Wenn das Wasser zur Gefahr wird

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Wasserburg - An diesem Wochenende werden wieder Tausende an die Seen und Flüsse pilgern. Doch Vorsicht: Das Badevergnügen endet immer wieder tödlich.

Durch Leichtsinn, Kreislaufprobleme, Alkohol oder Überschätzung ertrinken in den Sommermonaten in Deutschland täglich durchschnittlich zwei Menschen - im Jahr 2008 waren es 475 Personen (Quelle: Statista). Besonders gefährdet sind kleine Kinder: Bei ihnen gehört Ertrinken zu den häufigsten Todesursachen. Aber auch ältere Menschen gehören zur Risikogruppe. Wie in vielen lebensbedrohlichen Situationen kommt es auf schnelle Erste Hilfe an.

Nicht den Eigenschutz vergessen

Frank Schulz, Rettungsassistent der Johanniter in Wasserburg: "Vor einem Rettungsversuch sollte man unbedingt weitere Personen auf den Notfall aufmerksam machen, die über den Ruf 19222 den Rettungsdienst alarmieren sollen. Als Retter im Wasser darf man auf keinen Fall den Eigenschutz vergessen. Wenn möglich, reicht man der betroffenen Person einen schwimmenden Gegenstand, um direkten Kontakt zu vermeiden. Denn wenn sich der Ertrinkende in Panik an den Retter klammert, könnte er den Helfenden unter Wasser drücken." An Land muss schnell Erste Hilfe geleistet werden, bis der Rettungsdienst eintrifft. "Ist der Betroffene bewusstlos, wird er in die stabile Seitenlage gebracht. Atmet er nicht mehr, muss der Ersthelfer sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen", erklärt Frank Schulz.

30 Mal drücken, zwei Mal beatmen

Dabei geht es nicht darum, Wasser aus Lunge oder Magen herauszudrücken: "Das bringt nichts und kostet nur wertvolle Zeit", sagt Schulz. Stattdessen macht der Ersthelfer den Oberkörper des Betroffenen frei, sucht die Mitte des Brustkorbs und drückt mit übereinander gelegten Handballen das Brustbein vier bis fünf Zentimeter tief senkrecht Richtung Wirbelsäule. Die Druckmassage sollte eine Frequenz von etwa 100 Mal pro Minute haben, also ein bis zwei Mal pro Sekunde. Nach 30 Druckmassagen folgen zwei Atemspenden. Dazu muss der Ersthelfer den Kopf des Betroffenen vorsichtig nach hinten überstrecken. Der Helfer legt seinen geöffneten Mund über den Mund des Patienten und beatmet diesen zwei Mal langsam, bis sich dessen Brustkorb hebt und senkt. Danach folgen wieder 30 Herzdruckmassagen.

Quelle: rosenheim24.de

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