„Euch kennt man nicht auseinander“

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v.l. Aufsichtsratsvorsitzender der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG Josef Stadler, Vorstandssprecher der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG Konrad Irtel, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Mangfalltal-Rosenheim eG Hubert Kamml, Aufsichtsratsvorsitzender der VR Bank Mangfalltal-Rosenheim eG Felix Schwaller.

Rosenheim – Seit Jahren bestehen in sechs Orten im Landkreis Rosenheim zwei verschiedene VR-Banken nebeneinander. Damit ist jetzt Schluss:

Vor rund einer Woche wurde bekannt: die beiden VR-Banken Rosenheim-Chiemsee eG und Mangfall-Rosenheim eG wollen ab dem nächsten Jahr gemeinsame Sache machen. Das haben Vertreter der beiden Banken in einem Pressegespräch zu ihrer Fusionierung am Montag, 29. Oktober 2012, noch einmal deutlich gemacht. Mit dem gemeinsamen Namen VR-Bank Rosenheim-Chiemsee eG schnellen sie damit auf Platz Zwei unter Bayerns Banken- bei einer Bilanzsumme von über 3,7 Milliarden Euro.

Verschmelzung von VR-Banken

Diese gute Stellung war jedoch nicht der Anstoß zu der geplanten Verschmelzung der beiden Genossenschaftsbanken. Wichtiger sei gewesen, dass derzeit zwei Familienmitglieder in einem Markt mit sechs gleichen Standorten tätig seien, so der Vorstandssprecher der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee eG, Konrad Irtel, innerhalb eines Pressegesprächs am Montag, 29. Oktober. „Das ist nicht besonders gut. Deshalb sollte diese Doppelpräsenz aufgelöst werden“, erklärt Irtel.

Außerdem sei es des Öfteren zu Missverständnissen gekommen. Mehrmals sei der Satz gefallen: „Euch kennt man nicht auseinander“, so Irtel lächelnd. Dies äußerten sowohl Privat- als auch Firmenkunden. Unter anderem sei deshalb diese Fusion der beiden Banken der richtige Schritt.

Mit der Verschmelzung werde jedoch nicht nur das Problem der Wiedererkennung aus dem Weg geräumt, auch die Wettbewerbsfähigkeit steige. „Der Wettbewerb auf dem Markt wird immer intensiver und das bei gleichzeitig immer anspruchsvolleren Kunden. Außerdem macht uns die Fusion zu einem noch attraktiveren Arbeitgeber mit guten Weiterbildungsmöglichkeiten“, sagt der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Mangfalltal-Rosenheim, Hubert Kamml.

Für die bestehende Mannschaft soll sich hingegen nichts ändern. „Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Wir werden jeden einzelnen Mitarbeiter weiter brauchen“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee eG, Josef Stadler. Das gilt auch für die Mitarbeiter in den sechs Standorten, in denen es beide Banken gibt. Dazu zählen unter anderem die Orte Bad Endorf – in dem die Filialen gerade einmal 100 Meter weit auseinander liegen - , Raubling und auch Stephanskirchen. Hier sollen trotzdem auf kurz oder lang die Mitarbeiter in ein Gebäude zusammengeführt werden.

Während also kleine Veränderungen auf die Mitarbeiter bei der Hochzeit der beiden Banken zukommen, bleiben die Kunden ganz und gar verschont. Wie Hubert Kamml und Konrad Irtel betonten, könnten Kunden der VR-Banken Rosenheim-Chiemsee und Mangfalltal-Rosenheim wie gewohnt ihre alten Karten weiter benutzen. Auch die Geldautomaten und Ansprechpartner in den Banken blieben die gleichen.

kmr

Quelle: rosenheim24.de

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