ANKER und Hotspot

Wie wir mit Flüchtlingen umgehen

+
Flyer zur Veranstaltungsreihe "Menschen und Rechte sind unteilbar"

Rosenheim - Am 24. Januar referiert der Politikwissenschaftler Hamun Tanin um 19 Uhr im Schüler – und Studentenzentrum zum Thema „ANKER und Hotspot – Wie wir mit Flüchtlingen umgehen“ im Rahmen einer Ausstellung und Veranstaltungsreihe des Initiativkreis Migration Rosenheim unter dem Motto „Menschen und Rechte sind unteilbar“.

Neuankommende Flüchtlinge werden in Bayern in sogenannten ANKER-Einrichtungen untergebracht. Flüchtlinge sollen dort bis zur Entscheidung ihres Asylantrags durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge untergebracht werden, bei Ablehnung sogar bis zu Ausreise oder Abschiebung. Auch Flüchtlinge, die gegen ihre Ablehnung durch das BAMF klagen, und das mit guten Erfolgsaussichten, sollen in diesen Abschiebelagern bleiben. Wie das Leben jedoch in diesen Einrichtungen aussieht, erfahren Außenstehende nicht. Das ist auch das Ziel: denn die Lebensbedingungen in großen Sammellagern sind menschenunwürdig.

Die griechische Insel Lesbos nahe dem türkischen Festland ist aktuell der Hotspot der europäischen Flüchtlingspolitik. Auf 85.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Insel kommen 17.000 Flüchtlinge, die überwiegend in dem staatlich organisierten Flüchtlingscamp Moria untergebracht sind. Dort ist ein menschenwürdiges Leben unmöglich. Tausenden fehlt es an Nahrung, Unterkünften und notwendiger medizinischer Behandlung. Und weil Moria hoffnungslos überbelegt ist, stranden viele Geflüchtete in inoffiziellen Lagern. In diesen selbstgebauten Zeltstädten sind sie zum bloßen Überleben auf private Hilfsorganisationen angewiesen. Tausende haben überhaupt keine Unterkunft.

Der Politikwissenschaftler Hamun Tanin hat sich vor kurzem persönlich ein Bild von der Situation in den ANKER-Einrichtungen in Bayern und auch auf der Insel Lesbos gemacht. Am 24. Januar berichtet er von den Eindrücken und spricht darüber, wie Bayern und Deutschland den Menschen vor Ort helfen und zur Lösung der humanitären Katastrophe beitragen könnten.

Die Ausstellung „Menschen und Rechte sind unteilbar“ ist noch bis zum 29. Februar 2020 im Schüler- und Studentenzentrum Rosenheim (Pettenkoferstraße 9) zu sehen. Sie behandelt u.a. folgende Fragen: Wie und unter welchen Umständen sind die Menschenrechte entstanden? Wie ist es den vielen unvergessenen Streiter*innen gelungen, sie zu etablieren? Warum müssen wir uns heute wieder verstärkt für Menschenrechte engagieren?

Die weiteren Veranstaltungen sind: 14. Februar, 19 Uhr: Filmvorführung „Capernaum – Stadt der Hoffnung“, Schüler- und Studentenzentrum Rosenheim, in Kooperation mit dem Kulturverein Rosenheim. 19. Februar, 9-16 Uhr: „Man wird ja wohl noch sagen dürfen…“ Kommunikationstraining gegen Stammtischparolen, Gemeindehaus der Versöhnungskirche Rosenheim, in Kooperation mit dem evangelischen Bildungswerk Rosenheim, Unkostenbeitrag 10 €, eine Anmeldung bis zum 12.2. wird erbeten, entweder per Email an info@ebw-rosenheim.de oder telefonisch: 08031 809558. Weitere Infos unter https://migration.rosenheim.tk/ und https://twitter.com/inimigro

Pressemitteilung Initiativkreis Migration Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Vereine & Behörden

Auch interessant

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung und behält sich vor, Beiträge zu kürzen oder zu löschen, sollten sie gegen den Pressekodex verstoßen.

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT