Katastrophen-App bald auch für Rosenheim?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Das Handy-Warnsystem "KatWarn" wäre auch in Stadt und Landkreis Rosenheim möglich.
  • schließen

Rosenheim – Das Handy-Warnsystem „KatWarn“ könnte bei einem erneuten Hochwasser rechtzeitig Alarm geben. Wie es bei uns mit einer Einführung aussieht:

Hochwasser, Großbrand oder gar ein Chemie-Unfall – schlimme Szenarien, vor denen die App „KatWarn“ die Bürger rechtzeitig und einfach warnen könnte. Prinzipiell, denn das Handy-Warnsystem „KatWarn“ ist noch nicht in jeder Stadt verfügbar. Dennoch werden es nach den jüngsten Katastrophenfällen immer mehr, zuletzt folgte die Stadt Nürnberg.

Stellungnahmen Stadt und Landkreis Rosenheim:

In Stadt und Landkreis Rosenheim gibt es hinsichtlich der Einführung des Warn-Systems, das es nun auch als App gibt, noch keine konkreten Überlegungen. „Wir haben gesehen, dass dieses System jetzt in Nürnberg eingeführt wurde, kannten es aber vorher nicht“, erklärt der Pressesprecher vom Landratsamt Rosenheim, Michael Fischer. Nun werde sich das Landratsamt über das System informieren, auch wenn dieses mit Sicherheit nicht innerhalb eines Monates eingeführt werden könnte, so Fischer weiter. An sich sei "KatWarn" auf jeden Fall „eine zeitgemäße Form“, um die Bürger vor Katastrophen zu warnen.

Auch die Stadt Rosenheim zeigte sich hinsichtlich einer Einführung des Handy-Warnsystems eher zurückhaltend. „Wir werden uns das sicherlich anschauen, ob und wie es machbar ist“, erklärt Christian Ehinger vom Stadtmarketing Rosenheim. Allerdings sei die Stadt bereits in der Planung einer App, in der "KatWarn", wenn dann, integriert werden müsste.

Was die fertige App kostet:

Eine App in der App – technisch ist dies möglich, erklärt Arno Vetter vom Verband der öffentlichen Versicherer, der die „KatWarn“-App vertreibt. Wirtschaftlich sei dies aber laut Vetter nicht: „Eine eigene App, nur für die Stadt Rosenheim oder den Landkreis, ist viel zu teuer, da alle Erweiterungen die wir einpflegen ebenfalls von der Stadt programmiert werden müssten!“

Weniger aufwendig sei es für alle Städte den Dienst der App einfach einzukaufen, sagt Vetter. Dafür müssten diese einmalig 15.000 Euro bezahlen und danach 3000 Euro jährlich, darin seien alle Weiterentwicklungen der App enthalten.

Um eine Warnung, im Fall der Fälle, auch über „KatWarn“ rausgehen zu lassen, müsse das Personal in der Katastrophenleitstelle einmalig geschult werden. Vom Kauf bis hin zur Schulung vergingen „in der Regel 2 Wochen“, erklärt Vetter weiter. Wer sich die App „KatWarn“ und ihre Funktionen ansehen möchte, der kann sich diese kostenlos im App-Store herunterladen.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser