Hoch Antonia: Nur die Ruhe vor dem Sturm?

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Landkreis - Tief Alexander bescherte uns eine turbulente Woche! Nun ist Hoch Antonia an der Reihe und die Aussichten könnten nicht besser sein - zumindest ein paar Tage lang:

Wie erwartet war das vergangene Wochenende dank Tief Alexander ziemlich turbulent. Es gab viel Schnee, Regen und später dann auch Hochwasser. Die Pegel der Flüsse im Südwesten und Süden sind zum Teil kräftig angestiegen. Auch die Rheinpegel steigen derzeit noch an. Ein größeres Hochwasser ist derzeit aber nicht in Sicht.

Dank dem ersten weiblichen Hoch des Jahres 2015 entspannt sich die Wetterlage nun wieder etwas. Hoch Antonia sorgt für ruhiges Wetter. Bis einschließlich Mittwoch gibt es ein Gemisch aus Sonne und Wolken. Lediglich im Norden kann stellenweise etwas Regen oder Sprühregen fallen. Die Höchstwerte liegen am Dienstag zwischen 0 und 8 Grad. Am Mittwoch werden 1 bis 7 Grad erwartet.

„Leider bleibt´s beim Wetter nicht so friedlich. Ab Donnerstag wird es dann nämlich schon wieder turbulent. Es stehen stürmische Zeiten auf dem Programm. Wir erwarten Donnerstag, Freitag, Samstag und auch Sonntag zeitweise mächtig viel Wind. Zeitweise sind auch in tiefen Lagen Sturmböen möglich. Am Samstag kann es sogar in tiefen Lagen für schwere Sturmböen bis 100 km/h reichen. Zeitgleich wird es extrem mild. Am Samstag klettern die Spitzenwerte im Westen auf bis zu 13 Grad, lokal können es sogar 15 Grad werden – das sind Frühlingstemperaturen mitten im Hochwintermonat Januar“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Der milde Winter – von Wetterexperte Jung auch als Mallorcawinter bezeichnet- geht in die nächste Runde. Der Dezember 2014 war bereits 2 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt.

Und auch der Januar 2015 wandelt auf milden Socken: nach den ersten vier Tagen ist der Monat deutschlandweit um 3 Grad zu warm. Im Osten beträgt die positive Abweichung sogar bis zu 5 Grad. Selbst auf der fast 3000 m hohen Zugspitze ist der Monat bisher 5,5 Grad zu warm! Das kurze Winterchen zwischen den Jahren hat daran nichts geändert.

Spannung ab Donnerstag

Ab Donnerstag wird es dann wieder turbulent. Besonders in Sachen Sturm könnte es verbreitet ordentlich zur Sache gehen. Wir bekommen – wie für einen Mildwinter typische – Westwindwetter. Immer wieder ziehen ab Donnerstag Tiefdruckgebiete über uns hinweg. Je nach Zugbahn der Tiefdruckgebiete ist auch die Entwicklung eines größeren Sturmereignisses zum Freitag und Samstag hin möglich! Wetter.net wird für Sie die Wetterlage in den kommenden Tagen genau beobachten und hält sie auf dem Laufenden.

Nach dem milden Samstag wird es zum Sonntag vorübergehend wieder rasch kühler. Die Tageswerte sinken auf 1 bis 6 Grad. Dann kann es in den Mittelgebirgen wieder schneien.

Januar mit großer Wahrscheinlichkeit zu warm

Der aktuelle Trend zeig es schon jetzt: auch der Januar könnte zu mild ausfallen. Bereits im September prognostizierte das Langfristmodell des US-Wetterdienstes einen milden Winter. Bis Monatsmitte ist kein markanter Kaltlufteinbruch in Sicht.

„Die eiskalte Russenpeitsche bleibt vorerst zuhause“ erklärt Wetterexperte Jung.

Pressemitteilung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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