Zustimmung für Zentrum wächst

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Rott - In Sachen Kindergarten läuft es in Rott immer mehr auf einen Neubau im Zentrum hinaus. Diesen Eindruck bestätigte in der letzten Gemeinderatssitzung selbst Dr.Jürgen Hüther (SPD), bisher schärfster Kritiker des von der CSU vor einigen Wochen wieder ins Spiel gebrachten Standortes.

Es ging im Gemeinderat eigentlich nur um eine Sachstandsinformation. Doch bei der Gelegenheit bestätigte Dr. Hüther, der die Sitzung als Zweiter Bürgermeister leitete, dass es doch eine "erkennbare Priorität" für einen Neubau an der Münchener Straße gebe. Und es gab keinen einzigen Widerspruch dazu.

Hüther las diese Tendenz beispielsweise aus dem Entwurf des Haushalts- und Investitionsplanes ab, in dem die entsprechenden Zahlen bereits berücksichtigt sind, einschließlich der 120000- Euro-Spende, die von der CSU an Land gezogen wurde und die den Kauf des teueren Grundstücks erst möglich macht. Aber auch von den Fachleuten der Ortsentwicklungsplanung seien "positive Signale" zu diesem Standort gekommen, informierte der Zweite Bürgermeister.

Probleme mit dem Provisorium

Einziehen will man im Sommer 2012. Bis dahin müssten die beiden provisorischen Kindergartengruppen der Gemeinde weiter genehmigt werden. Und ausgerechnet dabei haben sich in den letzten Wochen unerwartete Probleme ergeben: Das Landratsamt verknüpfte eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung mit "einigen Auflagen", so Hüther, für die er überhaupt kein Verständnis hatte.

So wurde darauf gepocht, dass im kommenden Herbst alle Rotter Kinder einen Kindergartenplatz bekommen. Ansonsten müsste eben ein Container aufgestellt werden. Nach der Statistik des Landratsamtes fehlen sechs Betreuungsplätze, nach den Unterlagen der Gemeinde allerdings nur zwei. Und die könnten auch noch untergebracht werden, wenn man statt bisher 22 nun 25 Kinder in einer Gruppe aufnehme, so Hüther.

Dieser Antrag wird nun gestellt. "Alles andere wäre ein Unding", ärgerte sich Hüther über die "harte Linie des Amtes, das sich nur an Paragrafen klammert, statt Lösungen zu suchen."

Etwas mehr Verständnis für die Position der Fachstelle hatten die Vertreter der CSU. Man müsse ja zugeben, dass das Provisorium schon seit nun sieben Jahren immer wieder verlängert werde, meinte Franz Ametsbichler: "Die wollen halt auch sehen, dass mal was weitergeht." Und das sei ja nun offensichtlich gegeben, war er "froh über die Entwicklung". Damit spielte er auf die offensichtliche Zustimmung für den Standort im Gemeinderat an. Immerhin hatte es bei der ersten Präsentation des Vorschlages nicht nur Jubel für den Vorstoß der CSU gegeben.

Bei intensiver gemeinsamer Arbeit könne man den Kindergarten vielleicht sogar schon 2011 in Betrieb nehmen, war Ametsbichler optimistisch. Hier allerdings war die Mehrheit etwas vorsichtiger, wobei vor allem die Finanzen gesehen wurden: Nächstes Jahr sind nur 500000 Euro im Haushalt angesetzt, und mehr wäre wohl auch beim besten Willen für die Gemeinde nicht zu finanzieren. koe

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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