Zwölf Morde und andere Greueltaten

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Schnaitsee - In den ersten Mai-Tagen findet an der KZ-Gedenkstätte bei Sandgrub regelmäßig ein Gedenken an den grausamen Marsch von KZ-Häftlingen statt, die bei Kriegsende 1945 auch durch Schnaitsee getrieben wurden und von denen zwölf nahe des Mahnmals zu Tode kamen.

Der Heimatverein Schnaitsee kümmert sich um die Ausrichtung, der Musikverein Schnaitsee trug unter der Leitung von Rupert Schmidhuber Marienlieder zum Mitsingen vor. Ortsheimatpfleger Reinhold Schuhbeck wies dabei darauf hin, dass unter dem Nazi-Regime auch Gräueltaten in unserer Heimat geschehen sind, auch vor den Morden von Sandgrub. Stellvertretend machte er aufmerksam auf das Schicksal eines Pflegekindes aus Waltlham, das allein wegen seines dunkelhäutigen Aussehens 1944 von seiner Pflegefamilie abgeliefert werden musste und wohl in der Tötungsanstalt in Hartheim bei Linz umgebracht wurde.

Die Familie versuchte noch jahrelang, das Schicksal ihres Mädchens herauszufinden. Reinhold Schuhbeck zog daraus die Lehre, dass die Bürger bereits Anfängen von lebensverachtenden Ideologien entgegen treten müssen. Religionslehrer Christian Sigl stellte die Maiandacht unter das Motto "Maria - Königin des Friedens". Elisabeth Heiß trug die Fürbitten vor. Abschließend dankte Heimatvereins-Vorstand Georg Strobl allen Mitgestaltern der Feier und den Sandgruber Familien für die Pflege der Gedenkstätte.

Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser