Runterbremsen auf Tempo 20

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In Rosenheim ist das Schild schon zu sehen: Zone 20 gilt dort rund um den Ludwigsplatz und in der Münchener Straße.

Wasserburg (WZ) - Wasserburg bekommt voraussichtlich eine neue verkehrsrechtliche Kategorie: Wenn der Sadtrat zustimmt, werden in der Altstadt mehrere Straßen zum "verkehrsberuhigten Geschäftsbereich".

Wie kann man die Beschliderung in der Altstadt vereinfachen? Diese Frage sei Ausgangspunkt gewesen, wieder einmal über das Verkehrskonzept nachzudenken, so Bürgermeister Michael Kölbl im Bauausschuss. Wirklich ändern solle sich dabei nichts, aber es sollte für alle Verkehrsteilnehmer transparenter werden, wo sie sich gerade bewegen, wie schnell sie fahren dürfen und wer welche Rechte hat. Der Vorschlag der Verwaltung dazu: Einrichtung eines "verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs" für die Straßen im Altstadtzentrum, die nicht schon Fußgängerzone oder verkehrsberuhigte Zone sind. Der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich bedeutet in der Praxis Tempo 20. Und das soll künftig auf der kompletten Innenstadt-Schleife gelten, also vom Bahnhofsplatz über den Weberzipfel durch die Ledererzeile und wieder hinaus auf der Schlachthofstraße, aber auch bei der Weiterfahrt durch Färbergasse und Herrengasse. Dafür genügt dann ein Schild am Anfang und am Ende der Zone.

m Grundsatz gefiel dieses Vorhaben den Ausschussmitgliedern. Im Detail gab es aber einige Anregungen. So wünschte sich Christian Stadler (Grüne) in der Färbergasse und Herrengasse eine weitergehene Einschränkung, nämlich als verkehrsberuhigte Zone, also Schritttempo und Vorrang der Fußgänger. Sonst sei das ein Flickerlteppich, meinte er: Tempo 5, dann Tempo 20, dann wieder Tempo 5. Die Verwaltung sah andere Probleme. Zum einen würden sich die Autofahrer auf längeren druchgehenden Strecken wie in der Färbergasse erfahrungsgemäß nicht an die Schrittgeschwindigkeit halten, so Verkehrs-Sachbearbeiter Helmut Schmid. Zum anderen habe die Polizei entsprechende Kontrollen nur dann zugesagt, wenn Tempo 20 angeordnet werde. Und schließlich seien auch die baulichen Voraussetzungen für eine verkehrsberuhigte Zone gar nicht gegeben, da eigene Gehwege vorhanden seien, "ganz bewusst angelegt", wie an frühere Ausschussentscheidungen zur Färbergasse erinnert wurde.

Schließlich gab es mit zwei Gegenstimmen die Empfehlung an den Stadtrat, den bisher in Wasserburg noch nicht vorhandenen "verkehrsberuhigten Geschäftsbereich" entsprechend des Verwaltungsvorschlages im Zentrum einzurichten.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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