Zuwachs an der FOS/BOS

Wasserburg - 20 Klassen der verschiedensten Ausrichtung haben jetzt an der Fach- und Berufsoberschule Wasserburg mit dem Unterricht begonnen.

Schulleiter Johann Schaller verzeichnet gerade an der Berufsoberschule (BOS) einen wesentlichen Zuwachs an Schülern. So gibt es dort in der zwölften Jahrgangsstufe gleich zwei Wirtschaftsklassen mit zusammen 45 Schülern. Und da erfahrungsgemäß fast die Hälfte der Wirtschaftszweigler auch noch die 13. Klasse dranhängen will um die Hochschulreife zu erlangen, ist Schaller relativ optimistisch, dass er im Schuljahr 2010/11 eine 13.Klasse BOS-Wirtschaft anbieten kann.

An der BOS gibt es zudem zwei zwölfte Klassen BOS-Technik. Und wieder eine Vorklasse. Die wird von jungen Leuten besucht, die nach dem Hauptschulabschluss eine Berufsausbildung machten und nun das Fachabitur machen wollen. Also zum Beispiel vom Schreinergesellen, der nun noch Holztechnik studieren möchte.

Die Fachoberschule (FOS) ist traditionell größer. Da tummeln sich in der elften Jahrgangsstufe gleich acht Klassen. Die beiden Technik-Klassen haben je 33 Schüler, die 77 Jugendlichen des Sozialwesen-Zweigs und die 75 der Wirtschaftszweiges sind in je drei Klassen aufgeteilt. Bemerkenswert ist laut Schaller, dass heuer fast alle, die sich für die FOS anmeldeten, auch tatsächlich am ersten Schultag erschienen. "Sonst ist es häufiger so, dass sich die Jugendlichen bei uns anmelden, sich aber parallel bewerben und sich dann doch für die Berufsausbildung entscheiden", so Schaller.

In der zwölften Jahrgangsstufe der FOS gibt es zwei Technik-, zwei Sozialwesen- und drei Wirtschaftsklassen. Hier hat Schaller die Hoffnung, dass er zum Schuljahresende zumindest eine Mischklasse Wirtschaft und Sozialwesen für die 13.Jahrgangsstufe bilden kann.

Zudem ist an der FOS ab dem Halbjahr wieder ein Vorkurs geplant. Der wird allen M-Züglern der Hauptschulen und den Wirtschaftsschülern, die Mathematik ausgelassen haben, angeboten.

Schaller weist darauf hin, dass für den Besuch der 13.Jahrgangsstufe an der FOS und BOS eine zweite Fremdsprache entgegen der landläufigen Meinung nicht zwingend notwendig ist. Ohne zweite Fremdsprache erwerben die Absolventen die fachgebundene Hochschulreife, das heißt sie können an der Universität alle Fächer studieren, die mit ihrer vorherigen Ausbildung zu tun haben. Wer eine zweite oder gar dritte Fremdsprache lernen will, kann an der FOS/BOS zwischen Französisch und Italienisch wählen. Mit der zweiten Fremdsprache wird dann die allgemeine Hochschulreife, besser bekannt als Abitur, erreicht.

Nachdem es im vergangenen Schuljahr Probleme für die Jugendlichen gegeben hatte, die ein 13. Schuljahr anhängen wollten (wir berichteten), weil in Wasserburg keine Klasse zusammenkam und es in Rosenheim Platzprobleme gab, ist Schaller zufrieden, dass seine ehemaligen Schüler weitgehend an den Fachoberschulen untergekommen sind, an die sie wollten. Die meisten in Rosenheim, einige aber auch in Erding, München und Altötting.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © www.fosbos-wasserburg.de

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