Westtangente: Berlin signalisiert grünes Licht

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Der geplante Verlauf der Westtangente.

Pfaffenhofen - Das Bundesverkehrsministerium hat den Bau der Westtangente jetzt in die Neubaumaßnahmen des Bundes aufgenommen:

MdB Daniela Ludwig: "Bau der Westtangente überfällig"

Das Bundesverkehrsministerium in Berlin hat die Weichen für den Bau der Rosenheimer Westtangente gestellt. Es nahm den ersten Bauabschnitt der Westtangente in die Liste der Neubau-Maßnahmen für 2012 auf.

Diese Liste beinhaltet Projekte, für die die zusätzliche Verkehrsmilliarde, die dem Verkehrsminister von der schwarz/gelben Regierungskoalition zur Verfügung gestellt wurde, verwendet werden soll. Dass auch die Westtangente dabei sein wird, erfuhr die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig aus sicherer Quelle. Bis zuletzt hatte die heimische Wahlkreisabgeordnete dafür gekämpft, dass der Bund die Westtangente berücksichtigt. Fast täglich stand sie deswegen mit Verkehrsminister Ramsauer in Kontakt.

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„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages wird voraussichtlich am 8. Februar über die Projektanmeldungen endgültig entscheiden.“, sagte Ludwig. Sie appellierte an die Abgeordneten im Haushaltsausschuss, Grünes Licht für die Mittel und damit für den Baubeginn der Westtangente zu geben. „Die Region Rosenheim gehört zu den stärksten und am schnellsten gewachsenen Wirtschaftsräumen Süddeutschlands. Deshalb ist der Bau der Trasse überfällig. Die Menschen entlang der jetzigen Bundesstraße 15 haben jahrzehntelang genug unter dem enorm gestiegenen Verkehrsaufkommen gelitten. Auch darum ist ein schneller Baubeginn dringend erforderlich. Die Entscheidung, das Projekt in die Liste der Straßen-Neubauten aufzunehmen, war ein politischer Kraftakt, den es in Berlin durchzusetzen galt.“

Wie mehrfach berichtet, stellt die Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2012 rund eine Milliarde Euro zusätzlich für Verkehrsprojekte in Deutschland bereit. Davon fließen 600 Millionen Euro in den Straßenbau. Der überwiegende Anteil geht in Beschleunigungs- und Erhaltungsmaßnahmen. Davon wird auch die Inntalautobahn A 93 zwischen Rosenheim und Kiefersfelden profitieren.

Ein nur kleiner Anteil wird für Neubeginne zur Verfügung gestellt.

„Vor diesem Hintergrund ist es umso bedeutsamer, dass der Baubeginn der Westtangente als Neubauprojekt beim Haushaltsausschuss angemeldet wurde.“, betonte Ludwig. „Das zeigt, dass sich der Bundesverkehrsminister der Bedeutung der Westtangente in höchstem Maße bewusst ist.“

Daniela Ludwig bedankte sich auch bei Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Landrat Josef Neiderhell und den Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Annemarie Biechl für die Unterstützung. „Dieser Schulterschluss war sehr wichtig. Die CSU hat hier im Sinne der Anwohner gehandelt und nie locker gelassen. Ich hoffe jetzt für die Menschen und die Gemeinden entlang der B 15, die immer wieder auf das Problem aufmerksam gemacht haben, dass der Haushaltsausschuss Grünes Licht für die Westtangente gibt.“

Pressemitteilung Daniela Ludwig

Das sagt Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer:

„Der lange und hartnäckige Kampf für die B15- Westtangente beginnt sich auszuzahlen. Die Aufnahme dieses wichtigen südbayerischen Infrastrukturprojekts in die Neubaumaßnahmen des Bundes ist das Signal, dass der Bund grünes Licht für diese Maßnahme geben will. Damit kommt die sog. Nachschiebe- Milliarde des Bundes auch einem der stärksten Wirtschaftsräume Deutschlands zugute“, stellte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zur Meldung der heimischen Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig fest, die von der Aufnahme der B15- Westtangente in die Liste der neu zu beginnenden Verkehrsprojekte berichtet hatte. „Ich hoffe sehr, dass die Bundesmittel ausreichen werden, um den 1. Bauabschnitt in Angriff nehmen zu können. Den heimischen Abgeordneten, allen voran Daniela Ludwig als Mitglied des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag gilt mein herzlicher Dank für die nachhaltige und engagierte Verfolgung dieses Projekts. Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer danke ich, dass er in nachbarschaftlicher Solidarität zu diesem Projekt steht. Auch der Bürgerinitiative zur B15 gilt mein Dank, dass sie in ihrem Ringen um dieses Projekt immer an der Seite der Stadt, des Landkreises und unserer Mandatsträger gestanden ist, so die Oberbürgermeisterin.

Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl wies darauf hin, dass mit dieser Grundsatzentscheidung die Verhinderungs- und Blockadestrategie des Bundes Naturschutz gegen dieses Projekt nicht aufgegangen sei. Der Bundesverkehrsminister habe zugunsten der Menschen entlang der vielbefahrenen Trasse entschieden.

„Ich hoffe im Interesse der vielen tausend Lärm- und Abgasgeplagten Menschen entlang der Hubertusstraße und der bisherigen Trasse der B15, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags die Entscheidung des Bundesverkehrsministers bestätigt“, so Gabriele Bauer.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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