Eiselfing

Zeichen für Ausdauer und Gemeinsinn

Wie auf dem Münchner Stachus kam man sich am Freitag und Samstag auf der sonst so ruhigen Straße zwischen Eiselfing und Alteiselfing zeitweise vor: Rund 1100 Läufer pendelten dort hin und her beim zwölften "Lauf für ein Leben".

"Zehn Kilometer sollte man schon laufen können, wenn man ein Sportler ist". Dies meinte der bekannte Kugelstoßer Robert Dippl vor dem Start beim "Lauf für ein Leben", der am Freitag und Samstag wieder zahlreiche Gäste und vor allem Schüler aus nah und fern herausforderte, die eigene Leistungsfähigkeit auszutesten.

Schülerrekord 2009 mit 70 Kilometern

Der mittlerweile weit über die Region hinaus bekannte Lauf zu Gunsten des Projekts "Land für Indios" in Ecuador, den die Grund- und Hauptschule Eiselfing heuer zum zwölften Male ausrichtete, stand dabei auch wettermäßig unter einem guten Stern. Neben zahlreichen persönlichen kleineren Rekorden hatten sich einige Läufer die magische Grenze von 150 Kilometern zum Ziel gesetzt (siehe eigener Bericht). Bester Schüler wurde Gino Borowicz aus der Eiselfinger 6a. Er schaffte 70 Kilometer.

Zudem hatten bereits am Freitagvormittag gut 600 Läufer der Nachbarschulen und etwa 180 aus der Schule Eiselfing nach der Startfeigabe durch Bürgermeister Rupert Oberhuber auf der Pendelstrecke zwischen Eiselfing und Alteiselfing jede Menge Sponsorengelder erlaufen, die Gesamtsumme steht ob der Teilnehmerzahl von insgesamt rund 1100 und zum Teil mehreren Sponsoren pro Läufer noch nicht fest.

Zehn Kilometer Minimum hatte sich Kugelstoßer Robert Dippl vorgenommen. Kein Problem für den starken Mann aus Soyen.

Am Samstagvormittag waren bei strahlendem Sonnenschein und idealen Laufbedingungen nochmals gut 300 Läufer der gastgebenden Schule und zahlreiche Laufsportler - unter anderem wieder aus Österreich und Italien - unterwegs. Die älteste Teilnehmerin war immerhin bereits 85. Schwerpunktmäßig ging es aber bei aller Lauffreude vor allem darum, einerseits das Gefühl eines sozialen Miteinanders zu bestärken, andererseits aber auch die eigenen Leistungsgrenzen auszuloten. Die familiäre, freundliche Stimmung und die heitere Atmosphäre inspirierten zudem so manchen Läufer dazu, sein Wiederkommen und Engagement im nächsten Jahr gleich noch vor Ort zu bestätigen. Alle Mithelfer und Organisatoren, an der Spitze Elfi Reischl, die wieder für einen perfekten Ablauf gesorgt hatten, fühlen sich bestätigt, an einer wirklich guten Sache mitgewirkt zu haben.

Immer fleißig Kilometer abstempeln, damit am Ende die einen stolz sein können und die anderen den Überblick behalten.

Das zwischenzeitlich sehr erfahrene Team aus Kollegen und Kolleginnen, den Pensionisten der Schule und dem Elternbeirat schufen die Basis. Die vielen helfenden Schüler und Schülerinnen, die Mitglieder des Katholischen Landvolks und des TSV Eiselfing, der mit mehreren Zelten aushalf, die Organisatoren aller teilnehmenden Schulen, aber auch die Johanniter, die kurzfristig für den Sanitätsdienst eingesprungen waren, alle steuerten ihr Bestes zum nahezu reibungslosen Ablauf des Projektes bei, unter ihnen natürlich der bekannte "Motor des Laufes", Dietmar Mücke. Erfreulicherweise waren auch dank seiner Beratung erneut keine Verletzungen bei den Läufern zu vermelden, die Erste Hilfe mit Pflastern blieb die Ausnahme.

Buntes Programm für die Gäste

Für Unterhaltung der Gäste sorgte unermüdlich die Ex-Schulband "PTO" zusammen mit der Lehrerband "Hörsturz". Laufparcours, Wurfbude und Trampolin, Bewirtung aller Art und weitere Angebote sorgten für Unterhaltung und beste Laune. Gekonnt führten die Ansager Gerhard Hoffmann und Jakob Seitzl als bewährtes Team mit aktuellen Ansagen, Interviews und Begleitgeschichten durch das Programm. Dekan Josef Reindl zeigte sich als Kirchenvertreter höchst erfreut über das soziale Engagement. Leistung und Herausforderung bei der Findung eigener Grenzen seien wichtig. Er wünschte sich aber ebenso, dass die christlichen Werte und Ideen im Zusammenhang mit dem Lauf auch über den Tag hinaus lebendig blieben.

Bei soviel guter Stimmung und positiver Ausstrahlung von Schülern und Gästen konnte Schulleiter Karlheinz Rieger erneut mit viel Freude feststellen, dass so mancher Schatz in den einzelnen Schülern und Schülerinnen steckt. Ihn freute vor allem, dass die Allermeisten sich von den Leistungen des Vorjahres hatten anspornen lassen ihre früheren Rekordergebnisse noch zu toppen. Dieses Signal für Ausdauer und sozialen Gemeinsinn, das im Bereich des Projektes "Eiselfing bewegt sich" eine besondere Bedeutung hat, zeige, so Rieger, dass die Aufgabe einer Schule mehr sein könne als nur zu unterrichten. Anstrengungsbereitschaft und sozialer Sinn könnten mit Hilfe eines solchen Projekts von klein auf erfahren und umgesetzt werden.

Bei der Verlosung zahlreicher Preise und vor allem des großen Trampolins, das eine Neudecker Firma für die Tombola gespendet hatte, war das Losglück Julian Mayr hold. Da nicht alle Losbesitzer anwesend waren, warten noch Gewinne auf ihre Abholer. Auf der Homepage der Schule unter www.vs-eiselfing.de können die gezogenen Nummern nachgeschlagen werden. Die Besitzer der Lose sollten sich bald bei der Schule melden. kr

Quelle: rosenheim24.de

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