Wettertrend

Bald wieder Stiefel statt Flip-Flops?

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Hoch Tina sorgt am Muttertag, Montag und auch noch am Dienstag für zeitweise sehr schönes und warmes Frühsommerwetter.

Landkreis - Da hatte man gerade die sommerlichen Schuhe aus dem Keller geholt und dann sowas: Ein Temperatursturz! Und der könnte sogar Bodenfrost bringen. Der Wettertrend:

Bereits Ende April verhießen die Wettermodell in Sachen Mai nichts Gutes. Das Wetterportal wetter.net hatte damals darüber berichtet: Mai droht ins Wasser zu fallen. Bisher war der Mai in der Tat so wechselhaft wie man das eigentlich vom April erwartet hätte. Der April war in diesem Jahr allerdings ebenso wie der März außergewöhnlich sonnig, warm und trocken. Über Wochen hatte sich in den ersten beiden Monaten des meteorologischen Frühlings eine stabile Hochdruckwetterlage eingestellt.

„Doch diese ist seit Anfang Mai vorbei. Es wurde sehr wechselhaft, wenn auch die Temperaturen zumindest auf einem recht hohen Niveau verblieben sind. Aber auch dort gab es große Sprünge: mal 15 bis 20 Grad, mal knapp 30 Grad. Doch auch damit könnte nach Christi Himmelfahrt Schluss sein. Der Mai kommt dann sehr wahrscheinlich auch temperaturmäßig aus dem Takt. Es wird spürbar kälter als zuletzt und von Spitzenwerten über 20 oder gar 25 Grad müssen wir uns dann erst einmal verabschieden. Nachts ist lokal sogar Bodenfrost möglich“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Bis Himmelfahrt noch überwiegend warm und heiß

Zum Wochenstart erwarten uns Höchstwerte zwischen 21 und 29 Grad. Es wird ein richtig schöner Frühsommertag werden. Wie immer in den vergangenen Wochen wird es direkt zum Wochenauftakt deutlich freundlicher als es am Wochenende war. Hoch Tina bringt am Montag viel Sonne und Wärme. Der Dienstag bringt dann schon am Vormittag im Nordwesten erste Schauer. Diese formieren sich dann zu einer neuen Gewitterlinie. Und dieser überquert dann ab Dienstagmittag in der schwül-warmen Luft weite Teile Deutschlands. Im Süden, Südwesten und Osten erwarten wir neue heftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Selbst die Bildung von Tornados wie in der vergangenen Woche kann nicht ausgeschlossen werden. Die Höchstwerte klettern am Dienstag auf 19 bis 23 Grad im Norden und schwül-heiße 25 bis 30 Grad in den übrigen Regionen.

Am Mittwoch ist es mit 17 bis 25 Grad zwar etwas kühler, aber immer noch recht warm. Dabei gibt es ein Gemisch aus Sonne und Wolken mit einzelnen Schauern und Gewittern. Auch am Himmelfahrtstag ist der Tag zunächst recht freundlich. Es werden von Petrus für die Vatertagsausflüge angenehme 17 bis 25 Grad bereitgehalten. Doch ab den Mittagsstunden müssen wir dann mit Schauern und teils kräftigen Gewitter rechnen.

Am Freitag geht's bergab mit den Temperaturen

Der Freitag bringt dann nur noch 11 bis 18 Grad, Samstag werden es 10 bis 18 Grad und am Sonntag nur noch 8 bis 15 Grad. Dazu gibt es viele Wolken und etwas Sonnenschein, dazwischen immer wieder Schauer, anfangs auch noch Gewitter. Das lange Wochenende fällt also eher nicht wirklich freundlich aus. Die Folgewoche bleibt es wahrscheinlich bei dem unterkühlten Wetter. Dann ist in einigen Regionen sogar Bodenfrost möglich! Das sind die Eisheiligen. Kalendarisch wären diese zwar schon ab morgen dran (11. bis 15. Mai). Durch die gregorianische Kalenderreform hat sich allerdings beim Datum etwas verschoben. Daher wären sie in der heutigen Zeit eigentlich erst 10 Tage später. Das würde vom Wetter dieses Jahr auch sehr gut passen und wäre damit eine Punktlandung!

Der Mai 2015 will wie zu Monatsanfang schon angekündigt einfach nicht wonnig werden. Das ist jedoch nichts Neues: Schon 2013 und 2014 brachte der Mai durchwachsenes und teils sehr kühles Wetter. Das wonnige Wetter findet man seid einigen Jahren im März und/oder April. Mit dem Mai ist schon längere Zeit in Sachen Schönwetterphasen nicht mehr viel anzufangen.

Bescheidene Aussichten für den Sommer

Vor einigen Wochen hatte der US- Wetterdienst NOAA einen ersten groben Klimatrend für den Sommer 2015 vorgestellt. Es wurde ein wechselhafter und eher mäßig-warmer Sommer angekündigt. In den Medien wurde das damals stellenweise als „Gruselsommer“ angekündigt. An diese Einschätzung des US-Wetterdienstes hat sich aktuell nichts geändert. Die Wahrscheinlichkeit für einen eher durchwachsenen Sommer wie in den letzten Jahren ist am höchsten. Die Wahrscheinlichkeit für einen zu heißen und zu trockenen Sommer liegt derzeit nur bei 5 Prozent. Für einen wechselhaften und mäßig-warmen Sommer liegt die Wahrscheinlichkeit derzeit bei 60 Prozent. Das sind natürlich nur grobe Tendenzen und ist keine Wettervorhersage!

„Richtig schöne Aussichten sind das für den Sommer 2015 allerdings nicht. Wer diesen Sommer 1 bis 2 Wochen Sonnenschein mit hohen Temperaturen sucht, der sollte seinen Urlaub besser am Mittelmeer verbringen!“ rät Wetterexperte Jung.

Pressemeldung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

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