Über 150.000 Euro Schaden bei vielen Unfällen

Landkreis Rosenheim - Zehn Unfälle, 23 beteiligte Autos, acht Verletzte, Staus - über mangelnde Arbeit konnten sich die Beamten der Verkehrspolizei am Wochenende nicht beklagen.

Auch an diesem Wochenende kam es im Dienstbereich der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim aufgrund starken Rückreiseverkehrs aus den Skigebieten und des herrlichen Wetters zu Verkehrsbehinderungen in beiden Fahrtrichtungen auf den Autobahnen A8 und A93. Insbesondere am Samstag herrschte bereits am Vormittag dichter bis zähfließender Verkehr auf der gesamten Inntalautobahn A93 und der A8 zwischen dem Inntaldreieck und dem Irschenberg. Erst gegen 16 Uhr normalisierte sich der Verkehr wieder auf beiden Autobahnen.

Im Berichtszeitraum ereigneten sich insgesamt zehn Verkehrsunfälle, drei am Freitag und sieben am Samstag. Bei drei Unfällen wurden insgesamt acht Personen leicht verletzt. Von den insgesamt 23 beteiligten Fahrzeugen waren 13 nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 155.000 Euro.

Unfall mit Domino-Effekt

Am Freitag gegen 12 Uhr ereignete sich auf der A8 zwischen den Anschlussstellen Frasdorf und Achenmühle in Richtung München der Unfall mit den meisten beteiligten Fahrzeugen. Insgesamt sieben Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt, fünf davon mussten abgeschleppt werden. Ein angemieteter Ford B-Max aus Deutschland und ein in Österreich zugelassener Golf VI standen auf der linken Fahrspur, ein Sattelzug aus der Türkei auf dem rechten Fahrstreifen, als ein 33-Jähriger aus dem Bereich Traunstein mit einem VW-Bus die Situation offensichtlich zu spät erkannte und mit hoher Wucht gegen das Heck eines Ford Mondeo aus Ulm, der gerade die Spur von rechts nach links wechselte, fuhr.

Der Ford Mondeo wurde dadurch in den Auflieger des Sattelzuges und gegen die beiden erstgenannten Fahrzeuge geschleudert. Unmittelbar danach fuhr noch ein 34-jähriger Mann aus Österreich mit seinem Honda Jazz gegen ein weiteres Fahrzeug und schob den Audi A3 aus dem Allgäu noch gegen die bereits beschädigten Fahrzeuge. Die beiden Insassen des Ford Mondeo und der Beifahrer des Audi A3 wurden durch den Aufprall leicht verletzt.

Großes Glück für 20-Jährigen

Großes Glück hatte der 20-jährige Fahrer eines Ford Cougar aus dem Landkreis Rosenheim, der am Samstag gegen 1.45 Uhr nach eigenen Angaben mit hoher Geschwindigkeit auf der rechten Fahrspur zwischen dem Inntaldreieck und Reischenhart auf der A93 Richtung Kiefersfelden unterwegs war. Vor ihm fuhr ein Fahrzeug auf der linken Spur, woraufhin auch der 20-Jährige dorthin wechselte. Aus Angst, auf das vor ihm befindliche Fahrzeug aufzufahren, bremste er stark ab. Dabei geriet er ins Rutschen, prallte zunächst links gegen die Betongleitwand, schleuderte quer über die gesamte Fahrbahn und prallte dort noch gegen die rechte Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt, es wurden lediglich der Pkw und die Leitplanke beschädigt.

Nur etwa eine Stunde später befuhr ein 60-jähriger Italiener mit einem Opel Astra die A93 in Richtung Kiefersfelden. Zwischen Brannenburg und Oberaudorf kam er aus Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn ab. Bei dem Versuch gegenzulenken, prallte er von außen gegen die Leitplanke und im Anschluss gegen eine Notrufsäule. Auch bei diesem Unfall entstand nur Sachschaden.Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten jedoch fest, dass der italienische Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. So musste nicht nur der stark beschädigte Pkw, sondern auch der Fahrer „stehenblieben“.

Der Fahrer eines österreichischen VW-Crafter fuhr gegen 6 Uhr auf der A8 zwischen Bernau und Frasdorf Richtung München, als sich von einem vor ihm befindlichen Sattelzug aus Rumänien eine Eisplatte löste und gegen die Windschutzscheibe des VW flog, die dabei stark beschädigt wurde. Der Fahrer erschrak zwar, konnte sich aber noch das Kennzeichen notieren. Versuche des Fahrers, den Sattelzug anzuhalten, misslangen. Aufgrund des notierten Kennzeichens dürfte der Unfallverursacher jedoch zu ermitteln sein.

Unfälle fordern Verletzte

Ein weiterer Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen ereignete sich am Samstag gegen 9.30 Uhr zwischen Kiefersfelden und Oberaudorf in Richtung Rosenheim. Die 64-jährige niederländische Fahrerin eines Audi A6 schaffte es aufgrund zu geringen Sicherheitsabstands nicht mehr rechtzeitig zu bremsen und fuhr auf einen Audi A4 aus den Niederlanden auf. Dieser wurde dann noch auf den davor stehenden, in Fürstenfeldbruck zugelassenen Skoda Fabia geschoben. Hierbei wurden die 20-jährige Fahrerin des Skoda und die 31-jährige Tochter der Unfallverursacherin, die zum Unfallzeitpunkt auf der Rückbank saß, leicht verletzt.Alle drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Am Samstag gegen 21.20 Uhr befuhr eine 21-jährige Frau aus dem Raum Salzburg mit ihrem Audi A1 auf der A8 in Richtung München und wollte am Inntaldreieck rechts Richtung Innsbruck abbiegen. Sie hatte wohl den Kurvenverlauf unterschätzt und fuhr geradeaus in die Leitplanke.Durch den Aufprall wurden sowohl die Fahrerin, als auch ihre 19- und 22-jährigen kroatischen, in Salzburg wohnhaften, Mitfahrerinnen leicht verletzt. Der Audi A1 wurde im Frontbereich derart beschädigt, dass das Fahrzeug abgeschleppt werden musste. Die Leitplanke wurde ebenfalls auf einer Länge von etwa zehn Metern erheblich beschädigt.

Pressemeldung Verkehrspolizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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