Raus ins Wintervergnügen

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Rodelspaß gestern Nachmittag in Soyen. Zum Schlittenfahren reicht der Schnee überall und auch mitten in Wasserburg vergnügen sich die Kleinen begeistert mit ihren Plastikrutscherl auf den angehäuften Schneebergen.

Wasserburg - Endlich: Nach den trüben Tagen scheint die Wintersonne vom blauen Himmel, endlich hinaus ins Wintervergnüngen, allerdings mit Einschränkungen.

Sieben Zentimeter Eisstärke hat Manfred Lunghammer gestern Mittag am Rotter Ausee gemessen, drei bis vier Zentimeter Schnee liegen auf dem Eis, Eisstockschützen und Schlittschuhläufer müssen also noch warten. Langläufer können loslegen, die Loipen sind gespurt.

Die sieben und 15 Kilometer lange Loipe in Schnaitsee ist gespurt, für klassiche Langläufer wie für Skater. Vom Parkplatz beim Sportvereinsheim geht die Loipe los, "der ist immer voll, sogar letzten Sonntag kamen die Leute hauptsächlich aus der Mühldorfer und Waldkraiburger Gegend", sagt Josef Unterforsthuber. Ein bisschen mehr Schnee allerdings bräuchte die Loipe Richtung Waldhausen.

Stockschießen auf dem Weitsee ist noch kein Thema, aber auf dem Baggersee im Seengebiet seien die Stockschützen schon unterwegs und auf dem kleinen Habam Mösl im Norden von Schnaitsee, der richtig im Schatten liege und auch nicht tief sei, würden sich die Kinder zum Eishockey treffen. Aber es müssen ja nicht die klassischen Wintersportdisziplinen sein. "Die Nordic Walking-Gruppen treffen sich bei jedem Wetter, auch jetzt", so Unterforsthuber, der beobachtet, dass dies ein fast ausnahmsloser weiblicher Sport ist, "kaum ein Mann geht die sieben Kilometer-Runde".

Nach einem kurzen Winterintermezzo lange vor Weihnachten geht die Wintersaison vor der Haustür erst jetzt so richtig los und zumindest die nächsten Tage soll es so werden, wie es sein soll im Januar: Knackig kalt, blauer Himmel, Sonne, gut wär ein bisschen mehr Schnee. "Da merkt man jeden Zentimeter an Höhe", sagt Georg Kurzmaier vom Haager Skiclub. Erstmals hat man diese Woche in Haag das Schneemobil diese Woche eingesetzt, die Loipen, die am Hofcafé Grandl beginnen, sind gespurt. Georg Kurzmaier wird so bald wie möglich mit seinen Langlaufskiern nach Lappach fahren. In dem Ortsteil von St.Wolfgang kümmert sich der Sportverein Dorfen um die Loipen mit Längen zwischen vier und zwölf Kilometern, mit Skatingspur, "die gehen immer als erstes", sagt der Wintersportfan Kurzmaier.

Einer der ersten Vereine mit eigenem Spurgerät war der Wintersportverein Zellerreit. "Die Loipe ist in Betrieb, aber nur die zweieinhalb Kilometer lange, es hat leider zu wenig Schnee", sagt Vereinsvorsitzender Wolfgang Rau. Die Homepage des Vereins informiert aktuell über die Loipen-Situation in Ramerberg und über die Angebote, zum Beispiel die Langlaufkurse in Ramerberg für alle Altersklassen. Und die werden richtig gut angenommen, so haben sich für die Ferien im Februar um die 25 Kinder angemeldet. "Wenn es hier nicht geht, fahren wir nach Oberaudorf", sagt Wolfgang Rau.

Loipenspurgeräte haben auch der Maitenbether Sportverein oder der Ameranger. Seit letztem Jahr weden im Ameranger Moos unterschiedlich lange Loipen gespurt und wenn richtig viel Schnee liegt, können die Fans richtig lange auf ihren Langlaufskieren durch die Wälder und über die Wiesen gleiten, dann kommt aus Richtung Halfing das dortige Spurengerät den Amerangern entgegen. "Dazu langt der Schnee noch nicht", sagt Helmut Russler. Den Walking-Gruppen ist das egal, "überall können unterschiedliche lange Rundweg gewalkt werden", so Russler.

Erste Stockturniere an den kommenden Tagen sind in Schnaitsee auf dem Bernöder Weiher angekündigt. Am Rotter Ausee lässt Manfred Lunghammer das Warnschild noch stehen, erst bei zehn Metern Eisstärke gibt er die Eisfläche frei. Und Wasserwachtchef Freddy Eisner warnt: "Mit der Schneedecke auf dem noch nicht allzu dickem Eis ist es jetzt saugefährlich. Unbedingt noch ein paar Tage warten".

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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