Weitere Renaturierung an Inn und Attel

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die für langjährige Vereinstreue geehrten Mitglieder Georg Schwimmer, Josef Nagerl, Martin Bruckmayer, Isidor Kirmeier (jeweils 30 Jahre), Günter Werndl und Paul Mayer (jeweils 40 Jahre, von links) mit Vorstand Franz Göpfert (rechts).

Wasserburg - Auf ein ereignisreiches und gleichsam arbeitsintensives Jahr zum Wohle der Natur blickten rund 300 Mitglieder des Wasserburger Kreisfischereivereins bei ihrer Hauptversammlung zurück.

Wasserburg - Die Hauptaktivitäten der Fischer standen 2011 im Zusammenhang mit den umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen der Atteler Au sowie des Freihamer Altwassers, so Vorstand Franz Göpfert. Für rund 150000 Euro habe man eine Wiederanbindung der zum Teil in sehr schlechtem Zustand befindlichen Gewässer an den Inn herstellen und sie so zu neuen Lebensräumen machen können. Insgesamt seien 400 Meter Verbindungskanäle mit Hilfe eines Baggers gegraben worden, wodurch vier Hektar Altwasserfläche an den Fluss angegliedert worden und eine neue Wasserfläche von rund 1600 Quadratmetern entstanden seien. "Mit diesen Maßnahmen haben wir Schutzgebiete für Fische und andere Wassertiere bei Hochwasser geschaffen und ihnen zusätzliche Laichplätze zur Verfügung gestellt", betonte Göpfert. All dies sei jedoch nur aufgrund großzügiger, finanzieller Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren möglich und vom Verein zu stemmen gewesen.

Und auch im neuen Jahr werden laut Göpfert die Bemühungen für eine schrittweise Renaturierung aller großen Altwässer im Gebiet der Wasserburger Fischer weitergehen. So liege das besondere Augenmerk auf einer Wasserfläche nördlich der Griesstätter Innbrücke, Teilen der Attel und der Schaffung einer Vogelinsel, berichtete Göpfert den Anwesenden. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Kraftwerksbetreiber "Verbund" gestalte sich dabei sehr konstruktiv. "Das ist eine Entwicklung von enormer Bedeutung für den Inn, und ich bin stolz darauf, dass unser Verein maßgeblich daran beteiligt ist."

Roland Edl, Zweiter Vorsitzender des Fischereivereins, zeigte sich erfreut über mehr als 200 Teilnehmer mit beachtlichen Fängen am letztjährigen Königsfischen. "Das ist gelebte Tradition, die von der Teilnahme unserer Mitglieder abhängt." Auch die Wertschätzung frisch gefangenen Fischs als Lebensmittel und die damit zusammenhängende richtige Verwertung stelle angesichts der Debatten um gentechnisch veränderte Nahrungsmittel eine öffentliche Aufgabe aller Fischer dar. Edl berichtete zudem über den aktuellen Stand der Bauarbeiten für eine neue Fischerhütte am Penzinger See, welche sich aufgrund schlechter Bodenverhältnisse aufwendiger als ursprünglich erwartet gestalte.

Kassier Robert Brandl listete in seinem Rückblick diverse Ein- und Ausgaben auf und konnte ein positives Fazit ziehen. So verfüge der Verein trotz enormer Aufwendungen für die Renaturierungsarbeiten aufgrund zahlreicher Spenden und Zuschüsse weiterhin über ein solides Finanzpolster.

Der erste Gewässerwart Hans Ellmer informierte über eine große Anzahl verschiedener Fische, welche in mehrere Gewässer eingesetzt worden seien. Ein Algenproblem bestehe weiterhin am Friedlsee, weshalb die Gewässerwarte mehrfach Laub entfernt hätten, eine Vermehrung zu unterbinden. Für 2012 habe man sich dem Kampf gegen das schädliche Springkraut an der Murn verschrieben, welches nicht nur das Fischen beeinträchtige sondern auch heimische Pflanzenarten verdränge.

Schriftführer Helmut Schmid gab einen Überblick über Arten und Anzahl gefangener Fische an den jeweiligen Gewässern und Jugendwart Manfred Kirnberger berichtete von 14 neuen Nachwuchsfischern, welche im vergangenen Jahr dem Verein beigetreten seien. Zum Abschluss der Versammlung wurden mehrere Mitglieder mit Urkunden und Abzeichen für langjährige Vereinstreue geehrt: Martin Bruckmayer, Isidor Kirmeier, Josef Nagerl und Georg Schwimmer (jeweils 30 Jahre), Paul Mayer und Günter Werndl (jeweils 40 Jahre) sowie Hans Ellmer senior für schier unglaubliche 70 Jahre.

reg

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser