Nach dem Anschlag in Berlin

Kurz vor Weihnachten: Wie steht es um unsere Sicherheit in der Region? 

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Seit dem Anschlag in Berlin patrouillieren Polizisten mit Schutzkleidung und Maschinenpistolen am Rosenheimer Christkindklmarkt. 
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Rosenheim - Seit dem Anschlag auf den Berliner Christkindlmakrt kurz vor Weihnachten ist sie wieder da: Die Angst vor dem Terror. Wie steht es nun um die Sicherheit in der Region? 

Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, erklärt gegenüber rosenheim24.de, dass die Sicherheitsmaßnahmen auf den Christkindlmärkten in der Region seit dem terroristischen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember massiv verstärkt worden seien.

"Natürlich haben wir sofort reagiert und zeigen in unserem Zuständigkeitsbereich erhöhte Polizeipräsenz" sagt Sonntag. Sichtbare Maßnahmen seien Kontrollen von Taschen und Rucksäcken sowie Polizisten, die mit Schutzkleidung und Maschinenpistolen auf den Märkten patrouillieren. Auch Kollegen in zivil seien verstärkt unterwegs. "Abgesagt wurde meines Wissens aber keiner der Christkindlmärkte in Bayern", erklärt der Pressesprecher. 

Polizei am Rosenheimer Christkindlmarkt

"Absolute Sicherheit gibt es nicht"

Das Ganze sei jedoch als reine Vorsichtsmaßnahme anzusehen, beruhigt Sonntag. "Wir haben weder Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag rund um Rosenheim, noch gibt es eine konkrete Gefährdung. Die latente Gefahr jedoch ist immer da. Wir haben seit dem Anschlag in Berlin die Augen und Ohren weit offen - eine absolute Sicherheit können aber auch wir nicht geben. Wir können nur dafür sorgen, dass die Bürger sich sicherer fühlen." 

Sonntag weiter: "Die Bedrohungslage durch den Terror ist nach Berlin wieder in den Köpfen der Menschen - weg war sie jedoch nie." 

Wachsamkeit: Ja! - Angst: Nein!

Die erhöhte Sicherheitslage beschränke sich laut Sonntag nicht nur auf Christkindlmärkte: "Allgemein stellen Menschenansammlungen in Fußgängerzonen beim Weihnachtseinkauf, an Silvesterfeiern oder Sportveranstaltungen eine Gefahr dar. Wir haben mögliche weitere Ziele im Blick, erklärt der Pressesprecher." Die gesunde Balance bei der Abwägung von Freiheit und Sicherheit sei ausschlaggebend. 

Sonntag weiter: "Ob jemand entscheidet, lieber zuhause zu bleiben und größere Veranstaltungen nun zu meiden, das ist jedem selbst überlassen. Wir können schließlich niemanden zwingen raus zu gehen. Wenn man ein ungutes Gefühl hat, soll man auch keine Christkindlmärkte besuchen, es fehlt dann auch der Spaß." Und falls man etwas auffälliges oder verdächtiges bemerken sollte, lieber einmal mehr die 110 rufen, bittet Sonntag.

Man dürfe sich allerdings nicht zu sehr einschränken lassen, mahnt der Polizeisprecher. "Sonst haben die Terroristen ihr Ziel erreicht. Es gilt also: Wachsamkeit: Ja! - Angst: Nein!"

mb

Quelle: rosenheim24.de

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