HEP wird größer und besser erreichbar

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Noch wächst der Mais, wo künftig neue Läden den Haager Einkaufspark erweitern sollen. Die direkte Zufahrt soll durch einen Kreisverkehr erfolgen.

Haag - Der Haager Einkaufspark soll erweitert werden. Außerdem will der Investor einen Kreisverkehr bauen, um die Zufahrt zu verbessern.

Nach längerem Stillstand soll es im Haager Einkaufspark (HEP) nun auch beim letzten Bauabschnitt wieder vorangehen. Der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats gab einstimmig grünes Licht für einen Kreisverkehr auf der B15 an der Brücke als zusätzliche Ein- und Abfahrt.

"Das Straßenbauamt begrüßt den Antrag", gab Bürgermeister Hermann Dumbs vorweg bekannt. Antragsteller ist der Bauträger und Investor des Zentrums der Haager Supermärkte im Westen, die TBK (Ten Brinke Küblböck). Für diese Maßnahme wird eine Änderung des Bebauungsplans nötig. Der Bauträger will die Änderung auf seine Kosten ausführen.

Grund für die Neuerung sei, so Bürgermeister Hermann Dumbs, dass mit einer besseren Erschließung des letzten Bauabschnitts auch eine bessere Bebauung zu erwarten sei. Mit dem neuen Kreisverkehr könnten die Einkäufer aus dem Norden des Haager Landes sofort von der Brücke aus abbiegen. Eine Abzweigung zur Tankstelle werde ebenfalls ermöglicht.

Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU) erinnerte in der Debatte an das kürzlich erstellte seniorenpolitische Konzept für Haag. Danach sei es ein großes Anliegen der Nutzer der Haager Supermärkte, dass in dem Einkaufsareal eine öffentliche Toilette errichtet werde. Darauf solle der Gemeinderat im Rahmen der Änderung des Bebauungsplans drängen.

Für Dumbs dagegen hat die Einbeziehung einer Toilette nichts mit der Änderung zu tun. Dazu müsse der Erschließungsvertrag geändert werden. Einen Kompromiss konnte er sofort ankündigen: Es werde demnächst ein Kiosk öffnen, der ein öffentliches WC aufweise.

Der schon länger von den Nutzern des HEP und vor allem von den Bewohnern Rosenbergs beantragte Kreisverkehr an der Einmündung der Rosenberger Straße wird mit diesem Kreisel an der Brücke nicht hinfällig. "Der ist nach wie vor möglich", so Dumbs. Der Kreisverkehr an der Brücke werde später in das Eigentum des Bundes, der an der Rosenberger Straße in die Haager Zuständigkeit übergehen.

Zur Verkehrssituation hielt man fest, dass der zusätzliche Kreisverkehr für Durchfahrer von auswärts den zeitlichen Aufwand erhöhe. Er könne damit zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens im Zentrum beitragen.

Stefan Högenauer (CSU) bemängelte, dass die weitere Ansiedlung von Gewerbe im letzten Bauabschnitt nicht vorwärts gehe. Dazu gab Andreas Kern von der TBK auf Nachfrage bekannt, dass bislang ein Anbieter im "mittelpreisigen Schuhsegment" feststehe. Die aktuellen wirtschaftlichen Faktoren hätten die Investoren vorsichtig werden lassen. Ein Anliegen war die bessere Anbindung des HEP. Mit der einzigen bisherigen Zufahrt wären die Kunden im letzten Bauabschnitt in eine Sackgasse gekommen. Der Kreisverkehr ermögliche die Durch- und Abfahrt.

Generell stufte Andreas Kern das Haager Supermarktzentrum am Straßenkreuz der B12 und B15 als "kleine Erfolgsgeschichte" ein: "Als wir 2001 damit begonnen haben, hätten wir das nicht geglaubt." Nun werde der Bauträger, wenn die Planung glatt laufe, die Interessenten nochmals angehen. Mit einer Verwirklichung des Abschnitts sei dann im Frühjahr 2011 zu rechnen. xy

Quelle: rosenheim24.de

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