Die wichtigsten Fragen zur Sonnenfinsternis

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Landkreis - Wie finster wird es tatsächlich bei uns, spielt das Wetter am Freitag mit und droht wirklich ein Stromnetz-Blackout? Wir haben die wichtigsten Antworten zusammengetragen:

Am Freitagvormittag, zum kalendarischen Frühlingsstart, steht Deutschland eine Sonnenfinsternis bevor, genauer gesagt eine partielle Sonnenfinsternis.

Was ist das genau? Wo kann man das Ereignis am besten verfolgen? Wie muss man sich schützen? Drohen Gefahren? Dazu gibt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net die Antworten:

1. Wie finster wird es am Freitag tatsächlich?

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Doch wie kann die Sonne, die rund 400-mal größer als der Mond ist, von diesem verdeckt werden?

Machen Sie mit!

Schicken Sie uns ein schönes Foto von der Sonnenfinsternis! Wir freuen uns über Zusendungen am Freitag an unsere E-Mail-Adresse redaktion@ovb24.de

Aber bitte Vorsicht: Achten Sie dabei auf Ihre Augen! So können Sie sich schützen.

Passenderweise ist die Sonne auch 400-mal weiter von der Erde entfernt als der Mond und daher erscheinen beide Himmelskörper an unserem Himmel gleich groß. Daher kann der Mond durchaus die Sonne für uns auf der Erde zu 100 Prozent bedecken. Eine sogenannte totale Sonnenfinsternis gab es in Deutschland zuletzt am 11. August 1999. Am kommenden Freitag gibt es zwar wieder eine totale Sonnenfinsternis, total wird sie aber nur in der Region um Spitzbergen, Grönland und das europäische Nordmeer wahrnehmbar sein. In Mitteleuropa wird der Bedeckungsgrad der Sonne „nur“ zwischen 60 und 85 Prozent liegen. Daher ist es hier eine partielle Sonnenfinsternis.

Die größte Bedeckung gibt es in Deutschland in Flensburg mit rund 82,1 Prozent. In Berlin werden es 74,2 Prozent sein. In Wien (Österreich) nur 62,9 Prozent. Je weiter südlich, desto weniger deutlich wird also die Bedeckung ausfallen.

Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland wird es nach 1999 erst am 3. September 2081  geben.

2. Spielt das Wetter überhaupt mit?

In Berlin beginnt das Spektakel gegen 9.38 Uhr. Es endet dort um 11.58 Uhr. Pünktlich zur Sonnenfinsternis schieben sich dann allerdings Wolken aus Nordwesten  nach Deutschland.

Die besten Chancen hat man entlang des Mains sowie südlich davon. Frankfurt, Saarbrücken, Nürnberg oder München haben eine Wahrscheinlichkeit von 85 bis 90 Prozent, dass sie einen guten Blick auf die Sonne haben. Hier kommen die Wolken erst später an.  

3. Was ist dran am möglichen Stromnetz-Blackout?

Bei uns wird es nicht die totale Dunkelheit geben, da es in Deutschland nur für eine partielle Sonnenfinsternis reicht. Trotzdem kann es kurzzeitig etwas dunkler und auch kälter werden, da aufgrund des deutlich geringeren Sonnenlichts eine leichte Abkühlung einsetzt.

Mehrfach wurde bereits darüber spekuliert, ob das Stromnetz Probleme bekommen könnte, wenn schlagartig die Sonneneinstrahlung abfällt. Immerhin gibt es mittlerweile einen hohen Anteil an Photovoltaik-Anlagen. Das ist allerdings eher fraglich. In den vergangenen Tagen gab es einen Hype um einen drohenden Blackout im Stromnetz. Dieser erinnert etwas an die „Jahr-2000-Problematik, als viele Experten dachten, die Computerwelt würden beim Übergang vom 31. Dezember 1999 auf den 1. Januar 2000 zusammenbrechen. Passiert war nichts…

Quelle: Pressemittteilung www.wetter.net/Diplom-Meteorologe/Diplom-Meteorologe Dominik Jung 

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser