Zweiter Anlauf für Baugebiet Hochfeld

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Eiselfing - Im ersten Anlauf ist die Gemeinde Eiselfing bei der Ausweisung des Baugebietes "Hochfeld" durchgefallen. Jetzt wurde formal nachgebessert:

Nicht nur im Wasserburger Stadtrat stieß die Ausweisung des neuen Baugebietes nördlich von Bachmehring nur auf Begeisterung (wir berichteten). Das Landratsamt teilte im Juli mit, dass die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes so nicht genehmigungsfähig sei. Grund: Die Gemeinde sei nicht auf die Bedenken des Naturschutzes und die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes eingegangen, die von den Fachstellen des Amtes moniert wurden.

Wie berichtet will Eiselfing am Südhang nördlich von Bachmehring gut 21 000 Quadratmeter als Wohn- und Mischgebiet ausweisen. Begründet wurde dies mit dem dringenden Bedarf an Bauflächen für die einheimische Bevölkerung.

Diese Begründung alleine, so das Landratsamt, reiche aber nicht aus, um die ökologischen Bedenken zu entkräften. Auf die müsse schon eigens eingegangen werden. Und so erledigte der Gemeinderat seine Hausaufgaben und nahm eine neue Abwägung vor.

Inhaltlich allerdings wurde dabei nichts geändert. Hauptbegründung bleibt, dass es in Eiselfing de facto keine Bauflächen mehr gibt. Denn die Bereiche, die an vorhandene Bebauung angrenzen und daher besser geeignet wären, stünden trotz entsprechender Gespräche nicht zur Verfügung. Daher habe man sich "trotz der vergleichsweisen Schwere des Eingriffs in Natur und Landschaft" dafür entschieden, hier am Hochfeld aus landwirtschaftlichen Flächen Bauland zu machen. Das werde ja durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Bisher war die Grenzlinie der Ortsbebauung im Flächennutzungsplan eindeutig vor dem Baugebiet gezogen und die künftige Baufläche als wichtige klimatische und biotische Ausgleichsfläche festgelegt.

Bedenken werden nicht geteilt

Die mit der Bebauung verbundenen Bedenken und Forderungen der Unteren Naturschutzbehörde werden im Detail auch im zweiten Durchgang nicht geteilt. So wird beispielsweise eine geforderte Verbesserung der Ortsrandeingrünung abgelehnt. Nur die verlangte Sicherung der Ausgangsflächen im Grundbuch wird nun vorgenommen.

Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung inhaltlich mit den Problemen nicht mehr. Ohne Vortrag und Diskussion wurden zwei formale Beschlüsse gefasst, mit denen die vom Landratsamt monierten Mängel "geheilt" werden sollen. Dies sei ausreichend, habe das Landratsamt signalisiert, so Bürgermeister Rupert Oberhuber.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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