Nicht Winter - aber auch nicht Frühling!

Landkreis - Die Kälteperiode von Anfang Februar ist bereits wieder passé. Doch wie geht es in den nächsten Tagen weiter? Offenbar kann sich das Wetter nicht so recht entscheiden.

Nachdem der Dezember 2 Grad und der Januar 2,6 Grad zu warm ausgefallen sind, hat nun auch der Februar seinen anfänglichen Kälteüberschuss neutralisiert. Bis einschließlich Sonntag gerechnet, liegen die Temperaturen deutschlandweit exakt im langjährigen Mittel. Der Monat ist also weder zu warm, noch zu kalt. Vor wenigen Tagen war das noch ganz anders, da war der Februar bis zu 2 Grad kälter als normal. Die milden Tage haben diese negative Abweichung allerdings schon wieder komplett aufgefressen.

Bis zu 16 Grad am Freitag

Am Freitag wurden im Südwesten sogar bis zu 16 Grad gemessen- schon wieder ein extrem hoher Wert für einen Hochwintermonat wie den Februar. Der Januar brachte mit einem Spitzenwert von 20,5 Grad sogar einen Jahrhundertrekord.

„Da ist es nur sehr schwer vorstellbar, dass auf der anderen Seite der Nordhalbkugel stellenweise Temperaturen zwischen minus 30 und minus 40 Grad gemessen werden. Weite Teile Kanadas und der USA werden von einer extremen Kältewelle heimgesucht. Wie bereits in der vergangenen Woche gesagt: der Winter ist nicht weg oder gar ausgefallen, er ist einfach nur woanders: Eiszeit in den USA-Mallorcawinter in Deutschland“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Für die Meteorologen endet übrigens schon am Samstag der Winter 2014/2015. Am Sonntag ist meteorologischer Frühlingsbeginn. So richtig frühlingshaft will sich das Wetter aber noch nicht zeigen. Heute morgen haben die Wolken von Tief Uli dem Westen bereits kräftige Regenfälle gebracht. Aber nicht nur das: oberhalb von 200 bis 300 m hat es in der Früh sogar noch mal richtig geschneit. Besonders in den westdeutschen Mittelgebirgen sind die Straßen stellenweise schneebedeckt.

Wetter bleibt wohl schmuddelig

In der letzten Februarwoche bleibt das Wetter so richtig schmuddelig. Die Höchstwerte liegen im Flachland meist zwischen 5 und 10 Grad, wobei die kühleren Werte durchweg in den höher gelegenen Regionen Süddeutschland erreicht werden und die milderen Werte im Norden.

„Das Wetter steht quasi zwischen den Stühlen. Richtig Winter will es nicht werden, der Frühling muss auf seinen Durchbruch allerdings ebenfalls weiter warten“ so Wetterexperte Jung.

Bis zum Wochenende tut sich wettertechnisch recht wenig. Von West nach Osten ziehen immer wieder mehr oder weniger dicke Wolkenfelder durch. Diese bringen ab und zu Regen, in den Mittelgebirgen auch mal Schnee. Auch der Start in den meteorologischen Frühling am kommenden Sonntag fällt weitgehend ins Wasser. Die Luft erwärmt sich wie schon im Rest der Woche auf 5 bis 10 Grad, dazu fällt teils kräftiger Regen und besonders im Norden ist es teilweise recht windig.

Anfang März ist Besserung in Sicht

Die ersten Märztage fallen noch überwiegend wechselhaft, windig und mild aus. Doch dann beruhigt sich die Wetterlage allmählich etwas. Es scheint sich ein Hoch anzukündigen das für Wetterberuhigung sorgen könnte. Dieses Szenario ist allerdings noch recht unsicher und deutlich wärmer würde es dadurch ebenfalls nicht werden. Es bliebe bei Werten zwischen 5 und 10 Grad.

Relativ sicher ist dagegen: Es markanter Wintereinbruch bis ins Flachland mit Dauerfrost und Kälte ist weiterhin nicht zu befürchten!

Pressemitteilung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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