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Das Aus für den neuen Fußballplatz in Zellerreit

„Getrickst, Getäuscht, Geschwindelt!“ - SV Ramerberg zieht jetzt Konsequenzen

Ramerberg - Zellerreit soll nicht der Standort für den neuen Fußballplatz werden. Andreas Baumgartner, erster Vorstand des SV Ramerberg, ist empört über die Entscheidung des Gemeinderats Ramerberg. In einer Stellungnahme teilt er im Namen der Vorstandschaft die Perspektive des Vereins mit.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Ihnen allen ist durch die verschiedensten Berichterstattungen bekannt, wie sich die Situation um die Neuerrichtung des Sportplatzes in Ramerberg entwickelt hat.

Worum ging es uns? Der SV Ramerberg ist sportliche Heimat für Familien und deren Kinder, für unsere Jugendlichen und für sämtlich andere BürgerInnen unserer Gemeinde. Meist steht der sportliche Aspekt im Vordergrund, oft ist der Verein aber auch sozialer Anker für unsere Mitglieder, gerade bei unseren Kindern und Jugendlichen. Wir wollen nachhaltig sein, auch für zukünftige Generationen heute schon die Weichen stellen, um den Sportverein im Gemeindebereich zu halten. 

Nunmehr wurde in der Gemeinderatssitzung am 6. April mit 7:6 Stimmen gegen Zellerreit als Standort für den neuen Fußballplatz abgestimmt. Das „Aus“ für den Bereich Fußball wurde damit politisch motiviert besiegelt. Alle sieben Stimmen für die Ablehnung kamen vom Bürgermeister Manfred Reithmeier und seiner Fraktion UWR, die sechs Gegenstimmen kamen sämtlich von den GemeinderätInnen der NRL/FWG. Wir hofften bis zum Schluss, dass unserem Bürgermeister die Familien Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinde ebenso wichtig sind, wie unserem Verein. 

Wir bedanken uns bei den Medien für ihre immer objektive Berichterstattung. Die Leser/Innen durften erfahren, dass es nie eine ernsthafte Alternative für den Standort Zellereit gab und es sie weiterhin nicht gibt. Natürlich sind wir vom Ergebnis des Beschlusses enttäuscht. 

Nachdem Bürgermeister Manfred Reithmeier im Gemeindeblatt dieses Monats sogar die Medien, nur weil sie die Wahrheit geschrieben haben, der einseitigen Berichterstattung beschuldigte, ist es nun an der Zeit, für ein klares Fazit unseres Vereins.

Gemeinderätin Petra Hölzle (NRL) hat o.g. Beschluss in der Gemeinderatssitzung vom 4. Mai kurz und prägnant zusammengefasst: „Wir haben in der letzten Sitzung erlebt, wie verzweifelt stichhaltige Argumente gegen den Standort Zellerreit gesucht wurden. Ohne Erfolg. Denn es gibt sie nicht. Stattdessen haben wir jede Menge Märchen gehört“.

Diese Aussagen decken sich relativ exakt mit den Erfahrungen des SV Ramerberg. Auch uns wurden von Manfred Reithmeier jede Menge Märchen aufgetischt! 

Reithmeier hat beispielsweise in der Gemeinderatssitzung vom 4. Mai wiederholt betont, dass unter anderem „Einwände der Behörden“ zur Ablehnung des Standortes Zellerreit führen mussten. Diese Auffassung soll demnach, auch der von ihm beauftragte Rechtsanwalt Sebastian Heidorn und der Geschäftsführer des SAK-Planungsbüros Hans Althammer vertreten haben.

Fakt ist aber, dass behördliche Einwände nicht gegen den Standort Zellerreit per se sprechen. Im Gegenteil: Rechtsanwalt Sebastian Heidorn und auch Geschäftsführer des SAK Planungsbüros Hans Althammer haben in der Gemeinderatssitzung am 6. April entgegen der Ausführungen des Bürgermeisters aufgeklärt, dass „die Einwendungen der Behörden keine rechtlich unüberwindbaren Hindernisse darstellen“.

Zum gleichen Schluss kommt nach umfassender Prüfung der Faktenlage auch Bauamtsleiterin Ulrike Grandt (VG Rott): „Die Einwände der Behörden sind inhaltlich nicht schwerwiegend, rechtliche Einwände gibt es keine“. Und sie fügt hinzu: „Das Vorhaben ist rechtlich möglich, doch ist es auch politisch gewollt?“

Diese Frage erscheint brisant, ist sie doch zugleich Aufforderung zum Eingeständnis der UWR, den Sportplatz schlichtweg aus populistischen Gründen verhindern zu wollen

Nur um dieses Eingeständnis zu umgehen, greift Bürgermeister Reithmeier aus unserer Sicht immer wieder zu bewussten Falschdarstellungen von Sachverhalten. Die Liste ist lang.

Nicht nur betreffend der Zufahrt zum geplanten Standort Zellerreit, auch beim Thema Vogelschutz oder bei den „angeblich“ anfallenden Pachtkosten für den Standort Zellerreit hat Reithmeier sämtliche Register der kommunikativen Trickserei gezogen. Die Wahrheit selbst aber hat er stets zu einer eigenen für sich genehmeren Version gewandelt.

Auch als Reithmeier als Ersatz für den Standort Zellerreit diverse weitere „Alternativen“ ins Spiel bringt, hält er an seiner eigens konstruierten „Wahrheitsversion“ fest, obwohl sich genau diese „vermeintlichen Alternativen“ bereits auf den ersten Blick als Luftnummern herauskristallisieren.

Auch hier wurde Gemeinderätin Petra Hölzle (NRL) in der Gemeinderatssitzung am 4. April deutlich: Beim „Alternativstandort Unterkatzbach“ wurde dem Gemeinderat ein wichtiges Detail verschwiegen: „Die Regierung von Oberbayern kann sich zwar eventuell eine Grünfläche vorstellen, von Bauten war aber nie die Rede, also kein Zaun, keine Bande, geschweige denn eine Flutlichtanlage oder gar ein Kabinengebäude“.

Und nicht nur das hat Ramerbergs Bürgermeister gegenüber der NRL und dem SV Ramerberg wohl „vergessen“ zu erwähnen. Vielmehr auch die nicht realisierbare verkehrssichere Zufahrt für Kinder und Jugendliche. 

Auch beim zweiten „Alternativstandort Ramerberg“ hat Reithmeier nichtlösbare Probleme verharmlost und anders dargestellt. Es stellte sich nämlich heraus, dass zeitgemäße Sanitäranlagen und Kabinen sowie das Thema Verkehrssicherheit ein enormes Hindernis ist. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Großteil der benötigten Flächen nur für zehn Jahre verpachtet wird, wo doch mindestens 25 Jahre ab Inbetriebnahme für entsprechende Zuschüsse erforderlich wären. 

Fakt ist, dass es sich nicht mal ansatzweise lohnt, weiter über die von Bürgermeister Manfred Reithmeier präsentierten „Pseudo-Alternativen“ nachzudenken.

Kurz zusammengefasst: Das Maß ist voll! Ein Bürgermeister, der uns laufend neue Märchen auftischt, ist für den SV Ramerberg kein tolerierbarer Verhandlungspartner. 

Wir sind betrickst und getäuscht worden. Da sich das Gemeindeblatt spätestens mit der Mai Ausgabe als einseitig populistisch motiviertes Sprachrohr der UWR entwickelt, nehmen wir die darin stattfindende dauernde Berichterstattung gegen den Verein zum Anlass, jegliche Verhandlungen mit Bürgermeister Reithmeier in Person bezüglich des neuen Fußballplatzes an dieser Stelle bis auf Weiteres abzubrechen.

Gleichwohl werden wir weiterhin Alles daransetzen, dass die Interessen der Gemeindebürger, unserer Vereine und insbesondere unserer Familien, Kinder und Jugendlichen nicht noch weiter in den Hintergrund geraten.

Dazu gehört für uns auch, die regionale und überregionale Presse noch viel mehr darum zu bitten, die Hintergründe und Fakten genauestens,- bis ins kleinste Detail-, zu hinterfragen und darüber zu publizieren. Damit nicht weiterhin diese familien- und kinderunfreundliche Politik eines Bürgermeister Reithmeier unsere Gemeinde spaltet. 

Andreas Baumgartner, erster Vorstand des SV Ramerberg im Namen der Vorstandschaft

Pressemitteilung des SV Ramerberg

Rubriklistenbild: © Tobias Hase

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