Auch in Rosenheim:

Warnstreiks werden ausgeweitet

Rosenheim - Ab Mittwoch werden auch in Rosenheim die vor der letzten Verhandlungsrunde unterbrochenen Warnstreiks wieder aufgenommen und teils deutlich ausgeweitet.

„Wir werden mit Aktionen auch in allen größeren Städten Bayerns den Arbeitgebern deutlich machen, dass wir anständige Entgelterhöhungen erwarten und mit den Arbeitgebern in der nächsten Verhandlungsrunde zu einem Ergebnis kommen wollen“, erklärte der stv. Landesbezirksleiter von ver.di Norbert Flach. „In zentralen Punkten sind wir bei den Verhandlungen immer noch sehr weit auseinander“, so Flach.

Dabei werden nahezu alle Bereiche des öffentlichen Dienstes (ausgenommen Dienststellen des Freistaats Bayern und des Nahverkehrs) in die Aktionen mit einbezogen. Ver.di rechnet mit einer bayernweiten Beteiligung von mehr als 10.000 Streikenden.

Die Warnstreiks werden auf alle Regierungsbezirke in Bayern ausgeweitet. Viele der Streikenden werden sich am Mittwoch zu zwei zentralen Kundgebungen in München und Nürnberg treffen. Für den ver.di Bezirk Rosenheim erklärt der stv. Bezirksgeschäftsführer Robert Metzger, dass sich an dieser Warnstreikkundgebung eine breite Beteiligung aus den verschiedenen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes im Bezirksgebiet abzeichnet.

So werden sich folgende Einrichtung zu einem ganztätigen Warnstreik aufgerufen: RoMed Klinikum Rosenheim, RoMed Klinik Wasserburg, RoMed Klinik Bad Aibling, Südostbayernklinik Traunstein, Inn-Salzachklinik Wasserburg, Chiemgau Lebenshilfe Traunreut, Stadtwerke Traunstein, Bauhof Wasserburg, Gemeinde Burgkirchen, Gemeinde Töging, Zweckverband Abfall Sammelstelle Burgkirchen, Arbeitsagentur Rosenheim, Stadtverwaltung Rosenheim, Landratsamt Rosenheim, Kreiskrankenhaus Agatharied.

Im RoMed Klinikum Rosenheim wird eine größere Beteiligung am Warnstreik erwartet, so dass mit dem Arbeitgeber derzeit eine Notdienstvereinbarung verhandelt wird, um die Notfallversorgung sicher zu stellen. Darüber hinaus kann es aber zu Beeinträchtigungen für die Patienten dergestalt kommen, dass es zu Behandlungsverzögerungen kommen wird. In allen Einrichtungen werden Bürgerinnen und Bürger leider auch von Aktionen zum Teil in geringem Maße betroffen sein, so Metzger. „Wir wollen das so gering wie möglich halten; Ziel des Streiks sind klar die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes, aber es liegt im Wesen des öffentlichen Dienstes, dass es bei Arbeitsniederlegungen nun einmal zu Beeinträchtigungen für die Bürger kommt. Wir bedauern dies ausdrücklich“, bat Metzger um Verständnis.

Pressemitteilung ver.di

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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