Wetter-Experte blickt voraus: So wird der Juni!

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Landkreis - Die Parallele zu 2013 und 2014 ist klar erkennbar: Ein insgesamt zu warmen und zu trockener Frühling. Folgt nun wieder ein schwülwarmer Sommer mit Unwettern?

Beim Wetter bleibt alles beim Alten. Die Kurve zu einem wonnigen Monat bekommt der Mai in diesem Jahr wie erwartet nicht mehr. Auch die letzte Maiwoche bleibt unbeständig und die Temperaturen fahren Achterbahn. „Spitzenwerte bis 30 Grad sind im Mai nicht mehr zu erwarten und damit auch kein Hitzetag mehr. In der kommenden Woche ist in der Früh lokal sogar wieder Bodenfrost möglich!“ warnt Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net.

So geht's im Juni weiter

Der Juni startet dagegen ersten Trends zufolge ebenfalls recht wechselhaft, könnte aber in der ersten Woche immer wieder einige Warmlufteinschübe bekommen, die Höchstwerte über 25, vielleicht sogar an die 30 Grad bringen könnten. Doch auch diese Sommerwärme wäre nicht ohne die altbekannten Schönheitsfehler. Ganz im Gegenteil. Die erste Juni-Dekade könnte nach derzeitigem Stand in schwül-warme Luft neue Unwetter mit Starkregen, Hagel, Sturmböen und vielleicht auch wieder Tornados bringen.

Die kommenden Tage im Detail:

Pfingstmontag: 14 bis 23 Grad, wechselhaft mit Regen und Schauern, stellenweise Gewitter

Dienstag: 12 bis 18 Grad, Schauer, dazwischen auch mal Sonnenschein

Mittwoch: 11 bis 19 Grad, nach freundlichem Start, rasch neue Schauer

Donnerstag: 15 bis 22 Grad, erst Sonne-Wolken-Mix, später wieder Regen

Freitag: 14 bis 19 Grad, Aprilwetter mit zahlreichen Schauern

Samstag: 16 bis 23 Grad, Sonne-Wolken-Mix

Sonntag: 18 bis 28 Grad, zunächst freundlich und warm, abends Schauer und Gewitter

Montag (1. Juni): zu Beginn des meteorologischen Sommers werden nur 13 bis 18 Grad erwartet, dazu gibt es viele Wolken und immer wieder Regen

Parallelen zu 2013 und 2014

Die langfristigen Wettertrends sprachen bereits Mitte Februar von einem warmen Frühling- wetter.net darüber berichtet. Am kommenden Sonntag endet nun der meteorologische Frühling. Und in der Tat war das Frühjahr 2015 zu warm, zu trocken und zu sonnig. Im Schnitt lagen die Temperaturen ein Grad über den langjährigen Durchschnittswerten. Zudem war das Frühjahr 30 Prozent trockener als üblich und brachte bisher bereits 10 Prozent mehr Sonnenschein.

Im Schnitt waren alle drei Monate deutlich zu warm und besonders der März spürbar zu trocken. Der brachte sogar rund 25 Prozent mehr Sonnenschein als üblich. Der April hat sogar noch einen drauf gesetzt und brachte 50 Prozent mehr Sonnenschein als üblich. Und auch der Mai hat sein Sonnenscheinsoll bisher mit 110 Prozent mehr als erfüllt. Insgesamt wurde es dann im Mai etwas wechselhafter und besonders am Alpenrand auch nass. Zudem gab es zahlreiche Unwetter. Es ist schon erstaunlich wie sehr sich das diesjährige Frühjahr mit den vorangegangenen im Jahr 2013 und 2014 ähneln.Auch dieser beiden Frühjahre waren ungewöhnlich sonnig und trocken. Und der Mai 2013 und 2014 waren beide dann deutlich wechselhafter, eben wie in diesem Jahr.

Sollte das ein Vorzeichen für den kommenden Sommer sein, dann könnte das wie bereits vor einigen Wochen erwähnt ein echter Gruselsommer werden. Schon die ersten Junitage versprechen erneut unangenehme Schwüle mit Unwettern, vielleicht sogar wieder Tornados. Auch der US-Wetterdienst ist der Ansicht, dass der gesamte Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit 2015 auf dieser unbeständigen bzw. unberechenbaren schwül-warmen Unwetterschiene weiterfahren könnte“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Pressemitteilung wetter.net/Diplom-Meteorologe Dominik Jung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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