Ver.di kündigt erneut Warnstreiks an

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Rosenheim - Warnstreiks im öffentlichen Dienst: ver.di ruft die Straßenmeistereien und Flussmeistereien im Rosenheimer Umland am Freitag zum Warnstreik auf.

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder erbringen täglich für unsere Gesellschaft notwendige, engagierte und kompetente Dienstleistungen für den Bürger, stellt der Tarifkoordinator des ver.di-Bezirks Rosenheim, Robert Metzger fest. Die steigenden Anforderungen erfordern Einkommenserhöhungen, die steigenden Belastungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Deshalb fordert die Gewerkschaft ver.di neben einer Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent mit einer Mindestbetragskomponente von 175 Euro, sowie 100 Euro für die Auszubildenden auch, dass die Arbeitsgeber auf die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen verzichten. Der öffentliche Dienst nutzt dieses Instrument unter allen Arbeitgebern am meisten. So wurden im Jahr 2013 mindestens 65 Prozent aller Neueinstellungen nur befristet vorgenommen. Dies sei aus Sicht von ver.di nicht notwendig, weil der Bedarf an Arbeitskräften vorhanden und aufgrund der demografischen Entwicklung in der Bevölkerung dieser Bedarf auch dauerhaft ist.

Des weiteren fordert ver.di:

- Eine Übernahmeregelung und einheitlich 30 Tage Urlaub für Auszubildende

- Eine Anhebung des Nachtdienstzuschlags in den Unikliniken auf den für alle anderen auch gültigen Satz von 20 Prozent

- Eine Zeit- und Inhaltsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamtinnen und Beamten

Forderungen sind gut begründet

Die Forderungen sind gut begründet und Geld ist im öffentlichen Dienst Dank sprudelnder Steuereinnahmen genug da. Für die Länder war das Steuerplus mit 4,0 Prozent ein hervorragendes Jahr und für das Jahr 2015 wird ein weiteres Plus von 2,7 Prozent erwartet und für die weiteren Jahre bis 2019 sollen es durchschnittlich 3,4 Prozent werden, so Robert Metzger.

Auch in der 2. Verhandlungsrunde am 26./27. Februar konnte keine Annäherung erreicht werden. Weiterhin verweigern sich die Arbeitgeber bei der Frage des Verhandlungsangebots im Bereich Einkommen, stattdessen beharren sie konsequent darauf, die Altersversorgung zu kürzen.

Im ver.di Bezirk Rosenheim fanden bereits am 02. März Warnstreiks statt, nun hat ver.di Bayern alle Bezirke in Bayern für den 13. März zu Warnstreiks und zentralen Kundgebungen aufgerufen.

ver.di Bezirk Rosenheim beteiligt sich

In Oberbayern findet diese Kundgebung in München auf dem Odeonsplatz statt. Der ver.di-Bezirk Rosenheim beteiligt sich mit folgenden Einrichtungen am Warnstreik:

- Autobahnmeisterei Rosenheim

- Autobahnmeisterei Siegsdorf

- Straßenmeisterei Ampfing

- Straßenmeisterei Traunstein

- Straßenmeisterei Bischofswiesen

- Straßenmeisterei Freilassing

- Straßenmeisterei Hausham

- Straßenmeisterei Rosenheim

- Flussmeisterstelle Rosenheim

- Flussmeisterstelle Wasserburg

- Flussmeisterstelle Piding

- Straßenbauamt Traunstein

- Straßenbauamt Rosenheim

Arbeitgeber fordern Kürzungen in Höhe von 20 Prozent

Eine deutlich bessere Beteiligung im Vergleich zu den Früheren Tarifrunden zeichnet sich in den Verwaltungen der Straßenbaubehörden ab. Aber auch insgesamt konnte der Bezirk Rosenheim seine Teilnehmerzahlen im Vergleich zu letzter Woche noch steigern. Metzger führt dies auf erneute Verlautbarungen auf Arbeitgeberseite zurück, die nochmals bekräftigt haben, dass es ohne die Bereitschaft für Kürzungen in der betrieblichen Altersversorgung kein Angebot gibt.

Mittlerweile, so der Tarifverantwortliche für Rosenheim, wissen die Beschäftigten dass die Forderung der Arbeitgeber Kürzungen in Höhe von 20 Prozent nach sich ziehen. Das bedeutet eine Kürzung von 70 Euro bei einer Durchschnittsversorgung von 361 Euro. „Dies bringt die Beschäftigten auf die Palme“ so der Gewerkschafter.

Pressemitteilung ver.di Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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