Weniger Gewalt

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Wasserburg - Einmal im Jahr treffen sich die Bürgermeister der Gemeinden im Dienstbereich der Wasserburger Polizei zum Sicherheitsgespräch. Dabei gab es auch erfreuliches zu berichten:

Die Gewaltkriminalität ging 2011 um über 50 Prozent zurück. Die Jugendkriminalität, die in Oberbayern überall zunahm, hatte die geringste Quote.

Erster Hauptkommissar Manfred Brandt, Polizeihauptkommissar Richard Gottwald und Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Niessner als Verkehrsexperte gaben den Rückblick auf die Kriminalitätslage und Unfallentwicklung des Jahres 2011.

Zu bearbeiten hatte die Polizei in Wasserburg im Vorjahr 1323 Straftaten. Dies bedeutete entgegen dem Trend des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd einen deutlichen Rückgang von 82 Fällen oder 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies war die niedrigste Anzahl seit 1998. Aufgeklärt wurden 852 Delikte, das entspricht einer Aufklärungsquote von 64,4 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr blieben die Diebstahlsdelikte unverändert. Ladendiebstähle und einfache Diebstähle gingen um 19,7 Prozent beziehungsweise 3,2 Prozent zurück. Schwere Diebstähle stiegen um 7,1 Prozent an. Schwere Diebstähle aus Diensträumen/Büros verdreifachten, Wohnungseinbrüche vervierfachten und Tageswohnungseinbrüche verzehnfachten sich. Pkw-Diebstähle gingen dagegen um 71,4 Prozent zurück.

"Erfreulich", so die Polizei sei, dass die Gewaltkriminalität 2011 insgesamt um 51,4 Prozent sank. 159 (im Jahr 2010 waren es 141) vorsätzliche Körperverletzungsdelikte bedeuten ein mehr von 12,8 Prozent und 42 (Vorjahr 83) gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte einen Rückgang von 50,6 Prozent. Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen von 26 auf zwölf Anzeigen ab. Es musste beispielsweise 2011 keine einzige Anzeige wegen sexuellen Missbrauch von Kindern oder exhibitionistische Handlungen erstattet werden. Zudem konnten alle Sexualstraftaten geklärt werden.

Ein teures Ärgernis bleibt der Vandalismus, auch wenn sich die Fälle von Sachbeschädigungen an Autos leicht von 75 auf 72 Straftaten verringerten. Alle Sachbeschädigungen nahmen um neun Fälle von 175 auf 184 zu.

Zu bearbeiten hatte die Polizei letztes Jahr auch weniger Vermögens- und Fälschungsdelikte, es waren 241 Fälle, sechs weniger als 2010. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden in 68 Fällen (Vorjahr 67) zur Anzeige gebracht.

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2011 auf 1,671 Millionen. Im Vorjahr waren es noch 2, 412 Millionen.

Die Jugendkriminalität mit einem Anteil von 23,2 Prozent (Vorjahr 28,4%) ist seit vielen Jahren die mit Abstand geringste Quote. Von den 663 ermittelten Tatverdächtigen waren 154 jünger als 21 Jahre. 504 der Täter waren männlich, 159 weiblich.

Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag mit 83 ermittelten Tätern bei 12,5 Prozent.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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