"Weiße Weihnacht" fällt wohl leider ins Wasser

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Viel glitzernder Schnee am Heiligen Abend gehört für viele Menschen einfach dazu. In diesem Jahr fällt der Weiße-Weihnachts-Traum aber wohl leider ins sprichwörtliche Wasser.

Landkreis - Es ist trüb und auch etwas zu warm für diese Jahreszeit. Was schade ist: Das aktuelle Wetter lässt leider auch wenig Hoffnungen auf "weiße Weihnachten" zu.

Das teils trübe, teils sonnige Hochdruckwetter dauert auch am 3. Adventswochenende an. Eine Umstellung der Großwetterlage hin zu winterlichem Wetter ist derzeit nicht in Sicht. Bisher ist der Dezember 2013 übrigens rund 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Daran wird sich auch in den nächsten Tagen kaum etwas ändern. Allen, die aber tatsächlich heute schon den Winter komplett „abschreiben“ möchten, sei der Dezember 2011 in Erinnerung gerufen: Der brachte sogar um 3 Grad zu milde Temperaturen. Danach folgte dann aber ab Ende Januar die strengste Kälteperiode seit 1986. „Beim Winter ist noch alles offen. Schließlich hat die Jahreszeit kalendarisch noch gar nicht begonnen. Wir befinden uns demnach nämlich noch im Herbst", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

So geht es die kommenden Tage weiter:

Freitag: 5 bis 8 Grad, Sonne, Wolken und Nebel im Wechsel, trocken

Samstag: aus Westen etwas Regen, sonst meist wechselnd bewölkt, teilweise auch den ganzen Tag trüb

3. Advent: weiterhin mit 4 bis 8 Grad recht mild, aber ruhiges Hochdruckwetter, oft den ganzen Tag grau in grau

Montag: kaum Sonnenschein, oft Nebel oder Hochnebel und das ganze bei 5 bis 9 Grad

Dienstag: mit 4 bis 8 Grad ist es weiter für die Jahreszeit zu warm, dabei scheint nur selten die Sonne, meist ist der Himmel mit Wolken oder Hochnebel überzogen

Mittwoch: hier und da fällt bei 3 bis 8 Grad etwas Regen oder Sprühregen, die Sonne lässt sich selten blicken

Donnerstag: bei 4 bis 8 Grad ist es weiterhin vielfach neblig oder trüb, viel Sonnenschein ist nicht zu erwarten

Die Wetterlage bleibt in den kommenden Tagen also ziemlich eintönig und vor allen Dingen: trüb. Wir wollen nicht hoffen, dass wir auf eine ähnlich dunkle Jahreszeit wie im letzten Winter zusteuern. Damals schon gab es für Deutschland den dunkelsten Winter aller Zeiten. In Magdeburg schien beispielsweise bisher im gesamten Dezember erst 4 Stunden die Sonne.

Gibt es weiße Weihnachten?

Der Trend Richtung Weihnachten ist für Liebhaber einer weißen Weihnacht weiterhin sehr schlecht. Es kommt zwar Bewegung in die Wetterküche, ob es aber noch für einen Kaltlufteinbruch mit Schnee reichen wird, ist derzeit mehr als fraglich. Hier die Trendprognose für Weihnachten:

Heiligabend: bei 3 bis 8 Grad gibt es viele Wolken, ab und zu fällt Regen

1. Weihnachtstag: meist ist der Himmel grau in grau, die Sonne macht sich rar und das ganze bei 4 bis 8 Grad

2. Weihnachtstag: beim Weihnachtswetter tut sich nicht viel, es ist meist stark bewölkt oder bedeckt, ab und zu fällt Regen

Immerhin würden die Weihnachtstemperaturen demnach gut 10 Grad unter den Werten von letztem Jahr liegen – das wäre ja auch schon ein „Fortschritt“. Damals wurden an Heiligabend in Süddeutschland stellenweise bis zu 17 Grad gemessen. Auch damals kam der Winter danach noch mit Macht.

Bilanz vom Wetter-Jahr 2013

In diesen Wochen sind Jahresrückblicke ja besonders beliebt. Werfen wir daher einen Blick auf die Wetterbilanz 2013. Und die sieht so aus: Das Jahr war um 0,4 Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Das Niederschlagssoll wurde exakt zu 100 Prozent erfüllt. Das Jahr war also weder zu nass, noch zu trocken. Bei der Sonnenscheindauer ist allerdings noch Luft nach oben. Das Soll ist erst zu 94 Prozent erfüllt. Es war somit ein eher trübes Wetterjahr. „An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass das Jahr 2013 damit das zweitkälteste Jahr der vergangenen 10 Jahre ist“ erklärt Wetterexperte Jung. Nur das Jahr 2010 war noch etwas kälter.

Quelle: www.wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

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