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Todestag jährt sich zum ersten Mal

Das passiert mit der Asche des Rosenheimer Magiers Siegfried Fischbacher

Ein Bild aus den 60er-Jahren: Siegfried Fischbacher (rechts) und Roy Horn bei einer ihrer Aufführungen.
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Ein Bild aus den 60er-Jahren: Siegfried Fischbacher (rechts) und Roy Horn bei einer ihrer Aufführungen.

Ein Jahr ist es mittlerweile her, dass der bekannte Rosenheimer Magier Siegfried Fischbacher im Alter von 81 Jahren gestorben ist. Eine Zeit, während der die Familie nicht nur getrauert hat, sondern auch die Veranstaltung „Siegfried und Roy in Memoriam“ im Ballhaus organisiert hat. Ein Gedenken zum Todestag.

Rosenheim – Für Jennifer Fischbacher und ihre Familie wird der Donnerstag (13. Januar) ein emotionaler Tag. Aber auch ein besonderer. Denn nach fast einem Jahr haben sie jetzt die Möglichkeit sich ganz offiziell von Siegfried Fischbacher und seinem Partner Roy Horn zu verabschieden. „Am Donnerstag findet eine Videoschalte nach Las Vegas statt, bei der wir die Möglichkeit haben, die Urnen zum ersten Mal zu sehen und Abschied zu nehmen“, sagt Jennifer Fischbacher.

Jennifer Fischbacher mit ihrem Großonkel Siegfried (links) und dessen Partner Roy.

Kommunikation zwischen Rosenheim und Las Vegas schwierig

Bereits vor mehreren Monaten hatte sich die Nichte des Magiers in einer langen E-Mail an die Stiftung von Siegfried und Roy gewandt und unter anderem um eine Möglichkeit des Abschieds gebeten, die ihrer Familie aufgrund der Pandemie bis dato verwehrt geblieben ist. Doch die Kommunikation mit der Stiftung gestaltet sich laut Fischbacher schwierig – nicht nur aufgrund der großen Distanz zwischen Rosenheim und Las Vegas.

Verbunden durch die Liebe zur Magie und den weißen Tigern: Siegfried Fischbacher und Roy Horn.

Hotel „The Mirage“ verkauft

„Wir mussten beispielsweise aus den Medien erfahren, dass das Hotel ‚The Mirage‘ verkauft wurde“, sagt seine Nichte. Jenes Hotel, das Siegfried und Roy in den 90er-Jahren mit ihren Shows berühmt gemacht haben. Die Sorge sei jetzt, was mit den rund 30 Raubkatzen – darunter seltene weiße Tiger und Löwen – passiert und wo sie in Zukunft leben werden.

„Auch das wollte ich in meiner E-Mail wissen. Aber eine Antwort gab es bisher noch nicht“, sagt sie.

Dass es jetzt zumindest eine Videoschalte gibt, ist für die Familie immerhin ein kleiner Trost. „Ich kann noch gar nicht fassen, dass es schon ein Jahr her ist, seitdem er gestorben ist“, sagt Jennifer Fischbacher.

Keine Veranstaltung in Las Vegas

In Las Vegas findet ihres Wissens keine Veranstaltung zu Ehren der beiden Magier statt. Auch weil sich fast die ganze Familie in Rosenheim befindet – und heute vor dem Bildschirm sitzen wird.

Darunter werden neben Jennifer Fischbacher auch Schwester Dolores und Neffe Marinus Fischbacher sein. Sie alle werden im kleinen Kreis zusammensitzen, sich vielleicht die ein oder andere Anekdote über Siegfried und Roy erzählen und die vergangenen Jahre Revue passieren lassen.

Zahlreiche Bilder und Filmbeiträge

Eine Möglichkeit dazu, hatte die Familie bereits während der Ausstellung „Siegfried und Roy in Memoriam“, die Jennifer Fischbacher und ein Team des Vereins „Erlesene Oper“ unter der Trägerschaft des Historischen Vereins im August im Rosenheimer Ballhaus organisiert haben. Gezeigt wurden nicht nur zahlreiche Bilder und Filmbeiträge, sondern es gab auch Liveauftritte und Podiumsgespräche mit Wegbegleitern. „Roy und Siegfried haben so viel geleistet. Es wäre einfach schade, wenn all das in Vergessenheit gerät“, sagte Jennifer Fischbacher.

Permanente Erinnerung in Stadt

Damit genau das nicht passiert, haben sich die Mitglieder des Schul-, Kultur- und Sportausschusses in ihrer Juli-Sitzung dafür ausgesprochen ein würdiges Gedenken für das Magier-Duo zu errichten. Im Gespräch ist, wie berichtet, beispielsweise eine Straße in der Kastenau, wo Siegfried Fischbacher seine Kindheit verbrachte, nach ihm zu benennen.

Auch ein Platz, der die Namen der beiden Zauber-Künstler trägt, sei vorstellbar. Ziel des Historischen Vereins und der Familie Fischbacher ist es, ab dem Sommer 2023 einen festen Ankerpunkt in Rosenheim zu schaffen, der an die beiden Magier erinnert.

Asche soll auf „Mount Charleston“ verstreut werden

Genau das will die Familie Fischbacher auch am Donnerstag (13. Januar) tun. Sie hat sich außerdem dafür eingesetzt, dass die Asche der beiden Magier auf dem „Mount Charleston“ in Las Vegas verstreut wird.

Lesen Sie auch: Ein Abend voller Magie: So haben fünf Zauberer in Rosenheim an Siegfried und Roy erinnert

„Sie waren dort sehr gerne. Auch mit den Tieren“, sagt Jennifer Fischbacher. Es sei ein Rückzugsort gewesen, an dem die beiden ganz für sich sein konnten – und es demnächst wieder sein werden.

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