Pressemeldung ver.di Bayern

Hier wird am Dienstag in der Region gestreikt

Landkreise - ver.di Bayern ruft am Dienstag zu Warnstreiks diverser Dienstellen in der Region auf, die den ganzen Tag stattfinden sollen: 

Update, 14.20 Uhr: Pressemeldung ver.di Rosenheim

Auch in der 2. Verhandlungsrunde in Potsdam lehnen die Arbeitgeber weiterhin unser Forderungen als unfinanzierbar ab. ver.di fordert ein verhandlungsfähiges Angebot, das Entgelterhöhungen einschließlich einer spürbaren sozialen Komponente umfasst

Die Arbeitgeber lehnen auch weiterhin strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung grundsätzlich ab. Nur in den Bereichen, wo es ihnen schwer fällt Personal zu gewinnen, wollen sie etwas drauflegen. Allerdings beharren sie darauf, dass Änderungen in der Entgeltordnung kostenneutral sein müssen. Das kann aus deren Sicht nur bedeuten, dass bei Mehrkosten die Lohnerhöhungen geringer ausfallen. Die Verhandlungen sind meilenweit vom Durchbruch entfernt.

ver.di fordert faire Bezahlung

Und deshalb bedarf es einer Antwort aus den Betrieben und Verwaltungen. Die Beschäftigten in den Landesverwaltungen, Unikliniken, Straßenmeistereien, im Küstenschutz oder Sozial- und Erziehungsdienst, bei Gerichten und im Justizvollzug, bei IT, Datenschutz und in der Vermessungsverwaltung erbringen mit ihrer Arbeit täglich einen wichtigen Beitrag für einen funktionierenden öffentlichen Dienst der Länder und erwarten eine faire Bezahlung. Deshalb rufen wir die Straßen- und Autobahnmeistereien sowie die Flussmeisterstellen zu einem Warnstreik am Dienstag den 12. Februar auf. 

Folgende Einrichtungen werden an diesem Tag bestreikt: 

  • Autobahnmeisterei Rosenheim 
  • Straßenmeisterei Ampfing
  • Straßenmeisterei Hausham 
  • Staatl. Bauamt Rosenheim 
  • Flussmeisterstelle Wasserburg a.Inn 
  • Straßenmeisterei Bischofswiesen
  • Autobahnmeisterei Siegsdorf
  • Straßenmeisterei Rosenheim 
  • Wasserwirtschaftsamt Rosenheim 
  • Staatl. Bauamt Traunstein
  • Autobahnmeisterei Holzkirchen 
  • Straßenmeisterei Traunstein 
  • Straßenmeisterei Freilassing 

Die Warnstreiks finden ganztags statt. Für die Medien in Rosenheim gibt es die Möglichkeit um 9 Uhr vor der Autobahnmeisterei in Pfraundorf Bild- und Tonmaterial erhalten zu können. Für die Streikdienststellen in der Region Traunstein und Berchtesgadener Land 8 Uhr in der Straßenmeisterei in Freilassing und ab 10 Uhr im Gasthaus Doppler in Adlstetten. 

Pressemeldung ver.di Rosenheim

Erstmeldung

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder am 6. und 7. Februar haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. „In dieser Woche wird es daher auch in Bayern zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen der Landesbeschäftigten kommen“, erklärten die ver.di-Tarifexperten Norbert Flach und Peter Hoffmann.ver.di ruft für den 12.02. als erste diverse Dienststellen im Großraum Rosenheim zum ganztägigen Warnstreik auf.

Neben den Arbeitsniederlegungen am Dienstag wird es am Mittwoch zu ganztägigen Warnstreiks in der Oberpfalz sowie in Würzburg, u.a. auch am dortigen Uniklinikum, kommen. In Würzburg ist auch ein Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung geplant. Am Donnerstag folgen dann Arbeitsniederlegungen im Raum München.

„Die Lohnentwicklung der Beschäftigten der Länder hinkt deutlich hinter der Gesamtwirtschaft und der im übrigen öffentlichen Dienst hinterher. Trotzdem sehen sich die Arbeitgeber bisher nicht in der Lage, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, kritisierte Hoffmann. Selbst im Berufsfeld der Krankenpflege, in dem gesetzlich sichergestellt ist, dass tarifliche Erhöhungen vollständig refinanziert werden, verweigern sich die Arbeitgeber hartnäckig.

Hintergrund

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen von 6 Prozent, mindestens aber eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 200 € sowie zusätzlich 300 € für die Pflegebeschäftigten. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro.

Pressemeldung ver.di Bayern

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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