratoriums wurde bekannt gegeben, dass die langjährige Pflegedienstleitung der Caritas Sozialstation, Monika Sturm, sich im November in den Vorruhestand verabschiedet. "Sie war von Anfang an dabei, mit einer kurzen Unterbrechung durch einen Abstecher in den hohen Norden hat Monika Sturm 35 Jahre die Geschichte und Entwicklung der Sozialstation Wasserburg miterlebt und über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet", würdigte Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann die scheidende Pflegedienstleitung. Auch Dekan Josef Reindl freut sich, dass sie der Caritas als Ehrenamtliche der zukünftigen Betreuungsgruppe für Demenzkranke noch erhalten bleibt.

Monika Sturm plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen und berichtete von der Gründungszeit der Sozialstation, in der sie mit einer Kollegin zehn Patienten betreute. "Die Arbeit hat sich über die Jahre schon sehr verändert, vor allem mit der Einführung der Pflegeversicherung", so Sturm. Heute werden 140 Patienten von 20 Krankenschwestern und Altenpflegern betreut und gut 25 geringfügig Beschäftigte versorgen die Kranken mit Essen auf Rädern und unterstützen auch im Haushalt.

"Was unsere Sozialstation aber immer noch auszeichnet, ist, dass wir jede Anfrage nach Pflege aufnehmen, egal aus welcher Ecke des Dekanats Wasserburg sie kommt und welchen Umfang sie hat" betont Monika Sturm, und "auch wenn die Zeit, die man für den einzelnen Patienten hat, nicht mehr so groß ist wie in den Anfängen, sind wir stolz darauf, neben der hohen Fachlichkeit auch immer noch mit großer menschlicher Zuwendung pflegen zu können".

Ihre Nachfolgerinnen, Marina Rotter als Pflegedienstleitung und Margit Golla als Stellvertretung, kommen aus dem Team der Sozialstation und wollen mit dieser guten Tradition nicht brechen. Anschließend informierte Roland Legat über die Schuldnerberatung am Caritas-Zentrum, die jetzt an vier Tagen besetzt ist, und über den laufenden Kurs der Fachstelle für pflegende Angehörige, in dem 16 neue ehrenamtliche Pflegepartner zur Entlastung pflegender Angehöriger ausgebildet werden.

Nach dem Budgetbericht 2010 und der Planung für 2012 der Caritas-Zentren in Stadt und Landkreis Rosenheim durch Kreisgeschäftsführer Lehmann betonte Demmel die Bedeutung der Sammlungsgelder für den Erhalt der Beratungsdienste und bedankte sich bei allen Caritas-Sammlerinnen für ihren unermüdlichen Dienst. "Sie leisten einen großen Beitrag, das soziale Angebot des Caritas-Zentrums Wasserburg zu sichern."

Als letzte Information an diesem Abend gab Reinhard Haas, Mitarbeiter im Sozialpsychiatrischen Dienst der Caritas, einen Überblick über die Aufgaben und Einrichtungen des SPDI. Der 21 Fachkräfte und 35 Ehrenamtliche umfassende Dienst hält nicht nur ein offenes Beratungsangebot in jedem Caritas-Zentrum vor. Sechs betreute Wohngemeinschaften mit 18 Plätzen und betreutes Einzelwohnen für 15 psychisch kranke Menschen werden von den Mitarbeitern versorgt. Zudem können die monatlich etwa 100 Besucher in der Tagesstätte in Rosenheim Tagesstruktur erleben und soziale Kontakte knüpfen. Das Buchcafé nebenan bietet psychisch kranken Menschen die Möglichkeit der Beschäftigung mit fachlicher Betreuung.

Das jüngste Projekt, das Verkehrstherapeutische Beratungszentrum, richtet sich mit Kursen zur Vorbereitung auf die medizinisch-psychologische Untersuchung an Menschen, die ihren Führerschein auf Grund einer Alkoholfahrt oder einer Fahrt unter Drogeneinfluss verloren haben. Ziel der Kurse ist nicht nur eine optimale Vorbereitung auf die MPU, sondern, mit den Teilnehmern langfristige Strategien zu entwickeln, so dass der Führerschein auch dauerhaft behalten werden kann.

re/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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