Zugunglück: Identität des Toten nun geklärt

Fürstätt - In der Nacht auf Sonntag wurde in der Nähe des Bahnübergangs Fürstätt ein Mann durch einen Zug getötet. Seine Identität konnte nun geklärt werden. *Neue Infos*

Update 9. September, 14.35 Uhr:

Die Polizei teilte heute mit, dass es sich bei dem tödlichen Vorfall am Bahnübergang Fürstätt wohl nicht um einen Unfall handelt. Die Identität des Mannes ist geklärt: Es handelte sich um einen 34-jährigen Rosenheimer.

Update 8. September, 15.20 Uhr:

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn rosenheim24.de mitteilte, hatte der Lokführer offensichtlich keine Ahnung davon, dass er einen Menschen überfuhr. 

Seine Meldung lautete "Schlag verspürt". In dieser Kategorie von Vorkommnissen, die während einer Zugfahrt eintreten können, ereignen sich im Nachhinein 90 Prozent der Fälle als Fehlmeldung. Auszugehen ist von Ästen auf den Schienen bis hin zu Schottersteinen oder Schienenstoß, bei dem die Gleise nachgeschweißt werden müssen.

Untertags haben solche Meldungen die Konsequenz, dass nachfolgende Lokführer langsamer fahren und darauf achten, ob ihnen in diesem Bereich ebenfalls Ungewöhnlichkeiten auffallen. Geht die Information "Schlag verspürt" jedoch in der Nacht ein und keine darauffolgenden Züge werden beeinträchtigt, wartet man lieber bis zum Morgengrauen ab.

Aus diesem Grund erfolgte die Streckenkontrolle erst Stunden später. Hätte der Funkspruch anders gelautet, etwa "großes Tier oder Mensch erfasst", dann wäre unverzüglich die Bundespolizei informiert worden, bestätigte der Sprecher der Deutschen Bahn.

Update 8. September, 9.20 Uhr:

Auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte Polizeisprecher Frank Konrad, dass die Identität des Toten weiterhin unklar ist.

"Wenn die Identität geklärt ist, stehen Umfeldermittlungen an", erklärt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Diese sogenannten Umfeld-Ermittlungen sollen Hinweise auf die Umstände des Todes geben.

Erstmeldung 7. September 16 Uhr:

In der Nacht auf Sonntag, den 07.09.2014 ereignete sich in der Nähe des Bahnübergangs Fürstätt ein schwerer Bahnunfall bei dem ein bislang unbekannter Mann getötet wurde. Die Identität des Mannes ist bislang unklar. Die Polizei bittet daher um Hinweise aus der Bevölkerung.

Am 07.09.2014 gegen 0.35 Uhr vernahm ein Lokführer auf der Strecke Rosenheim Holzkirchen auf Höhe Fürstätt einen Schlag am Zug, den er zunächst nicht mit einem Unfall in Verbindung brachte. Bei der eingeleiteten Streckenkontrolle am nächsten Morgen wurde dann an der genannten Stelle eine leblose männliche Person festgestellt, die offensichtlich von dem Zug angefahren und teilweise überrollt worden war. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die weitere Sachbearbeitung wurde vom Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Rosenheim übernommen. Die Bahnstrecke war von ca. 7 Uhr bis etwa 9.30 Uhr gesperrt.

Die Umstände des Unfalles sind bislang völlig unklar. Die Identität des Verunglückten konnte bisher nicht geklärt werden. Daher bittet die Kriminalpolizei um Hinweise aus der Bevölkerung.

Beschreibung der Person: männlich, etwa 20 bis 40 Jahre alt, mit auffälligem „Tribal-Tattoo“ auf dem linken Oberarm. Der Mann trug einen goldenen Siegelring am rechten Ringfinger. Bekleidet war die Person mit einer schwarzen Jeans und einem grauen T-Shirt oder Unterhemd.

Zeugen, die Hinweise auf die Identität des Verunglückten geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 08031/2000 mit der Kriminalpolizei in Rosenheim in Verbindung zu setzten.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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