A8: Unfälle und uneinsichtiger Lkw-Fahrer

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Rosenheim/Holzkirchen - Viel Arbeit hatte die Autobahnpolizei am Freitag und Samstag. Sie musste zahlreiche Unfälle bearbeiten sowie sich mit einem uneinsichtigen Polen herumschlagen.

Verkehrsunfälle auf der A8

Am Samstag, 10.09.11, gegen 14.55 Uhr kam es auf der A8 in Fahrtrichtung Salzburg zwischen den Anschlussstelle Holzkirchen und Weyarn zu einen Auffahrunfall. Eine 30-jährige Bezirksleiterin einer Molkerei aus Bischofswiesen fuhr mit ihrem Touran auf einen vor ihr bremsenden Touran einer 52-jährigen Frau aus Balve. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 9000 EUR. Die Bezirksleiterin hatte Mitleid mit den unter ihrer Schutzkleidung schwitzenden Beamten und spendierte jeweils eine „Frische-Trinkmilch“.

Bereits am Freitag, 09.09.11, gegen 17.00 Uhr befuhr ein 31-jähriger Pole mit seinem 40-Tonnen-Sattelzug die A 8 in Fahrtrichtung München auf dem für den fließenden Verkehr zu dieser Zeit freigegebenen Seitenstreifen. Zur gleichen Zeit wollte ein Rentner aus Herrsching mit seinem Golf vom Beschleunigungsstreifen des Parkplatzes kurz vor der Anschlussstelle Hofoldinger Forst auf die A 8 einfahren. Er schätzte die Lücke vor dem Sattelzug offenbar zu gering ein und zog nach links. Dabei stieß er mit seiner linken Heckpartie an die rechte Front der Sattelzugmaschine. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 1.500 EUR.

Am Samstag, 10.09.11, gegen 11.50 Uhr fuhr eine 57-jährige Erfurterin mit ihrem Skoda auf der A 8 in Fahrtrichtung München auf dem rechten Fahrstreifen. Am Autobahnkreuz München Süd musste sie aufgrund stockenden Verkehrs anhalten. Der dahinter fahrende 34-jährige Kia-Fahrer aus Wörgl bemerkte das Bremsen der Erfurterin und hielt ebenfalls an. Dann folgte eine 68-jährige Müncherin mit ihrem Mercedes, die die Situation nicht sofort erfasste und fuhr auf den Kia des Österreichers auf. Durch den satten Aufprall wurde der Kia auf den Skoda der Erfurterin aufgeschoben. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 11.500 EUR.

Arzt beschädigt 24 Leitplankenfelder

Am Samstag, 10.09.11, gegen 15.43 Uhr erreichte die Notrufzentrale des Polizeipräsidiums München eine Mitteilung über einen Autounfall. Ein Autofahrer sei am Autobahnkreuz München Süd in die Leitplanke gekracht und habe erheblichen Schaden angerichtet. Obwohl die Streife der Autobahnpolizei Holzkirchen wenige Minuten vor Ort war, hatte sich der Unfallverursacher aus dem Staub gemacht. Anhand der Spuren wurde festgestellt, dass der zunächst unbekannte Fahrzeugführer mit seinem Pkw von der Giesinger Autobahn kommend auf die A 8 in Richtung Salzburg fuhr. Im Bereich der Fahrstreifenzusammenführung muss ihm sein Fahrzeug so außer Kontrolle geraten sein, dass nach der rechts von der Fahrbahn abkam und über einen Grünstreifen gegen die Innenseite der Leitplanke stieß, die Fahrzeuge schützen soll, die von der A 99 auf die A 8 in Richtung Salzburg fahren.

Insgesamt wurden sage und schreibe 24 Leitplankenfelder beschädigt. Allein dieser Schaden dürfte sich auf mehr als 10.000 Euro belaufen. An der Unfallstelle fand sich das Kennzeichen des Unfallverursachers, der wenig später zu Hause im Landkreis München von den Beamten angetroffen werden konnte. Der 37-jährige Arzt räumte den Sachverhalt ein und gab an, das Lenkrad verrissen zu haben. Zum Vorhalt der Unfallflucht gab er an, dass ja weiter nichts passiert sei. An seinem Pkw beläuft sich der Sachschaden auf rund 8.000 EUR. Ihn erwartet eine entsprechende Strafanzeige.

Uneinsichtiger Lkw-Fahrer mit fast zwei Promille

Am Samstag, den 10.09.2011, wurden die Beamten der Autobahnpolizei Holzkirchen auf dem Parkplatz Seehamer der BAB A 8 in Richtung München auf einen Brummifahrer aufmerksam, der gerade seinen Lkw entrümpelte. Neben der Fahrerkabine des polnischen Sattelzuges lagen diverse Gegenstände, darunter Kleidungsstücke, Bettwäsche, Flaschen und CD´s.

Nachdem die Beamten am Führerhaus klopften, öffnete der Fahrer, lediglich mit einer Unterhose bekleidet, die Fahrertür. Aus dem Führerhaus drang erheblicher Gestank. Der Fahrer, ein 25-jähriger Pole, hatte die Gegenstände aus seinem Lkw „entsorgt“, nachdem er sich übergeben hatte und ihm die getroffenen Gegenstände im Führerhaus zu stark rochen.

Ein Alkotest ergab einen Wert jenseits der zwei Promille, woraufhin ihm eine Weiterfahrt untersagt wurde. Da damit nicht so einverstanden war, wurde ihm der Fahrzeugschlüssel abgenommen. Von den Beamten wurde er schließlich noch aufgefordert, seinen auf der Straße entsorgten Hausrat fachgerecht in der naheliegenden Mülltonne zu entsorgen, was er daraufhin auch tat.

Pressemeldung Autobahnpolizei Holzkirchen

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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