Rund 17.000 Einsendungen zum Lärmaktionsplan:

Schienenverkehr: Neue Planungsphase gegen Lärm

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Bayern - Nach Ende der ersten Phase, der Befragung belasteter Bürger, haben Schienen-Geplagte nun ab Mitte November die Möglichkeit, sich zum bisherigen Ablauf der Lärmaktionsplanung zu äußern.

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat den ersten Teil seines Pilot-Lärmaktionsplanes veröffentlicht. Das vollständige Ergebnis ist auf der Interseite der Behörde abrufbar. Teil A des Plans enthält unter anderem die ausgewerteten Ergebnisse der 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung. Bis Ende Juni dieses Jahres hatten Bürgerinnen und Bürger dabei die Gelegenheit, ihr Lärmempfinden entlang von Eisenbahnstrecken zu schildern, rund 17.000 Einsender haben davon Gebrauch gemacht.

Die 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, die am 15. November beginnt, bietet die Möglichkeit, dem Eisenbahn-Bundesamt eine Rückmeldung zum bisherigen Ablauf der Lärmaktionsplanung zu geben. Die Ergebnisse der 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung werden dann ergänzend als Teil B veröffentlicht. Der nun erschienene Teil A und der künftige Teil B werden zusammen genommen den vollständigen Pilot-Lärmaktionsplan des Eisenbahn-Bundesamtes ergeben.

Hintergrund: Die Lärmaktionsplanung ist ein Verfahren, das auf der Grundlage der Lärmkartierung und unter Beteiligung der Öffentlichkeit Lärmbelastung identifizieren und durch Maßnahmen der Lärmsanierung senken soll. Seit dem 1. Januar 2015 ist das Eisenbahn- Bundesamt für die Lärmaktionsplanung an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes zuständig. Um die Grundlage für weitere Lärmaktionsplanungen zu schaffen, erstellt das EBA einen ersten bundesweiten Pilot-Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken, der Mitte 2016 veröffentlicht wird. Von 2018 an wird das EBA dann in die regelmäßige Lärmaktionsplanung einsteigen.

Zusammenfassung der Umfrage

Die Befragung der Betroffenen kommt so zu vielfältigen Ergebnissen. So steht Bayern sowohl bei den Lärmbelästigten Einwohnern in der Nacht als auch über den kompletten Tagesverlauf an der Spitze in Deutschland. Rund 450.000 beklagen Zug-Lärm zwischen 22 und 6 Uhr, circa 550.000 fühlen sich ganztägig belästigt. Den Grad der Störung durch Lärm geben dabei 38,8 Prozent mit "äußerst" und 40,4 Prozent mit "stark" an.

In direktem Bezug auf die Schiene, fiel das Ergebnis noch deutlicher aus: 47,8 Prozent fühlten sich "äußerst" und 42,4 Prozent "stark" belastet. Besonders der Güterverkehr - 96,7 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus - sei für diesen Umstand verantwortlich.  Alleine in Bayern hatten sich 4.662 Personen, davon 4.430 nicht in den Ballungsräumen, an der Umfrage des Bundesamts beteiligt.

Die detaillierten Ergebnisse der ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung im pdf-Format (25 MB) finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung Eisenbahn-Bundesamt/Recherche

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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