Ehepaar in Rosenheim getötet

Geldnot als Motiv für den Doppelmord?

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Rosenheim - Im Fall des ermordeten Ehepaares hat die Polizei neue Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben. Auch das Motiv des mutmaßlichen Mörders wird immer deutlicher:

Am vergangenen Freitag, 13. Juni, waren in einem Waldstück im südlichen Landkreis Rosenheim die Leichen eines Rosenheimer Ehepaares gefunden worden. Ein tags zuvor festgenommener 58-Jähriger, der unter dringendem Tatverdacht steht, hatte der Polizei den Fundort der Toten genannt. Staatsanwaltschaft und Polizei können jetzt neue Ermittlungsergebnisse veröffentlichen.

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Nachdem Angehörige den 90-jährigen Rosenheimer und seine 65-jährige Ehefrau am vergangenen Dienstagabend, 10. Juni, als vermisst gemeldet hatten, weil beide zu einem vereinbarten Treffen nicht gekommen waren, ergaben sich für die Polizei auch Hinweise, die auf eine Entführung hindeuteten. Im Polizeipräsidium in Rosenheim wurde deshalb am Mittwochmorgen ein Führungsstab eingerichtet und bei der Kriminalpolizei wurde die Soko „Amsel“ gebildet, in der seitdem mehr als 20 Ermittler an dem Fall arbeiten. Daneben waren noch Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA), Spezialeinsatzkräfte (SEK), die Bereitschaftspolizei und Beamte der Operativen Fallanalyse (OFA) – sogenannte „Profiler“ – an den Ermittlungen beteiligt.

An und in den Wohnungen der Eheleute in Rosenheim und Aschau im Chiemgau fanden Ermittlungen, wie Befragungen und Spurensicherungsmaßnahmen, statt. Hinweise auf den Aufenthaltsort der Gesuchten ergaben sich für die Polizei dabei aber noch keine. Die Auffindung des Autos des Ehepaares am Mittwochvormittag gegen 11 Uhr auf einem Parkplatz in Aschau verstärkte zunächst den Verdacht einer Entführung.

Der mögliche Tatort: Das Haus des Ehepaares in Aschau

Rentner-Ehepaar umgebracht 

Noch im Laufe des Mittwoch nahm die Polizei einen 36-jährigen Rosenheimer fest, der im Auftrag eines bis dahin unbekannten Dritten mit der EC-Karte des Ehepaares Geld abgehoben hatte. Wie sich später herausstellte, hatte dieser Mann mit der eigentlichen Tat aber nichts zu tun.

Die intensiven Ermittlungen und kriminaltaktischen Maßnahmen führten dann am Donnerstagvormittag in Rosenheim zur Festnahme des 58-jährigen Frührentners. Nach ausführlichen Vernehmungen nannte er der Polizei am Freitagnachmittag den Fundort der Leichen. Diese wurden an der angegebene Stelle dann auch gefunden. Zwischenzeitlich räumte der Tatverdächtige auch die Tötung der beiden Eheleute ein, ohne aber Details zum Tatablauf zu nennen.

Bilder vom Fundort der Leichen am Samerberg

Leichenfund am Samerberg

Leichenfund am Samerberg - 2

Bei der Obduktion der Toten am vergangenen Samstag wurde festgestellt, dass die 65-jährige Frau durch eine massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf und der 90-jährige Mann durch eine massive Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper zu Tode gekommen waren. Details dazu kann die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine machen.

Bei einer weiteren Vernehmung am Montag, 16. Juni, beschrieb der Tatverdächtige die Ablageorte von Tat- und Beweismitteln.

Motiv für die Tat dürften, bisherigen Ermittlungen zufolge, massive finanzielle Schwierigkeiten des 58-Jährigen gewesen sein.

Im Laufe der nächsten Tage und Wochen werden die Ermittler der Soko „Amsel“ noch etliche, derzeit ungeklärte Sachverhalte und Tatabläufe in diesem Fall aufklären müssen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner

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