Wie wird das Wetter zum Public Viewing?

Landkreis - Beim entscheidenden Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend soll es warm werden - auch am Wochenende. Gibt es wieder Unwetter?

Pünktlich zum Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA stellt sich am Donnerstag im ganzen Land trockenes und sonniges Sommerwetter ein. Die Höchstwerte erreichen 19 bis 26 Grad, auch zum Spielbeginn um 18 Uhr ist es überall noch angenehm warm.

Auch der Freitag bringt noch einmal Werte zwischen 22 und 29 Grad und freundliches Wetter. Mit dem Wochenende wird es dann aber aus Westen wechselhafter. Nach einem 20 bis 29 Grad warmen Samstag wird es am Sonntag mit 16 bis 27 Grad kühler. Die höheren Werte sind dann meist nur im Osten zu finden.

Unwetter sind wieder möglich

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Das Wetter in der Region

Von Samstagmittag bis Sonntag kann es zu kräftigen Gewittern kommen, diese bringen stellenweise Starkregen, Hagel und Sturmböen. Bei Aktivitäten im Freien sollte man aufpassen. Es sind wieder Unwetter möglich!

„Der Regen ist auch dringend nötig. Bisher erleben wir den trockensten Juni seit Jahrzehnten. In einigen Regionen Deutschlands liegen die Grundwasserstände schon jetzt unter denen des Rekord-Trockenjahrs von 2003. In Sachen Trockenheit ist der Juni derzeit wahrlich weltmeisterlich. Bereits die Monate Dezember, Januar, Februar, März und April waren allesamt deutlich zu trocken. Nahezu alle Flüsse im Land führen Niedrigwasser. Im vergangenen Juni mussten wir dagegen noch ein Jahrhunderthochwasser durchmachen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Immerhin bringt heute Tief Hildegund dem Osten des Landes stellenweise kräftigen Landregen. Dieser wird dringend benötigt.

Wohl kein Jahrhundertsommer

Es scheint so, als würde auch der Juli wechselhaft starten. Ein stabiles Sommerhoch ist nicht in Sicht. Es gibt immer wieder mal freundliche Tage, die rasch von kühleren und wechselhaften Tagen abgelöst werden. Alle, die auf einen neuen Jahrhundertsommer wie 2003 hoffen, werden enttäuscht werden. Dieser ist nicht in Sicht!

Und das ist auch gut so. Denn das Jahr 2014 ist auch so schon auf bestem Weg ein extrem trockenes Jahr zu werden. Januar, Februar, März und April waren viel zu trocken. Nur der Mai brachte mehr Regen als üblich. Im Juni geht die Trockenheit weiter. Sie begann schon im Dezember 2013. Denn auch dieser Monat brachte fast 40 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel.

In Sachen Niederschlag kann das Jahr 2014 bisher problemlos mit dem Dürrejahr 2003 mithalten. Damals erlebten wir allerdings dann auch noch den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

„Die nächsten beiden Wochen sieht es insgesamt nach wechselhaftem Wetter aus und das genau im Siebenschläferzeitraum. Unterm Strich würde das auf einen unbeständigen Sommerverlauf hindeuten. Wollen wir nicht hoffen, dass sich nun das viel zu warme Frühjahr und der schöne Frühsommer rächen“, so Wetterexperte Jung.

Pressemitteilung Diplom-Meteorologe Dominik Jung/wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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