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Wasserburg - Die Grundidee von Wunschbaum ist klar: Kindern aus finanziell angeschlagenen Familien etwas zu bieten. So soll es bleiben, meinen die Vereinsmitglieder.

Kindern aus finanziell angeschlagenen Familien etwas zu bieten, das ist die Grundidee des Vereins "Wasserburger Wunschbaum". Begonnen hat es vor vielen Jahren, noch als Privatinitiative, mit Weihnachtsgeschenken. Und das ist nach wie vor der Schwerpunkt. Rund 130 Mädchen und Buben wurden 2011 beschenkt, am Heiligabend-Vormittag war Bescherung in den Räumen der Wasserburger Tafel, die Mütter des Montessori-Kindergartens unterstützten die festliche Atmosphäre mit einem Kuchenbuffet.

Im vergangenen Sommer kam erstmals eine zweite große Aktion dazu: Für Erstklässler aus entsprechenden Familien gab es niegelnagelneue Schulranzen - gefüllt mit allen, was ein Schulanfänger so braucht. Die älteren Kinder bekamen coole Rücksäcke. Gut 30 Kinder und Jugendliche wurden ausgestattet, berichteten die bei dieser Aktion federführenden Karlheinz Rieger und Sylvia Hampel.

Ein Zoo-Besuch oder Toben im Indoor-Spielplatz, das ist für finanziell angeschlagene Familien nicht zu finanzieren. Für den Wunschbaum schon und so fuhr im August ein Bus nach Hellabrunn, kurz vor dem Jahreswechsel ein zweiter nach Bad Aibling. Ausflüge soll es auch dieses Jahr wieder geben, ebenso wie Ranzen für die Erstklässler und Weihnachtsgeschenke. Ob und wenn ja wie der "Wasserburger Wunschbaum" heuer beim Christkindlmarkt vertreten sein wird, darüber wird noch diskutiert.

Dass 2011 ordentlich abgerechnet ist, darüber berichtete Kassiererin Lisa Fichter, bestätigt wurde das durch eine Kassenprüfung von Vera Berninger. Lisa Fichter merkte an, dass der "Wasserburger Wunschbaum" im vergangenen Jahr fast ein Luxusproblem hatte, in diesem Jahr sei das Spendenaufkommen noch nicht so groß.

In den letzten zwei Jahren erreichten den Wunschbaum immer mehr Anfragen für Dinge, für die eigentlich andere Stellen, ob Amt oder Krankenkasse, zuständig sind, stellte das Vorstandsteam rund um den Vorsitzenden Peter Fichter fest. Zusammen mit den Mitgliedern beschloss man nun, diese Aktivitäten einzuschränken, sich auf die Wunschbaumwurzeln zu besinnen.

Allerdings sollen Familien im Notfall nicht im Regen stehen, da waren sich die Wunschbaum-Vereinsmitglieder einig. Um dringende Fälle abfedern zu können, sollten sich die auf sozialem Gebiet tätigen Vereine und Institutionen besser vernetzten, als dies bisher der Fall sei. Das gehe nach Ansicht von Fichter am schnellsten über ein nach außen geschlossenes Netzwerk im Internet.

Wenn dort zu finden sei "Wer plant was? Wer weiß was? Wer braucht was? Wer hat was?", dann könne die Krankenkassenmitarbeiterin aus Verein A den Hilferuf nach Ersatz für eine zerbrochene Kinderbrille von Institution B beantworten, findet die wegen Haushaltszusammenlegung überzählige Waschmaschine einen neuen Besitzer und sind Kinder von Institution X beim Ausflug von Verein Y dabei. Erste Ideen für die Umsetzung wurden diskutiert.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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