Weiter auf Karriereleiter

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Die beiden Jahrgangsbesten Matthias Ziel (1,3) und Barbara Grundl (1,2) hatte der stellvertretenden Landrat Josef Huber um sich geschart.

Wasserburg - 213-mal wurden auf der Abschlussfeier der FOS/BOS Wasserburg Hände geschüttelt und Zeugnisse - "eine Berechtigung zu Stolz und Freude" - übergeben.

"Sie haben hier ein wichtiges Zertifikat erworben", lobte Schulleiter Johann Schaller die FOS/BOS-Absolventen in der -Badriahalle, "und damit eine Berechtigung zu Stolz und Freude." 187 Schüler erreichten heuer die Fachhochschulreife, 26 das fachgebundene oder allgemeine Abitur. 13 von ihnen haben auf ihrem Zeugnis eine Durchschnittsnote unter 1,9 stehen.

Natürlich sei es nicht immer leicht gewesen. Gerade die großen Klassen stellten für alle Beteiligten eine Belastung dar. Für die Schüler habe dabei neben der berufspraktischen Ausbildung und der Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen das Pfadfindermotto "allzeit bereit" gegolten: Die Vorsitzende des Elternbeirats, Waltraud Hessenberger, erinnerte an Schul- und Stegreifaufgaben, an Ausfragen und Referate. Der Dritte Bürgermeister Otto Zwiefelhofer blickte lieber in die Zukunft und hoffte, dass die Absolventen aus dem Umland nicht nur Bildung und Wissen, sondern auch ein Stück Wasserburg mit auf ihren Weg nehmen.

Und dieser Weg kann in viele Richtungen führen: Ob Studium oder Ausbildung, das Wichtigste sei, bei der Suche nach den persönlichen Neigungen nicht nachzulassen. "Eine gute Arbeit ist eine, die Sie lieben", riet Schaller. Ihm schloss sich der stellvertretende Landrat Josef Huber an: "Man muss bei sich selbst nach innen schauen, eigene Potentiale entwickeln und diese bei der Berufswahl berücksichtigen."

Das wussten auch die Schülersprecher, die sich mit einem Gedicht verabschiedeten. "A Zeidl is no bis zua Rentn", hieß es da, und nun gelte es ohnehin erst die Karriereleiter zu erklimmen. Eine von ihnen hat besonders gute Voraussetzungen: Schülersprecherin Barbara Grundl hat mit 1,2 den besten Abschluss des Jahrgangs. Außerdem wurden Matthias Ziel für seinen Notendurchschnitt von 1,3 sowie Claudia Neuner mit 1,5 geehrt.

Umrahmt wurde die Feier von Moderator und Lehrer Mathias Ruß, der sogar eine musikalische Premiere anzukündigen hatte. Die Schüler-Lehrer-Band, die seit einem halben Jahr probt, brachte mit vier Stücken Schwung in die Halle und entließ die Absolventen zuletzt mit "Hit the road, Jack" in einen neuen Lebensabschnitt.

Immer wieder wurde die "fundierte Ausgangsposition" der Schüler betont. Allerdings blicken elf Absolventen nach wie vor in eine ungewisse Zukunft. Sie möchten die 13. Jahrgangsstufe besuchen, die in Wasserburg nicht zustande kommt und in Rosenheim längst überfüllt ist. "Wir hatten gerade eine zusammengefasste FOS 13, aber dieses Angebot ist kommendes Schuljahr unmöglich", meinte Schaller. Es komme schlicht keine ganze Klasse zustande - schließlich müsse man die wenigen Interessenten noch nach FOS, BOS sowie den einzelnen Fachrichtungen unterscheiden.

Nach ergebnislosen Initiativen des Direktors und der SMV sei nun für Ende Juli ein Gespräch im Kultusministerium vorgesehen. Noch "hängen die Betroffenen in der Luft". Neben Schulleiter Schaller versicherte ihnen am Freitag auch Josef Huber seine Unterstützung. Er riet den Schülern, die inzwischen seit März auf ihre Zusage warten, zu Geduld und zeigte sich zuversichtlich: "Ich gehe davon aus, dass ihr nach Rosenheim gehen könnt."

Vorerst gingen aber erst einmal alle zu den bereits wartenden Bussen und in einen buchstäblichen Feier-Abend über. Schließlich gab es bei der traditionellen Schifffahrt auf dem Chiemsee mit 213 Zeugnissen in den Taschen doch genug Grund zur Freude.

sus/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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