Nicht nur Jubel über RORO-Expansion

St. Wolfgang - Die Firma RORO, einer der europäischen Marktführer bei Herstellung und Vertrieb von Türen und Fenstern, erweitert erneut den Betrieb.

Die erneute Erweiterung des Gewerbegebiets Kalkgrub war im Rahmen der achten Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) ein Reizthema im Gemeinderat. Für die Aufnahme einer Fläche zur Erweiterung Kalkgrub, das den Bau einer Betriebshalle und Parkplätzen ermöglichen soll, stimmten 13 Gemeinderäte. Vier verweigerten ihre Zustimmung.

Antragsteller trägt alle Kosten

Der Antragsteller, das Unternehmen der Familie Rott, muss für eine Aufweitung der Zufahrtsstraße auf 5,5 Meter Breite von der B 15 bis zum Betrieb sorgen und die Kosten tragen. Art und Größe der Bebauung auf der Erweiterungsfläche sollen dann im notwendigen Bebauungsplanverfahren vom Gemeinderat festgesetzt werden.

Auf dem Areal ist ausschließlich die Firma RORO angesiedelt. Die baulichen Veränderungen des Unternehmens seien inzwischen "als Bestand dargestellt", erklärte Bürgermeister Jakob Schwimmer (CSU). Nun möchte der Betrieb wieder erweitern. "Dem sollten wir nachkommen", so Schwimmer. Eine Vergrößerung der Gebäudeflächen bis 50 Prozent sei "rechtlich zulässig".

Rupert Numberger (SPD) kritisierte die erneute Erweiterung in Kalkgrub. Das Gebiet nehme zu große Dimensionen an. Da werde dem Antragsteller "ein Geschenk von über einer Million Euro gemacht". Die Gemeinde hätte wie sonst üblich, den Grund zunächst kaufen sollen, um eine Wertabschöpfung zugunsten der Allgemeinheit vornehmen zu können. Schließlich würde "Ackergrund veredelt". Der steige "von vier auf vierzig Euro im Wert" je Quadratmeter, schätzte Numberger.

"Keine Prügel zwischen die Füße"

Es gebe "kein Geschenk", betonte Schwimmer. An Gewerbegrund habe die Gemeinde bisher nichts verdient. Das Unternehmen habe eine Menge Leute beschäftigt "und zahlt im hohen Bereich Steuern", erinnerte er. Franz Finger (CSU) mahnte, dass "anderswo Gemeinden nach Firmen suchen" und froh wären, um so einen Betrieb, der Arbeitsplätze schaffe. Dem Unternehmen "sollten keine Prügel zwischen die Füße geworfen werden".

Unstrittig waren die Areale im Flächennutzungsplan für die geplante TSV-Sportplatzerweiterung, das Vereinsheim des Gartenbauvereins und den Minigolfplatz Endgassen darzustellen.

re

Quelle: rosenheim24.de

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