Nach Vergewaltigung am Mangfalldamm in Rosenheim

DNS von etwa 100 Männern fehlt noch bei Reihenuntersuchung

Rosenheim - Nach der Vergewaltigung einer jungen Frau am 23. Juli wurde eine DNS-Reihenuntersuchung vorgenommen. Nun werden noch etwa 100 Personen gebeten, Kontakt mit der Kripo aufzunehmen.

Nach der Vergewaltigung einer jungen Frau am 23. Juli am Rosenheimer Mangfalldamm haben Justiz und Polizei Mitte Oktober eine DNS-Reihenuntersuchung vorgenommen. Den Teilnehmern danken die Behörden für ihre Teilnahme. Gleichzeitig werden die etwa 100 noch ausstehenden Personen gebeten, Kontakt mit der Kripo aufzunehmen.

Grundlage der Reihenuntersuchung war die Sexualtat vom 23. Juli am Rosenheimer Mangfalldamm, bei der ein Unbekannter eine 21-Jährige in den frühen Morgenstunden vom Mangfalldamm in ein angrenzendes Waldstück gezerrt und vergewaltigt hatte. Die junge Frau hatte anschließend im Bereich Kunstmühlstraße bei Anwohnern Hilfe gesucht.

Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, ermittelt seither die Kripo Rosenheim in dieser Sache. Hierzu existiert die Ermittlungsgruppe "Mangfalldamm", die eine Vielzahl an Spuren verfolgt und ausgewertet hat. Darunter auch Foto und Videomaterial, welches in Teilen auch veröffentlicht worden ist.

Etwa 800 männliche Personen hatten sich nach den Ermittlungen als definierter Personenkreis für das Screening ergeben. Der überwiegende Teil dieser per Brief angeschriebenen Männer hat sich auch bereitwillig bei der Aktion Mitte Oktober und in den vergangenen Wochen zur Verfügung gestellt und DNS-Material abnehmen lassen.

Die aufwendige Auswertung des Materials beim Bayerischen Landeskriminalamt nimmt viel Zeit in Anspruch und wird noch einige Wochen andauern. Die Staatsanwaltschaft und die Kripo möchten sich bei den bisherigen Teilnehmern für deren Mitwirkungsbereitschaft bedanken und nochmals zum Ausdruck bringen, dass dieses Screening einen wesentlichen Bestandteil der Ermittlungen darstellt. Auch bedanken sich die Behörden bei der Handwerkskammer München und Oberbayern, in deren Räumen – dem Bildungszentrum Rosenheim – diese Maßnahme unter bester Betreuung stattfinden konnte.

Etwa 100 Personen haben sich bisher nicht zu der Reihenuntersuchung eingefunden und sind noch nicht auf die Ermittler zugekommen. Diese Männer - alle waren per Brief zu den Terminen eingeladen - werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/2000 in Verbindung zu setzen. Auch deren noch ausstehende DNS-Muster werden ausschließlich den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend mit der Tatortspur abgeglichen und anschließend vernichtet.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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