Wetter-Trend: So könnte der Winter werden!

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Landkreis – Für die Meteorologen beginnt der Winter am 1. Dezember. Anlass also für erste (vorsichtige) Wetterprognosen für die kalte Jahreszeit.

Tja, da ist er schon wieder: der Winter. Man hat das Gefühl, er habe uns gerade erst verlassen. Doch schon steht er wieder vor der Tür. Zumindest für die Meteorologen beginnt am 1. Dezember die Zeit des Winters. Dezember, Januar und Februar gehören für die Wetterleute zum Winter. „Mit der Betrachtung von vollen drei Monaten lässt sich die Klimastatistik viel besser führen, als wenn man sich nach den kalendarischen Jahreszeiten richten würde. Frühling, Sommer und Herbst werden ebenfalls nur in drei kompletten Monaten betrachtet und abgerechnet“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Das Wetter hat sich jedenfalls an den meteorlogischen Winteranfang gehalten. Seit einigen Tagen ist es deutlich kälter im Land und der erste Schnee ist auch schon gefallen. In den Alpen hat es sogar schon so kräftig geschneit, dass dort schon erster Wintersport möglich ist. Da dort auch Dauerfrost herrscht, haben die auch Schneekanonen beste Einsatzbedingungen.

Heute Morgen war es zudem wieder richtig kalt. In Landsberg am Lech wurden direkt über der dünnen Schneedecke (in 5 cm Messhöhe) sogar schon satte minus 16 Grad gemessen. Aber auch andernorts war es frostig kalt.

So lange war die winterlose Zeit dieses Jahr übrigens eigentlich gar nicht. Das mag vor allem daran liegen, dass sich der letzte Winter bis in den April hinein gezogen hat. Und auch der Mai war deutlich unterkühlt und ließ kaum Wärme zu. Erst im Juli und August wurde es richtig warm und trocken. Für viele war die Winterpause also gerade mal 6 Monate lang.

Welche Tendenzen gibt es für den Winter 2013/2014?

Man braucht keine Meteorologe zu sein, um mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der kommende Winter heller als der letzte Winter ausfallen wird- noch dunkler als 2012/2013 geht eigentlich kaum noch. Der letzte Winter war nämlich schon der dunkelste seit 1951, dem Jahr, in dem mit der regelmäßigen Messung der Sonnenscheindauer begonnen wurde.

Zum Verlauf des Winters gibt es indes wenig neue Erkenntnisse. Es bleibt beim Trend, den wetter.net bereits am 23. August ausgegeben hatte:

Erste klimatologische Trends des staatlichen amerikanischen Wetterdienstes deuten auf einen überwiegend durchschnittlich temperierten Winter hin, der vor allem in seiner zweiten Hälfte kälter als normal werden könnte. Ein Mildwinter wie 2007/2008 bzw. in den Jahren davor wird als äußerst unwahrscheinlich angesehen.

Aber selbst ein Durchschnittswinter würde von den meisten Menschen subjektiv als kalter Winter empfunden werden. Die vielen milden Winter in den 90ern haben uns oftmals vergessen lassen, wie sich ein typisch mitteleuropäischer Winter anfühlt. Außerdem sind gerade junge Menschen oftmals nur mit diesen Mildwintern aufgewachsen und kennen gar keine "normalen" geschweige denn richtig kalten Winter.

Indes hat auch der Deutsche Wetterdienst einen ersten Trend für den kommenden Winter ausgegeben:

Die Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Winter wird geringer angesehen als für die Wahrscheinlichkeit für einen normalen oder zu milden Winter. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit für einen normalen und zu milden Winter derzeit gleich.

Fazit: Nichts Genaues weiß man zwar nicht, aber einen Trend kann man ja trotzdem mal abgeben.

Trend für die nächsten Tage:

Teile der russischen Kaltluft erreichen Anfang Dezember Mitteleuropa

Vor allem im Süden bleibt es bis Freitag erstmal kalt. Am Tag klettern die Temperaturen nur wenig über 0 Grad, nachts gibt es Frost zwischen minus 5 und minus 10 Grad, direkt am Erdboden auch noch darunter. Milde wird es dagegen schon ab Mittwoch wieder im Norden. Hier sind auch mal Werte deutlich über 5 Grad drin.

Am 1. Adventswochenende wird es dann überall etwas milder, wobei bei Höchstwerten zwischen 1 und 9 Grad nun wirklich keine Frühlingsgefühle ausbrechen werden.

Doch schon in der ersten Dezemberwoche bahnt sich eine erneute Abkühlung an. In der Mitte und im Süden könnte es dann dauerfrostig werden und das sogar mit einzelnen Schneefällen. Nur der Nordwesten und Nordosten müssten sich noch etwas gedulden. Hier würde es noch eher nass-kalt bleiben.

Die Temperaturprojektion für die ersten Dezembertage zeigt: Zum ersten Mal schafft es die russischen Kältezunge bis nach Mitteleuropa.

Quelle: www.wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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