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Einsatz in Rosenheim und Bad Aibling

Jobben an der Corona-Front: So helfen Studenten bei der Pandemiebekämpfung

Studenten helfen in Rosenheim bei der Pandemiebekämpfung und führen unter anderem Abstriche durch.
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Studenten helfen in Rosenheim bei der Pandemiebekämpfung und führen unter anderem Abstriche durch.

Sie nehmen Kontakt zu positiv getesteten Personen auf, schieben Stäbchen in die Nase und dokumentieren die Impfung: Studenten helfen auch im Kreis Rosenheim bei der Pandemiebekämpfung. Jetzt erzählen zwei junge Leute über Corona, ihre Erfahrungen und was sie aus der Zeit mitnehmen werden.

Rosenheim – Der Kontakt mit den Menschen gefällt Andreas Menzel am besten. Seit einem Jahr unterstützt der 21-jährige Mann aus Kolbermoor das Bayerische Rote Kreuz bei der Arbeit rund um die Pandemie. Erst als Verwaltungskraft, mittlerweile führt er selbst Corona-Tests durch und nimmt Abstriche aus Mund und Rachen. „Am Anfang war ich derjenige, der im Testzentrum direkt am Eingang am Computer gesessen hat“, sagt er. Er habe Ausweise kontrolliert, Daten aufgenommen und QR-Codes erstellt.

Andreas Menzel.

Im Oktober endete seine Tätigkeit – doch Andreas Menzel wollte weitermachen. Also absolvierte er eine Ausbildung zum Abstreicher.

Ausbildung zum Abstreicher

Während der gesamten Zeit konzentrierte er sich weiterhin auf sein Informatik-Studium an der Technischen Hochschule in München. „Ich wurde dann als Werksstudent beim Bayerischen Roten Kreuz angestellt und mache seitdem die Tests“, sagt er. Überwiegend sei er in Bad Aibling im Einsatz, hin und wieder auch in anderen Teststationen.

Drei paar Handschuhe und ein Vollschutz

Dort steht einmal in der Woche – von 10.30 bis 19.30 Uhr – trägt drei paar Handschuhe übereinander, dazu einen Vollschutz, ein Visier und eine Maske und führt den Leuten das Stäbchen in die Nase ein. „Man lernt ganz viele unterschiedliche Typen von Mensch kennen“, sagt Menzel.

Die Meisten seien nett und höflich. Ausreißer gebe es überall. Wie lange Menzel noch beim Bayerischen Roten Kreuz bleibt, weiß er im Moment noch nicht. Gelernt habe er in der Zeit jedoch bereits jetzt schon allerhand. „Zum Beispiel wie man mit Leuten kommunizieren muss“, sagt er.

20 Schüler und Studenten im Impfzentrum

Andreas Menzel ist nur einer von vielen Studenten, der in Rosenheim und Umgebung bei der Pandemiebekämpfung hilft. „Im Impfzentrum sind circa 20 Schüler und Studenten tätig, die Verwaltungsaufgaben zur Impfvorbereitung übernehmen“, teilt die Stadt Rosenheim auf Nachfrage mit.

Fünf weitere Studenten seien im Testzentrum an der Loretowiese im Einsatz und würden unter anderem die Testpersonen registrieren, die Teströhrchen vorbereiten oder Abstriche durchführen. „Die Erfahrungen sind positiv und die Verantwortlichen sind für jede Unterstützung dankbar“, heißt es aus dem Rathaus.

Ansprechpartner während Quarantäne

Einer, der bereits seit einem Jahr im Rosenheimer Impfzentrum arbeitet, ist Sebastian Pichler. Der 28-jährige Neubeurer studiert Wirtschaftspädagogik in München.

Sebastian Pichler.

„Den Nebenjob, den ich eigentlich machen wollte, wurde aufgrund der Pandemie gecancelt“, sagt er. Also habe er sich nach einer neuen Beschäftigung umgesehen und diese im Rosenheimer Impfzentrum gefunden.

Er hilft bei der Impfanmeldung und fragt Impfwillige nach Vorerkrankungen, Allergien oder gesundheitliche Beschwerden. „Ich bin aber auch in der Impfkabine und dokumentiere den Impfvorgang“, sagt der 28-Jährige. Er mag die Arbeit unter Menschen, lobt die positive Stimmung im Impfzentrum und den Zusammenhalt im Team.

Unterstützung beim Kontaktpersonen-Management

Und auch im Rosenheimer Gesundheitsamt sind im Schnitt drei bis vier Studenten beschäftigt. „Sie unterstützen uns beim Kontaktpersonen-Management“, teilt Pressesprecherin Ina Krug auf Anfrage mit. Sie nehmen beispielsweise mit positiv getesteten Person Kontakt auf, geben aktuelle Informationen zur Quarantäne weiter, ermitteln die engen Kontaktpersonen und stehen in der Zeit der Quarantäne als direkte Ansprechpartner zur Verfügung.

„Unsere Studenten bleiben in der Regel nur ein paar Monate, da sie zum Beispiel die freie Zeit vor dem Beginn des Studiums oder zwischen den Semestern nutzen, um Geld zu verdienen“, sagt Krug. Aber eben auch, um etwas Gutes zu tun – wie Andreas Menzel und Sebastian Pichler.

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