Pro B15neu kämpft weiter für das Verkehrsprojekt

"B15neu ist auch ökologisch sinnvoll"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Rosenheim/Landshut - Allen Negativschlagzeilen zum Trotz kämpft die Initiative "Pro B15neu" für einen Bau der Trasse - und zwar bis nach Rosenheim.

Jüngste Meldungen, wonach die B15neu im Raum Rosenheim im Bundesverkehrswegeplan die niedrigste Priorität bekomme und sich damit quasi erledigt habe, bringen die Initiative "Pro B15neu" nicht davon ab, sich weiter für einen Bau der Trasse bis nach Rosenheim stark zu machen. Wie Dr. Tobias Nickel, einer der Vertreter der Initiative, gegenüber unserer Redaktion erklärte, stehe die B15neu zwar unter dem "normalen Bedarf". Dies sei aber noch nicht endgültig, erst Ende des Jahres würden die Prioritäten endgültig festgelegt. "Es gibt Faktoren, die zum 'vorrangigen Bedarf plus' führen, die noch nicht bewertet sind", erläutert Nickel.

Wie die Initiative Pro B15neu jüngst in einer Stellungnahme bekanntgab, habe das Bayerische Verkehrsministerium auf Anfrage mitgeteilt, die gesamte Trasse bis Rosenheim für den Bundesverkehrswegeplan anzumelden. Die weitere Bewertung und Einstufung nehme dann der Bund vor.

Kann die Initiative die Meinung in der Region drehen?

Die Politiker in der Region zeigten sich zuletzt wenig begeistert von der B15neu. Gegen die B15neu haben sich unter anderem der Rosenheimer Kreistag, der Kolbermoorer Stadtrat und die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig ausgesprochen.

Dr. Tobias Nickel

Dr. Tobias Nickl ist jedoch zuversichtlich, dass "Pro B15neu" die Gegner der Trasse von der Richtigkeit des Projekts überzeugen kann. "Wir haben in einer Reihe von Gemeinden negative Beschlussfassungen drehen können." Exemplarische nannte Nickel Vilsbiburg und Geisenhausen. In Geisenhausen hatte sich der Gemeinderat eigentlich schon 2009 gegen die B15neu ausgesprochen. Bei einer erneuten Abstimmung im April letzten Jahres votierte das Gremium jedoch für die Trasse.

Oft sei den Gremien nicht klar, wie das Projekt genau aussehen soll, so Nickel. Es gebe oft falsche Informationen, "geschürt von den Gegnern".  Es stimme zum Beispiel nicht, dass die Straße einfach im Nichts endet, wenn an einem Punkt kein Baurecht mehr besteht. Vielmehr werde immer bis zum nächsten Verkehrsknotenpunkt geplant, erläutert Nickel. "Wenn man es sachlich vorträgt, finden Sie wenig Gründe, warum Sie so was nicht planen sollten."

B15neu gut fürs Klima?

Bei einer Versammlung der Initiative am Donnerstagabend verabschiedete "Pro B15neu" einstimmig eine Erklärung, in der Argumente für die B15neu aufgeführt sind. Diese "Landshuter Erklärung" soll Entscheidungsträgern auf regionaler Ebene sowie auf Bundes- und Landesebene vorgelegt werden. Die B15neu, davon ist Nickl überzeugt, ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch sinnvoll. Viele Navis würden Autofahrer, die von Landshut nach Rosenheim fahren wollen, über München leiten. Auf der rund 40 Kilometer längeren Strecke über die Landeshauptstadt spare man immerhin 15 Minuten Fahrzeit, so Nickel. Einer Berechnung der Initiative zufolge würden so jährlich alleine durch PKW 72 Millionen Kilometer zu viel zurückgelegt - und zusätzlich 14.000 Tonnen CO2 ausgestoßen.

Nach wie vor bemüht sich die Initiative, die sich in erster Linie aus Bürgern und Unternehmen aus dem Landshuter Raum zusammensetzt, um Unterstützer entlang der gesamten möglichen Trasse. "Wir haben ein paar Gespräche geführt, vor allem über die IHK", so Nickel. Die IHK-Gremien Landshut, Altötting-Mühldorf und Rosenheim haben sich bereits für die B15neu ausgesprochen. Der nächste Schritt wäre aus Sicht Nickels die Beteiligung einzelner Unternehmen außerhalb des Landshuter Raums.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Pro B15neu/Montage

Zurück zur Übersicht: Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser