CSU für zügigen Planungsdialog

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auf dem Bild von rechts nach links: Florian Gerthner, MdB Daniela Ludwig, BM Dr. Peter Ramsauer, JU-Vorstandsmitglied Tae Su Yoon (Daniel Artmann nicht im Bild)

Landkreis - Der CSU Parteitag hat einen Antrag der Jungen Union beschlossen, in dem es um die Gestaltung der Brennerzulaufstrecke geht.

Die CSU setzt sich jetzt auch überörtlich für eine verträgliche Gestaltung der Brennerzulaufstrecke ein. Der CSU-Parteitag beschloss hierzu einstimmig einen Antrag der Jungen Union aus Rosenheim Stadt und Land mit Unterstützung der örtlichen CSU Verbände und Abgeordneten. Hierzu erklärten die beiden JU Kreisvorsitzenden Daniel Artmann und Florian Gerthner: „Es freut uns, dass wir auf Landesebene die CSU für die speziellen Thematik dieses wichtigen Schienenprojekts sensibilisieren konnten. Durch das einstimmige Votum der Delegierten des CSU-Parteitags sind unsere Forderungen nach einem zügigen Planungsbeginn unter enger Abstimmung mit der Bevölkerung gestärkt worden. Es wurde bestätigt, dass wegen der spezifischen topographischen Situation im Inntal zusätzliche Parallelgleise nur bei weitgehender Einhausung oder als Tunnellösung in Frage kommen!“ Auch die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig setzt sich gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Ramsauer für die Brennzulaufstrecke ein und freute sich über die große Unterstützung der Delegierten. 

In dem beschlossenen Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, umgehend Planungen in Auftrag zu geben, wie der gesteigerte Schienenverkehr zukünftig von München zur Bayerisch-Tiroler Landesgrenze geführt werden kann. Dabei sind die betroffenen Gemeinden frühzeitig zu beteiligen. Der von Bundesminister Dr. Peter Ramsauer angekündigte Planungsdialog wird im Antrag ausdrücklich begrüßt. Bei den Planungen sei jedoch zu beachten, dass für das bayerische Inntal wegen der spezifischen topographischen Situation zusätzliche Parallelgleise nur bei weitgehender Einhausung oder als Tunnellösung in Frage kommen. Des Weiteren fordern die Jungpolitiker, dass die Stadt Rosenheim nicht vom Personenfernverkehr abgehängt werden darf. 

Der beschlossene  Antrag im Wortlaut: 

Die prognostizierte Zunahme des Schienenverkehrs zwischen München und Verona, insbesondere durch den Bau des Brennerbasistunnels zwischen Tirol und Südtirol, bedeutet erhebliche Auswirkungen auf das bayerische Inntal. Die Planungen für die Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel auf deutscher Seite sind bisher kaum vorangeschritten. Deshalb muss der von Bundesminister Dr. Peter Ramsauer vorgeschlagene Planungsdialog nun zügig begonnen wird. Voraussetzung hierfür ist, dass es keine planerische Vorfestlegung gibt und der Dialogprozess für alle Beteiligten jederzeit transparent sowie nachvollziehbar ist.

Durch das bayerische Inntal führen bereits jetzt die Bundesautobahn A 93, die Staatsstraße 2089, die bestehende zweigleisige Bahnstrecke, eine Starkstromleitung und Pipelines für Öl und Gas. Der Bereich des bayerischen Inntals ist von der Staatsgrenze bis zum Bergfuß zum Teil nur gut 500 Meter breit. Rund 400.000 Übernachtungen jährlich belegen zudem die hohe Bedeutung des Fremdenverkehrs für die bayerischen Inntal-Gemeinden. Eine zusätzliche Lärmbelästigung ist den Bürgern des bayerischen Inntals und den Urlaubsgästen nicht zuzumuten.

Daher kann ein Ausbau der Schienenverkehrswege von zwei auf vier Gleise nur bei weitgehender Einhausung oder als Tunnellösung realisiert werden. Sollte sich die vorhandene zweigleisige Bahnstrecke als ausreichend erweisen und nur die Zugfrequenz erhöht werden müssen, sind zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen zu ergreifen, wie sie für Neubaustrecken üblich sind.

Die Entwicklung und Bedeutung Rosenheims ist von jeher eng mit der überregionalen Verkehrsanbindung der Stadt verbunden. Von den Römern (pons aeni) über die Innschifffahrt und den Bau der Eisenbahnlinien München-Salzburg / München-Innsbruck-Brenner bis zum Bau der Autobahnen A8 / A 93 hat sich Rosenheim als wichtiger Verkehrsknotenpunkt herausgestellt. Um diesen positiven und wirtschaftlich erforderlichen Standortfaktor zu erhalten ist es zwingend notwendig, dass die Stadt Rosenheim nicht vom Personenfernverkehr abgehängt wird.

Pressemitteilung CSU Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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