Abmahnwelle gegen Nutzer von Redtube gestoppt

Einstweilige Verfügung: Redtube stoppt Abmahnung

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Die Abmahnwelle in der Region hat ein Ende.
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Landkreis - Die Abmahnwelle gegen Nutzer der Internetplattform hat ein Ende. Redtube hat eine einstweilige Verfügung erwirkt. Vizepräsident Alex Taylor feiert den Sieg.

Schluss mit der Abmahnwelle: Die Internetplattform Redtube hat vor dem Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen "The Archive AG" erwirkt, wie die „Frankfurter Rundschau“ in Bezug auf eine Pressemitteilung von Redtube berichtet.

"The Archive AG" steht hinter zehntausenden von Abmahnungen, die von der Regensburger Anwaltskanzlei Urmann + Collegen verschickt worden sind. Nutzer von Redtube sollen angeblich Urheberrechte verletzt haben und sollten als Schadensersatz jeweils 250 Euro bezahlen.

Kölner Landgericht rudert zurück

Nun dürfen aber keine Abmahn-Schreiben mehr an Nutzer der Internetplattform verschickt werden. Schon zuvor ruderte das Kölner Landgericht zurück. Es hatte den Rechteinhabern an den Redtube-Videos Auskünfte über User-Daten gestattet. Damit wurden wohl Rechte der Anschlussinhaber verletzt. Dies teilte das Gericht am Freitag mit.

„Es ist eine klare Botschaft, dass die Ausnutzung von persönlichen Informationen und die Verletzung der Privatsphäre aus rein finanziellen Interessen nicht toleriert wird“, erklärte Redtube-Vizepräsident Alex Taylor der „Frankfurter Rundschau“.

Wie einen Sieg feierte Taylor das Urteil des Hamburger Landgerichts. „Diese Entscheidung ist nicht nur ein Sieg für die Nutzer von RedTube, sondern für jede Person, die Streaming-Webseiten besucht“, betonte er.

Strafanzeigen gegen Anwälte

Strafanzeigen gegen die beteiligten Anwälte, Rechteinhaber sowie Ermittler der IP-Adressen hatte die Verbraucherzentrale Brandenburg bereits gestellt.

"In den von diesen Kammern erteilten Hinweisen wird auch thematisiert, dass die Frage der urheberrechtlichen Einordnung des 'Streaming' juristisch umstritten ist und daher möglicherweise die Rechtsverletzung nicht offensichtlich im Sinne von § 101 Abs. 9 UrhG sein könnte", teilte das Gericht mit.

Es ist auch ein Sieg für die Nutzer von Streaming-Webseiten, die sie weiterhin unbesorgt besuchen können. Eine Rechtssprechung zum Thema Streaming gibt es immer noch nicht.

hy/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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