Tarifstreit: Hier finden Warnstreiks statt

Landkreis - Weil es in der aktuellen Tarifrunde im öffentlichen Dienst bislang zu keiner Einigung oder Annäherung kam, ruft die Gewerkschaft ver.di jetzt zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf: 

"Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder erbringen täglich für unsere Gesellschaft notwendige, engagierte und kompetente Dienstleistungen für den Bürger", stellt der Tarifkoordinator des ver.di Bezirks Rosenheim, Robert Metzger fest. "Die steigenden Anforderungen erfordern Einkommenserhöhungen, die steigenden Belastungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen."

Deshalb fordert die Gewerkschaft ver.di neben einer Einkommenserhöhung von 5.5 Prozent mit einer Mindestbetragskomponente von 175 Euro, sowie 100 Euro für die Auszubildenden auch, dass die Arbeitsgeber auf die sach-grundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen verzichten. Der öffentliche Dienst nutzt dieses Instrument unter allen Arbeitgebern am meisten. So wurden im Jahr 2013 mind. 65 Prozent aller Neueinstellungen nur befristet vorgenommen. Dies sei aus Sicht von ver.di nicht notwendig, weil der Bedarf an Arbeitskräften vorhanden und aufgrund der demografischen Entwicklung in der Bevölkerung dieser Bedarf auch dauerhaft ist.

Des weiteren fordern ver.di:

- Eine Übernahmeregelung und einheitlich 30 Tage Urlaub für Auszubildende

- Eine Anhebung des Nachtdienstzuschlages in den Unikliniken auf den für alle anderen auch gültigen Satz von 20 Prozent

- eine Zeit- und Inhaltsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamtinnen und Beamten

Im ver.di Bezirk Rosenheim finden deshalb am 02. März in folgenden Dienststellen Warnstreiks statt:

- Autobahnmeisterei Rosenheim

- Autobahnmeisterei Siegesdorf

- Straßenmeisterei Ampfing

- Straßenmeisterei Traunstein

- Straßenmeisterei Bischofswiesen

- Straßenmeisterei Freilassing

- Straßenmeisterei Hausham

- Straßenmeisterei Rosenheim

- Flussmeisterstelle Rosenheim

- Flussmeisterstelle Wasserburg

- Flussmeisterstelle Benediktbeuren

- Flussmeisterstelle Piding

Die streikenden Kolleginnen und Kollegen treffen sich an folgenden Orten zu einem Warnstreik:

- vor der Straßenmeisterei in Traunstein, ab 9 Uhr

- vor der Autobahnmeisterei in Pfraundorf, ab 7.30 Uhr

- vor der Straßenmeisterei in Empfing, ab 8 Uhr

Ebenfalls am 2. März ruft die Gewerkschaft ver.di die Mitglieder und Beschäftigte des Finanzamtes Rosenheim zur Teilnahme an einer aktiven Mittagspause auf. Dies beginnt um 10.45 Uhr vor dem Finanzamt in Rosenheim. Von dort aus geht es in einem Demonstrationszug durch die Rosenheimer Innenstadt.

Pressemitteilung ver.di Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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