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Äußere Münchener Straße für mehrere Stunden gesperrt

Leck an Rosenheimer Wasserleitung sorgt für Chaos im morgendlichen Straßenverkehr

Sperrung der Äußeren Münchener Straße
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Sperrung der Äußeren Münchener Straße.

Ein Wasserrohrbruch in der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim hat am Mittwochvormittag (13. Oktober) für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Über mehrere Stunden musste die Straße voll gesperrt werden. Doch nicht nur für die Autofahrer war die Situation eine Herausforderung.

Rosenheim – Als Polizist erlebt man so einiges. Aber das Bild, das sich den beiden Beamten bot, die am Mittwoch gegen 0.33 Uhr auf Streife an der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim unterwegs waren, war dann doch etwas, das man nicht alle Tage sieht.

Der Asphalt auf der rechten Straßenseite sei aufgeplatzt gewesen, ein Teil der Fahrbahn habe unter Wasser gestanden. „Für die Kollegen war relativ schnell klar, dass es sich um einen Wasserrohrbruch handeln musste“, sagte Polizeihauptkommissar Robert Maurer auf Nachfrage. Sie hätten sofort die Stadtwerke kontaktiert und über die Situation informiert.

Veränderungen im umgebenden Erdreich

20 Minuten später sei der Bereitschaftsdienst vor Ort gewesen und hätte die Vermutung der Polizisten bestätigt: An der Wasserhauptleitung hat es einen Rohrschaden gegeben. „Die Leitungen reagieren auf Veränderungen des umgebenden Erdreichs. Wenn also der Druck auf eine bestimmte Stelle zu groß wird, entsteht ein Loch oder gar ein Riss und das Wasser tritt aus“, sagt Ulrike Willenbrink, Pressesprecherin der Rosenheimer Stadtwerke.

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Beim Schaden an der Äußeren Münchener Straße habe es sich um einen Längsriss in einer sogenannten Graugusswasserleitung unter der stadteinwärts führenden Fahrbahn gehandelt. „Zur Reparatur musste die Schadenstelle weiträumig abgesperrt und aufgegraben werden, um die genaue Lage und Größe des Schadens zu lokalisieren. Außerdem hat das austretende Wasser die Asphaltdecke der stadtauswärts führenden Fahrbahnen angehoben und beschädigt“, sagt Willenbrink.

Feuerwehr sperrt Straße

Während ihre Kollegen gegen 1 Uhr mit den notwendigen Reparaturarbeiten begannen, kümmerte sich die Feuerwehr um die Absperrung der Straße und die Ausschilderung der Umleitung. Diese führte durch die Wohngebiete Am Gries in die Hochfellnstraße und in die Wildbarrenstraße über die Enzenspergerstraße und zurück zum Brückenberg.

„Ein Verkehrschaos hat es trotzdem gegeben“, sagt Maurer. Vor allem dann, als der Berufsverkehr einsetzte und die Eltern ihre Kinder zur Schule brachten. „Ich stand zwei Stunden im Stau“, sagt beispielsweise Mario Beschta, Leiter des Fachmarktes „Anderl Getränke“ an der Äußeren Münchener Straße 76. Er sei von Tuntenhausen über Großkarolinenfeld gefahren und mitten im Stau gelandet. „Ich war von der Situation ziemlich genervt und konnte den Laden erst zehn Minuten später als üblich aufmachen“, sagt er.

Busse bis zu 30 Minuten verspätet

Alle Hände voll zu tun hatten auch die Mitarbeiter des Rosenheimer Stadtverkehrs. „Wir mussten vier zusätzliche Busfahrer einsetzen“, sagt Betriebsleiter Tobias Weiß. Trotzdem hätten einige Busse bis zu 30 Minuten Verspätung gehabt. Seit 6.30 Uhr habe er sich um die Koordination gekümmert und unter anderem die Schulen informiert, dass es passieren könne, dass sich ein Großteil der Schüler verspätet.

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„Alle haben verständnisvoll reagiert, auch weil viele selbst von der Situation betroffen waren“, sagt Weiß.
Das bestätigt auch eine Lehrerin der Grund- und Mittelschule Fürstätt. Während fast alle Schüler pünktlich zur ersten Stunde im Klassenzimmer saßen, kamen hier allerdings vor allem die Lehrer zu spät. „Aber auch das hat sich in Maßen gehalten. Alle sind zum Glück früh genug losgefahren.“

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Während sich also Bus- und Autofahrer durch den Stau kämpften, arbeiteten die Mitarbeiter der Stadtwerke auf Hochtouren, um den Wasserrohrbruch zu beheben. „Das beschädigte Leitungsstück wurde herausgetrennt, ein neues Rohrstück wieder eingebaut, die reparierte Schadenstelle desinfiziert und gespült, auf Dichtigkeit geprüft, abschließend wieder mit Wasser befüllt und damit die Versorgung wiederhergestellt“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Willenbrink.

Freigabe gegen 12 Uhr

Um kurz nach 12 Uhr beendeten die Stadtwerke ihre Arbeit und gaben die Straße wieder für den Verkehr frei.
Doch die nächste Baumaßnahme ließ nicht lange auf sich warten. Seit gestern Nachmittag ist die Rechtsabbiegespur von der Hubertusstraße in die Wittelsbacherstraße für rund zwei Wochen gesperrt.

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Dort wird das neue Straßenentwässerungssystem – zunächst provisorisch – an den vorhandenen Mischwasserkanal in der Wittelsbacherstraße angeschlossen. „Autofahrer die vom Brückenberg kommend stadteinwärts über die Hubertusstraße Richtung Wittelsbacherstraße wollen, werden gebeten, über die Hubertusstraße sowie die Küpferling- und Prinzregentenstraße auszuweichen“, teilt die Stadt mit.

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