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Landtags- und Bezirkstags Wahlkampf 2018

Jugendsuchtberatung NEON und „Jugend in Arbeit“ zu Gast bei den Freien Wählern in Halfing

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v.l. Benny Grünbichler von NEON, Kerstin Stock von "Jugend in Arbeit", Bezirksrat Sepp Hofer, Mary Fischer Landtagskandidatin und Stephan Bruhn Bezirkstagskandidat

Halfing - Die Rosenheimer gemeinnützige Stiftungsgesellschaft „NEON Jugendsuchthilfe und Prävention“ und das Rosenheimer Patenprojekt „Jugend in Arbeit“ standen im Mittelpunkt einer öffentlichen Informationsveranstaltung der Freien Wähler Halfing im Landgasthof Schildhauer. Dazu hatte Ortsvorsitzender Sepp Hofer NEON-Geschäftsführer Benjamin Grünbichler, die hauptamtliche Patenprojekt-Leiterin Kerstin Stock sowie Landtagskandidatin Mary Fischer und Bezirkstagskandidat Stephan Bruhn eingeladen.

Hofer kritisierte in seinen Grußworten „die zunehmende Digitalisierung der Welt, die uns mehr und mehr zu gläsernen Menschen macht“. Als Beispiel verwies er auf die anstehende Neuregelung der bayerischen Gemeindeordnung, nach der Kommunen ihren Bürgern den Einbau elektronischer Wasserzähler mit Funkfunktion künftig beim Austausch ihres alten Zählers zwingend vorschreiben dürfen. Aus den zu jedem beliebigen Zeitpunkt rund um die Uhr per Funk auslesbaren Daten könne ohne Probleme das Alltagsverhalten der Bewohner abgeleitet werden. „Dass Unbekannte dann wissen, wann ich nicht daheim bin, macht mir allergrößte Sorge“, so der Vorsitzende. Er befürchte, dass die erfassten Daten trotz Verschlüsselung in falsche Hände geraten könnten. Wie auch bei der geplanten, aber heftig umstrittenen elektronischen Gesundheitskarte. Und: „Jahrzehnte wurde um die Beibehaltung der ärztlichen Schweigepflicht gekämpft. Mit dieser Karte gäbe es kein Arztgeheimnis mehr“, so Hofer. Dass Internet- und Smartphone-Nutzer nachvollziehbare digitale Spuren mit sensiblen persönlichen Daten hinterlassen, sei mittlerweile hinlänglich bekannt, erklärte Benjamin Grünbichler. „Allerdings bieten beide Medien bei exzessiver Nutzung ein weiteres Gefahrenpotenzial: Sie machen süchtig.“ Vor allem Kinder und Jugendliche seien gefährdet, warnte der Diplom-Sozialpädagoge und Suchttherapeut. Deshalb setzte er in seinem Vortrag Schwerpunkte zu den Themenbereichen „Bedeutung digitaler Medien in der pubertären Entwicklung“ sowie „Folgen exzessiver Smartphone-Nutzung“. Zudem gab er Tipps für Eltern unter der Prämisse „Auf was sollten Sie im Umgang mit digitalen Medien in der Erziehung achten?“ (Ausführliche Infos unter www.neon-rosenheim.de) Für eine ganze Reihe junger Menschen werde es zunehmend schwieriger, nach der Schule einen Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz zu finden, betonte Kerstin Stock in ihrem Vortrag. Dafür gebe es vielschichtige Gründe, unter anderem familiäre und gesellschaftliche Veränderungen. Der Verein „Rosenheimer Aktion für das Leben“ habe deshalb vor Jahren eine Initiative gestartet, die der Problematik entgegenwirken soll: „das Patenprojekt Jugend im Arbeit“. Schüler werden zur Verbesserung ihrer schulischen Leistungen und beim Übergang von der Schule zum Beruf über einen längeren Zeitraum von ehrenamtlichen Paten begleitet, die Erfahrung in der Arbeitswelt haben - zurzeit etwa 200 im gesamten Landkreis Rosenheim. Die Paten und Jugendlichen entwickeln gemeinsam eine Perspektive für den Berufsweg. Sie treffen sich regelmäßig, sie bearbeiten die Bewerbungsunterlagen, sie besprechen die erforderlichen nächsten Schritte. Die Gewinnung und Entwicklung von Ausbildungs- und Arbeitsstellen sei ein weiterer Aspekt der Patenschaft. Oft besuchen laut Stock die Paten mit interessierten Jugendlichen Betriebe in der Region, „die viele Azubis brauchen“. Die Unternehmen sollen sich darauf verlassen können, dass für diejenigen Jugendlichen, die über das Patenprojekt in eine zusätzliche Lehrstelle übernommen werden, mit den Paten kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Kerstin Stock: „ Die Begleitung sollte möglichst so lange dauern, bis die Jugendlichen selbständig ihren Berufsalltag meistern.“

Freie Wähler Halfing

Quelle: rosenheim24.de

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